10 Tipps für den Prüfungstag

Du kennst mit Sicherheit das angespannte Gefühl am Tag einer wichtigen, eigentlich jeder, Prüfung. Man verspürt eine seltsame Mischung aus Angst, Aufregung und einer ganz komischen Art von Vorfreude. Gleichzeitig rasen die Fragen nur so durch den Kopf: Bin ich gut genug vorbereitet? Wird alles klappen? Gibt es nicht vielleicht doch einen Ausweg? Was, wenn ich durchfalle?

Manchmal hat man auch das Gefühl schon ‘darüber weg’ zu sein und man hofft einfach nur, dass der Prüfungstag irgendwann zu Ende geht, ganz gleich, was passieren wird!

Dieses Gefühl, auch wenn es mit zunehmender Erfahrung etwas besser wird, gehört zum Prüfungstag einfach dazu! Es ist ganz egal, ob eine mündliche Prüfung, eine Klausur (unser eBook zur Klausurenphase), die Fahrprüfung, oder sogar die Abi- oder Bachelorprüfung ansteht.

Im Gegensatz zur Prüfungsangst ist diese Form der Anspannung am Prüfungstag auch gar nichts Schlechtes. Sie hilft dir vielmehr dabei, dich auf die Prüfung einzustellen.

Nichtsdestotrotz ist der Prüfungstag, und natürlich auch die Prüfung selbst, eine große Sache. Im Folgenden geben wir dir zehn Tipps für den Prüfungstag, die dir dabei helfen, gut durchzukommen.

Zehn Tipps für den Prüfungstag

Die Prüfung am Prüfungstag schreiben

1. Ein guter Start in den Tag
Am Prüfungstag solltest du möglichst gut und entspannt in deinen Tag starten. Achte darauf, dass du, auch wenn die Prüfung relativ früh sein sollte, morgens genügend Zeit hast, um in Ruhe zu frühstücken (ein gutes Frühstück kann wirklich Wunder bewirken!) und dich stressfrei fertig zu machen. Gib dir aber auch nicht zu viel ‘unnötige’ Zeit, in der du dich in irgendwelche Sorgen oder Fragen hineinsteigern könntest.

2. Halte dich von anderen Prüflingen fern
Auch wenn es schwierig erscheint, solltest du dich am Tag der Prüfung von anderen Prüflingen, zumindest den Aufgeregten, fernhalten. Eine Prüfung ist aufregend genug – ganz ohne dass man sich gegenseitig noch weiter anstachelt oder stresst. Es kann dir völlig egal sein, ob irgendwer anders zwei Stunden mehr oder weniger gelernt hat als du. Ebenfalls kann es dir völlig egal sein, ob irgendwer, aus ominösen Quellen, gehört haben könnte, dass die Prüfung dieses Jahr besonders schwer sein soll. Falls du eine wirklich gute Lerngruppe oder ruhige Freunde hast, kannst du aber natürlich gerne Zeit mit diesen verbringen. Halte dich nur auf jeden Fall von den “Stressern” fern.

3. Finde deine eigene Routine
Jeder geht anders mit der Situation vor einer Prüfung um. Finde deine eigene Routine und ziehe diese auch in aller Ruhe durch. Vielleicht hilft es dir, kurz vor der Prüfung noch einen kleinen Spaziergang zu machen. Vielleicht musst du auch, wie ein kleines Ritual, auf dem Weg zu Prüfung einen Espresso trinken gehen. Was es auch ist, finde deinen eigenen Weg, um mit dem Druck vor der Prüfungssituation umzugehen.

4. Lerne nichts mehr Neues
Oft hört man den Rat, dass man am Tag der Prüfung auf gar keinen Fall mehr lernen sollte. Schön und gut, aber wissen alle, dass das Utopie ist. Was du aber nicht machen solltest. ist neuen, unbekannten, Stoff am Prüfungstag zu lernen. Wiederhole was du bereits gelernt hast (zum Beispiel mit Karteikarten oder Anki), aber tue deinem Gehirn, wenn irgendwie möglich, keine neuen Informationen mehr an.

5. Sei frühzeitig und entspannt am Ort der Prüfung
Gehe frühzeitig, gerne auch mit relativ viel Puffer, zum Prüfungsort. Dein Prüfungstag sollte so entspannt wie möglich ablaufen und es ist im Zweifelsfall besser, eine Stunde früher da zu sein, als einen Zug zu verpassen oder in einem Stau hängen zu bleiben. Nimm dir für diese, potenzielle, Wartezeit aber auf jeden Fall eine Ablenkung mit: zum Beispiel einen lustigen Podcast oder ein Buch, das nichts mit der Prüfung zu tun hat. Nur weil es der Prüfungstag ist, musst du nicht ständig nur lernen; wichtig ist es, dass du halbwegs entspannt bleiben kannst.

6. Gehe im Kopf die Prüfung durch
Eine gute Methode um mit der (spontanen) Prüfungsangst umzugehen ist es, die Prüfung und die möglichen Folgen, positiv wie negativ, einmal im Kopf durchzuspielen. Mache dir klar, dass es sich ‘nur’ um eine Prüfung handelt und dass ein ‘Versagen’ vermutlich kein Weltuntergang sein wird. Verdeutliche dir aber auch, wie gut es sich anfühlen wird, wenn du die Prüfung hinter dir und bestanden hast.

7. Stelle sicher, dass du alles Wichtige dabei hast
Bevor du losgehst, solltest du auf jeden Fall prüfen, dass du alles wichtige dabei hast. Vergessen sollte man zum Beispiel nicht: den (Studenten-)Ausweis, Schreibzeug (und Ersatz), Taschenrechner, etwas zu trinken, einen Snack und natürlich ein paar Last-Minute-Lernunterlagen für das gute Gefühl. Im Idealfall bereitest du alles schon am Vortag vor, dann hast du am Prüfungstag weniger Stress.

8. Gehe die Prüfung von Anfang an systematisch an

Gehe die Prüfung mit System an. Stelle zuerst sicher, dass du alles wichtige erhalten hast (zum Beispiel die Prüfungsunterlagen), fülle die wichtigsten Dinge (z.B. Name, Matrikelnummer) und arbeite dich dann systematisch vor.

9. Nutze die Zeit direkt nach der Prüfung für ein Prüfungsprotokoll

Es mag furchtbar klingen, direkt nach der Prüfung weiterzuarbeiten aber ein Prüfungsprotokoll kann dir später das ‘Leben’ retten. Schreibe direkt nach der Prüfung auf, an welche Fragen du dich erinnerst und womit du besondere Probleme hattest. Diese Informationen kannst du zum einen nutzen, falls du, wir hoffen es nicht, nochmals antreten muss. Zum anderen kannst du bei deinen Kommilitonen oder Mitschülern, die die Prüfung selbst noch schreiben müssen, auf jeden Fall punkten, wenn du Ahnung davon hast, was in der Prüfung drankommen könnte.

10. Belohne dich für deine Arbeit
Vergiss nicht dir nach der Prüfung etwas zu gönnen. Am besten planst du diese Belohnung schon im Voraus, so dass du etwas hast, worauf du dich freuen kannst.

So, und jetzt, ganz viel Erfolg bei deiner nächsten Prüfung!