Zehn typische Ersti-Probleme und ihre Lösung

Zehn typische Ersti-Probleme und ihre Lösung

Als Ersti, also als Erstsemester, steht man plötzlich vor einer ganzen Reihe von Problemen, an die man vorher vielleicht gar nicht gedacht hat. Obwohl das ganz normal ist, können einen diese Ersti-Probleme ganz schön aus der Bahn werfen!

In diesem Artikel wird es um zwei Dinge gehen: du wirst sehen, dass deine Probleme und Sorgen super häufig auftreten und du nicht alleine bist. Zum anderen wirst du sehen, wie man diese angehen kann!

Zehn typische Ersti-Probleme

1. Ich kenne niemanden und werde garantiert alleine bleiben!

Die meisten Erstis ziehen zum Studium in eine neue Stadt und sind dort erst einmal mehr oder weniger alleine. Die Sorge, für immer alleine zu bleiben, kennen die meisten, die einmal ein Studium begonnen haben. Die gute Nachricht ist aber, dass noch jeder und jede an der Universität Freunde und manchmal sogar die große Liebe gefunden hat. Sobald das erste Semester einmal richtig losgeht, wird das klappen! Nicht vergessen: alle anderen sind in der gleichen Situation! Falls du Tipps für die erste Zeit brauchst, kannst du auch in unserem Ersti-Hacks-Artikel „Wir findet man Freunde an der Uni?“ nachlesen!


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2. Ich kann mich keine zwei Stunden lang konzentrieren und lasse mich in der Vorlesung ständig ablenken!

Das ist zwar kein explizites Ersti-Problem, aber es betrifft Erstis genauso wie alle anderen Studierenden. Es ist wahnsinnig schwierig, vermutlich sogar unmöglich, sich wirklich zwei Stunden lang auf einen Vortrag zu konzentrieren. Deswegen ist es wichtig, dass du ehrlich mit dir selbst bist und dass du die Zeit, die du dich konzentrieren kannst, auch sinnvoll und optimal nutzt. Versuche Ablenkungen, zum Beispiel durch dein Handy, zu reduzieren und finde ein System, dass dir dabei hilft, bessere Mitschriften zu machen. Wenn es einmal gar nicht mehr geht, kannst du immer noch versuchen, deine Zeit in der Vorlesung anderweitig zu nutzen. Hier sind zehn Ideen für dich!

3. Außerhalb der Uni kann ich mich nicht motivieren, etwas für mein Studium zu tun!

Wie schon gerade eben ist die Motivation ein Kernproblem, dass viele Studierenden haben. Die Wahrheit ist aber leider trotzdem die, dass du vermutlich kein erfolgreiches Studium absolvieren wirst, wenn du es nicht schaffst, dich zur Arbeit zu motivieren. Neben einigen Motivationstipps hier im Magazin bieten wir, gerade auch für Erstis, auch ein Online-Motivationstraining an, dass dir vielleicht weiterhilft!

4. Ich zweifle schon jetzt daran, ob ich das richtige Studium gewählt habe!

In vielen Fällen unterscheidet sich das Studium von dem, was man sich vorgestellt hat. Als Ingenieur darf man nicht gleich anfangen zu bauen, sondern muss erst einmal ganz viel rechnen. Als Wirtschaftswissenschaftler steht erst einmal Statistik an, bevor es an den Aktienmarkt geht. Gerade am Anfang ist es wichtig, sich zu überlegen, wie das Studium in Zukunft aussehen wird – ein Blick in den Studienverlaufsplan und Gespräche mit älteren Semestern können da Wunder wirken. Gerade das erste Semester ist in vielen Fächern besonders hart und erzeugt den Eindruck, dass man falsch sei. Falls du wirklich an deiner Studienwahl zweifelst, können dir fünf Anzeichen dabei helfen, festzustellen, ob Handlungsbedarf besteht.

5. Früher, in der Schule, war ich viel besser als jetzt!

Falls du bisher ein typischer „Einserschüler“ warst, könnte das Studium, gerade als Ersti, eine böse Überraschung sein! Nicht notwendigerweise, weil du schlechter geworden bist, sondern weil du plötzlich von ganz vielen Einserschülern umgeben bist. Anders gesagt: Es sind jetzt plötzlich alle so gut, wie du! Während das auf der einen Seite eine sehr schöne und bereichernde Sache ist, bedeutet es auf der anderen Seite, dass du dich sehr viel mehr anstrengen musst, um vorne mitzuspielen. Ganz wichtig ist aber, dass du dir klar machst, dass du nur relativ zu den anderen Studierenden ‚schlechter‘ geworden bist, nicht aber absolut! Sieh diese Situation als echte Wachstumschance! Es gibt übrigens noch ganz andere Unterschiede zwischen Abitur und Studium!

6. Alles ist teurer, als ich dachte; ich bin pleite!

Wer das erste Mal zu Hause auszieht merkt schnell, wie teuer das Leben eigentlich ist. An dieser Wahrheit lässt sich leider wenig rütteln, man kann nur mit ihr umgehen. Als Ersti hast du im zwei Prinzip Möglichkeiten: du kannst mehr Geld verdienen oder du kannst sparen. Idealerweise kombinierst du natürlich diese zwei Optionen um deinen Geldbeutel wieder etwas glücklicher zu stimmen. Damit du leichter den Einstieg findest, haben wir hier einige Tipps zum Finden eines Studentenjobs gesammelt. Außerdem haben wir dir zehn Tipps um Geld zu sparen vorbereitet!

7. Der ganze Stoff überfordert mich! Das ist viel zu viel!

Die Realität sieht so aus, dass das Lernpensum aus der Schule einfach nichts mit dem an der Universität zu tun hat. Viele Studis schätzen den Aufwand so ein, dass das Lernen auf eine Abschlussklausur, von denen man mehrere pro Semester hat, ungefähr dem Aufwand des Abiturs entspricht. Das klingt erst einmal furchtbar, ist aber kein Weltuntergang. Als Ersti musst du in dieser Sache zwei Dinge tun: zum ersten solltest du dein Studium als Fulltime-Job verstehen. Mit rund acht Stunden Arbeitszeit, inklusive Vorlesungen und Seminaren, kommt man gut hin. Wer auf weniger Zeit kommt, auch indem man sich selbst austrickst, wird auf kurz oder lang vermutlich Schwierigkeiten bekommen. Auf der anderen Seite solltest du deine Lernstrategie optimieren und versuchen, immer so effizient wie möglich zu arbeiten. Natürlich können dir auch Crashkurse und Nachhilfe das Leben leichter machen, wenn man wieder alles zu viel wird!

8. Das Studium ist schon schwer genug! Wie soll ich es jetzt auch noch schaffen, alleine zu leben?

Gerade als Erstsemester überfordert oft nicht nur das Studium, sondern auch die neue Situation, alleine zu leben. Kochen, putzen, waschen, Steuererklärung und die Mitbewohner können einen schnell an die Grenze eines Nervenzusammenbruchs führen. Zuerst einmal solltest du dir natürlich ein paar grundlegende Skills aneignen (zum Beispiel diese drei einfachen Küchenskills). Gleichzeitig musst du dir aber auch klar sein, dass noch kein Held geboren wurde. Im ersten Semester kann ruhig noch etwas Chaos herrschen – mit der Zeit lernt man das schon.

9. Ich habe das Gefühl, nicht zu wissen, was ich eigentlich tun muss oder sollte!

Der vielleicht größte Unterschied zwischen Schule und Studium besteht darin, dass einem im Studium niemand mehr so genau sagt, was man eigentlich zu tun hat. In gewisser Art und Weise fällt auch der doppelte Boden weg – niemand wird dich davon abhalten, dumme Entscheidungen zu treffen! Umso wichtiger ist es, von Anfang an gut informiert zu sein. Lies dich so früh wie möglich in deine Studienordnung ein, besuche alle Infoveranstaltungen (vor allem die der Fachschaften) und stelle Fragen, wann immer du die Gelegenheit hast. Es ist wichtig, die eigene Uni zu erkunden und mit Leuten, die schon mehr Ahnung haben, zu sprechen. Was meistens keine gute Idee ist, ist auf den Rat von anderen planlosen Erstis zu hören. Es gibt für fast alle Fragen eine klare und eindeutige Antwort – die bekommt man aber eher auf der Webseite der Fakultät als beim Ersti-Kumpel während der Kneipentour.

10. Ich habe Heimweh und vermisse meine alten Freunde und die Familie!

Jeder, der von zu Hause auszieht, kennt das ungute Gefühl, die alte Heimat, auch wenn sie vielleicht nicht wirklich geliebt wurde, zurückzulassen. Es kann sehr belastend sein, wenn die alten Freunde, die Familie oder vielleicht der Partner nicht mit in die neue Stadt kommen. Jeder geht mit diesem Problem anders um, aber es gibt drei Dinge, die man beachten sollte: Erstens ist es wichtig, ehrlich zu sich und den anderen zu sein! Zweitens ist es wichtig, nicht zu viel Zeit zu Hause zu verbringen und sich so den Start in der neuen Umgebung zu erschweren. Drittens ist es wichtig, den Kontakt nicht einfach, ruckartig, abzubrechen – es gibt auch viele Freundschaften, die über die Distanz hinweg funktionieren.

Trotz all dieser typischen Probleme ist das Leben als Ersti eine tolle Sache! Lass dich nicht unterkriegen und genieße deine Studizeit! Falls du denkst, dass wir ein ganz wichtiges Problem vergessen haben, lass es uns wissen!

Dieser Artikel ist Teil der Reihe „Hacks für frischgebackene Studenten“.

Teil 1: Ersti-Hacks#1 – Was brauch man denn alles für die Uni?

Teil 2: Ersti Hacks #2 – Wie findet man Freunde an der Uni?

Teil 3: Ersti Hacks #3 – Richtig mitschreiben in der Vorlesung

Teil 4: Ersti Hacks #4 – Wie übersteht man die Klausurenphase?

Teil 5: Der ultimative Ersti-Guide

Teil 6: Zehn typische Ersti-Probleme und ihre Lösungen

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