Zeitmanagement im Studium – 10 Tipps, um Stress zu vermeiden

Zeitmanagement

Immer mehr Studenten fühlen sich mit ihrem Studium überfordert. Seit der Umstellung auf das Bachelor/Master System, ist einiges anders. Prüfungen müssen bis zu gewissen Semestern geschrieben worden sein und der Abschluss ist nach meistens 3 Jahren schon zum Greifen nahe. Kein Wunder, dass das auch viel mehr Stress hervorruft. Leistungsdruck und Prüfungsangst werden zu immer größer werdenden Problemen und ein Vollzeitstudium gleicht einem Vollzeitjob. Das Klischee des faulen Studenten und die damit verbundene Faulheit und Freizeit stimmt also nicht.


StudybeesPlus für WiWis

Um den Stress im Studium und vor allem in der Prüfungsphase vorzubeugen, lohnt es sich, ein wenig Zeitmanagement zu üben. Das ist gar nicht so schwer und kann euch einiges erleichtern! Wer nämlich nichts plant und bei einem nervenaufreibenden Studium einfach so in den Tag hineinstartet, läuft Gefahr, nicht mehr hinterherzukommen. Und das kann sich negativ auf die Noten auswirken. Hier sind 10 Tipps für besseres Zeitmanagement!

1) Social Media reduzieren

Zeitmanagement

Klingt natürlich erst einmal logisch. Trotzdem ist das für viele immer noch keine leichte Sache. Social Media hat sich mittlerweile so in unser alltägliches Leben integriert, dass es uns schwer fällt, sofort wieder davon loszukommen. Es gibt sogar mehrere Apps, die fast jeder täglich benutzt und das für eine längere Zeit. Dabei hindert uns Social Media ganz schön beim Lernen.

Nur ein kurzer Blick auf’s Smartphone genügt und man ist schnell abgelenkt. Vielleicht habt ihr gerade eine Nachricht bekommen, die ihr beantworten wollt oder ihr möchtet nur kurz andere Apps abchecken. Aus 5 Minuten können dann ganz schnell 30 werden. Und das ist sinnlose Zeit, die man für’s Lernen nutzen könnte. Auch in euren wohlverdienten Lernpausen solltet ihr das Smartphone aus der Hand legen. Denn das lenkt euch nur ab und ihr könnt den Lernstoff nicht verarbeiten.

Während eurer Prüfungsphase könnt ihr euch nützliche Apps herunterladen, die eure Lieblingsapps für eine Zeit lang blocken. Oder aber ihr löscht einige Apps für einige Zeit sogar ganz (oder auch nur für den Tag 😉 ). Somit kommt ihr gar nicht erst in Versuchung und ihr habt die Zeit zum Lernen optimal genutzt! Das sorgt auch für mehr Konzentration und am Ende des Tages habt ihr das Gefühl, dass ihr tatsächlich genug gelernt habt.

2) Planung ist das A und O

Zeitmanagement

Wer in einem nervenaufreibenden Studium nichts plant, gerät schnell in Versuchung, Sachen zu vergessen oder vor sich hinzuschieben. Eine To-Do Liste für den Tag ist daher eine sehr gute Idee. Oder aber ihr legt euch gleich einen Wochenplaner an. Somit könnt ihr eure Zeit optimal einteilen und seid flexibler.

In den Planer könnt ihr eure gesamte Tagesplanung aufschreiben. Vom morgendlichen Aufstehen, Lerneinheiten bis hin zum abendlichen Entspannen. Am besten benutzt ihr dafür unterschiedliche Farben, damit ihr die verschiedenen Aufgabenbereiche auch sofort erkennt. Außerdem sieht es gleich viel schöner und professioneller aus 🙂

Euer Wochenplaner sollte auch unbedingt Deadlines beinhalten, die ihr einhalten müsst. Das können Fristen von Hausarbeiten sein oder verschiedene Kapitel und Themen eures Lernstoffs. Damit setzt ihr euch selbst Ziele und behaltet den Überblick.

Das Gefühl bei einer To-Do Liste am Ende des Tages auch wirklich vorgenommene Ziele erreicht zu haben, ist zudem befreiend und man verspürt doch schon ein wenig Stolz auf sich selbst!

3) Prioritäten setzen/Opfer erbringen

abitur nachholen

Beim Zeitmanagement ist es immer wieder wichtig, sich auch Prioritäten zu setzen. Welche Aufgaben sind besonders wichtig? Welche können gar nicht warten und welche können getrost nach hinten verschoben werden? Solche Überlegungen sind wichtig, denn sie helfen euch, eure Ziele und Lerneinheiten im Auge zu behalten.

Hierfür könnt ihr gerne die ALPEN-Methode anwenden, die euch hilft, bessere Prioritäten zu setzen und euren Tag besser zu strukturieren.

In einem stressigen Studium müssen jedoch auch Opfer gebracht werden. Natürlich solltet ihr während eurer Studienjahre nicht auf Spaß und Freizeit verzichten! Aber vor allem in der Prüfungsphase müsst ihr einige Dinge außen vor lassen. Entweder ihr müsst euer Lieblingshobby ein wenig vernachlässigen oder anderweitige Dinge, die euch Spaß machen, ein wenig einschränken. Ganz strikt weglassen solltet ihr sie jedoch nicht!

4) Lerneinheiten einhalten

Zeitmanagement

Wer den gesamten Lernstoff in kurzer Zeit stur auswendig lernen will, der wird in der Klausur wohl nicht sehr weit kommen. Denn dann kann es passieren, dass man die Hälfte wieder vergisst. Ideal sind 30 bis 40 Minuten Lerneinheiten und 5 Minuten Pause. Die Pausen solltet ihr auch unbedingt einhalten! Denn die sind wichtig, um eure Konzentration wieder zu fördern und das Gelernte auch zu speichern. Wie oben erwähnt, solltet ihr in der Zeit nicht euer Smartphone benutzen oder Fernsehen schauen. Am besten macht ihr währenddessen ein wenig Sport! Bewegung ist nämlich wichtig, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen und das Gehirn mit Sauerstoff zu versorgen. Auch entspannende Übungen wie Yoga helfen euch dabei.

5) Lerntypen kennen

Zeitmanagement

Ihr solltet euch auch einmal überlegen, welcher Lerntyp ihr denn seid. Das ist wichtig, denn das hilft euch, eure Zeit optimal zu nutzen und euch besser auf eure Prüfungen vorzubereiten. Benutzt ihre gerne Grafiken und Skizzen? Dann seid ihr wahrscheinlich der visuelle Lerntyp. Falls ihr über einen längeren Zeitraum gut zuhören könnt und gesprochene Wörter ideal für euren Lernprozess sind, dann seid ihr wahrscheinlich der auditive Typ. Kinästhetische Lerntypen lernen am besten über Praxiserfahrung und kommunikative Lerntypen brauchen Gespräche und Argumentationen, um das Gelernte zu verinnerlichen.

Hier könnt ihr nochmal nachschauen, welche Typen es gibt und welchem Lerntyp ihr am meisten entspricht.

6) Nicht alles erst zum Schluss aufarbeiten

Zeitmanagement

Wenn ich hin und wieder auf diesen Rat hören würde, dann hätte ich wahrscheinlich auch weniger Stress gehabt. Denn ich zähle auch zu der Sorte von Studenten, die den ganzen Stoff lieber am Ende des Semesters wiederholen und sich dann beschweren, wie viel das doch eigentlich ist. Dabei ist eine Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen nicht nur wichtig, es hilft auch, den Berg an Lernmaterialien am Ende leichter zu bewältigen.

Wer alles bis zum Schluss aufschiebt, läuft Gefahr, schneller gestresst zu sein und dann machen sich Gefühle wie Angst und Panik breit. Deshalb ist eine Einteilung des Lernstoffs schon während des Semesters ein gutes Beispiel an Zeitmanagement. Auch das ewige Prokrastinieren sollte dringend vermieden werden. Aller Anfang ist schwer, aber wenn man endlich mal angefangen hat, dann läuft es in den meisten Fällen auch. In diesem Artikel kannst du lesen, wie du nur in 2 Minuten deine Aufschieberei in den Griff bekommst!

7) Schlafen/Ausruhen

Zeitmanagement

Viele Studenten nehmen ihren Schlaf meistens nicht sehr ernst. Dabei ist ein guter Schlaf Voraussetzung, um ein stressiges Studium und die Prüfungsphase überhaupt zu überstehen. Daher solltet ihr in euren Planer auch eure Bettgeh-Zeiten festhalten und eine gesunde Portion Schlaf halten. Am besten sind 7-8 Stunden.

Außerdem verarbeitet das Gehirn im Schlaf Informationen und neu Gelerntes wird dabei besser abgespeichert. Direkt vor dem Schlafen gehen bereits Gelerntes von diesem Tag nochmal durchzulesen, hilft ebenfalls. So könnt ihr euch am nächsten Tag besser daran erinnern! Wer genug geschlafen hat, startet frisch und gut gelaunt in den Tag und hat zudem eine höhere Konzentrationsfähigkeit. Wer also ein gutes Zeitmanagement betreiben will, sollte zusehen, dass der gute alte Schlaf nicht zu kurz kommt.

8) Störungen kennen

Zeitmanagement

Wer kennt es nicht – während dem Lernen fängt im Haus plötzlich jemand an zu bohren, der Mitbewohner dreht seine Musik auf und das Handy klingelt ununterbrochen wegen neuer Nachrichten. Das kann ganz schön nerven und raubt euch dazu eure Konzentration. Gegen Arbeiten vor oder in eurem Haus könnt ihr natürlich wenig tun. Hier kann es sich lohnen, einfach mal in die Bibliothek zu gehen und versuchen, dort bei Ruhe zu lernen. Gegen lästiges Klingeln des Smartphones hilft natürlich der Ausknopf oder einfach den Ton abzustellen. Wer von seinen Mitbewohnern genervt ist, kann höflich bitten, etwas leiser zu sein oder ein Schild vor der Tür aufzuhängen. Dafür haben sie bestimmt Verständnis.

Das heißt aber nicht, dass Totenstille auch wirklich das Beste für euren Lernprozess ist. Mittlerweile gibt es einige Studien, die behaupten, dass Musik sich auf unseren Lernerfolg auswirkt. Natürlich solltet ihr dabei kein Heavy Metal oder Rap hören, denn das kann viel zu sehr ablenken. Am besten ihr hört euch ruhige und langsame Playlists an. Hierfür sind Piano-Playlists oder einfache Akustik-Playlists gut geeignet. Wem das gar nicht gefällt, der kann natürlich auch Lieder mit Text hören. Allerdings solltet ihr darauf achten, dass sie nicht zu schnell sind.

9) Uni-freien Tag einlegen

Zeitmanagement

Um euer Zeitmanagement auch wirklich befolgen zu können ohne, dass ihr euch in Crazy Thaddeus verwandelt, wenn er Spongebob alleine in der Großen Krabbe lässt, solltet ihr einen freien Tag einlegen. An diesem Tag dürft ihr euch dann auch wirklich keine Uni Sachen anschauen und nicht an’s Lernen denken!

Ihr könnt euch entspannt mit Freunden treffen, etwas mit eurer Familie unternehmen oder einfach mal alleine zuhause den ganzen Tag Netflix schauen. Das ist natürlich euch überlassen. Aber ein freier Tag ist wichtig, um den ganzen innerlichen Stress abzubauen und um einfach mal abzuschalten. Denn zu einem guten Zeitmanagement gehört auch eine ausgeglichene Work-Life-Balance.

10) Beratung

Zeitmanagement

Wenn ihr mit euren Studiengang dennoch endlos überfordert seid, hilft euch natürlich auch immer die Studienberatung weiter. Hier wird geklärt, ob das Fach überhaupt das Richtige für euch ist und was ihr in dieser Situation tun könnt. Bevor ihr euch nämlich in den Burn-Out treibt, solltet ihr lieber vorher die Notbremse ziehen.

Denn der ganze Leistungs- und Konkurrenzdruck kann sich auch in Prüfungsangst und Blackout äußern. Bei solchen schwerwiegenden Problemen, könnt ihr euch auch immer an die Studienberatung oder an die psychologische Beratung eurer Hochschule wenden. Denn am Ende sind psychische Erkrankungen im Studium die Zeit einfach nicht wert, doch leider treten sie immer häufiger auf. Solltet ihr also Probleme haben, wendet euch an irgendjemanden – das muss auch nicht sofort die Beratung der Hochschule sein. Ihr könnt euch natürlich auch immer eurer Familie oder Freunden anvertrauen.

Fazit

Ein gutes Zeitmanagement ist die halbe Miete. Wer seine Woche strukturiert und sich auch größtenteils an die Planung hält, hat schon mal einen großen Vorteil. Dabei solltet ihr trotzdem darauf achten, dass euer Kalender nicht zu voll ist und ihr euch hin und wieder auch Auszeiten gönnt. Vor allem das Sozialleben und die Freizeit sollte auf keinen Fall komplett vernachlässigt werden! Denn das kann böse enden.

Wenn ihr euch an diese Tipps haltet, könnt ihr eure Zeit bestimmt besser einteilen und die Zeit in der Prüfungsphase optimal nutzen.

Mehr?  Bessere Mitschriebe und Notizen? Das Cornell-System!