Work Smarter, Not Harder! – Wissensarchiv

Work Smarter, Not Harder - Wissensarchiv

Das Studium bringt einen immer wieder in Situationen, in denen man einfach nicht genügend Zeit, Kraft, oder beides hat, um die Aufgaben zu erledigen, die vor einem liegen. In diesen Momenten hilft nur eines: nicht härter, sondern klüger zu arbeiten!

In dieser Reihe geht es um Tipps und Tricks rund ums schlaue, zeitsparende und effiziente Arbeiten! Denn: Wer klüger studiert, der hat mehr Zeit andere Dinge im Leben!

In diesem Artikel sprechen wir über dein persönliches Wissensarchiv, deinen Zettelkasten, in dem du deine Erkentnisse für später „abspeichern“ kannst.

Zeit und Nerven sparen: Dein Wissensarchiv

Niklas Luhmann, einer der bekanntesten deutschen Soziologen, ist nicht nur für seine Systemtheorie, sondern auch für sein Wissensarchiv, seinen Zettelkasten, bekannt. Luhmann hat über Jahre hinweg in einem Kasten auf kleinen Zettel seine Ideen, Gedanken und Notizen systematisch und strukturiert festgehalten. Dieser Zetellkasten war nicht nur eine Art Gedankenbackup, sondern auch eine wahnsinnige Inspirationsquelle.

In unserem (Studien)alltag sind wir mit einer Unmenge an Informationen konfroniert. Input aus Lehrveranstaltungen, wissenschaftliche Texte, Vorträge und natürlich auch mit unseren eigenen Gedanken und Ideen.

Das meiste davon geht ohne ein gutes Wissensarchiv aber leider meistens verloren. An wie viele gute Ideen aus dem letzten Semester erinnerst du dich noch? Das zwingt uns dazu, bereits gesehenes und gedachtes immer wieder neu zu erarbeiten; besonders effizient ist das nicht!

Aus genau diesem Grund ist es wichtig, dass wir die Informationen, Gedanken, Ideen und Referenzen, systematisch und verknüpft abspeichern. Das macht nicht nur Platz im Gehirn, sondern gibt auch die Sicherheit, wichtiges und spannendes nicht zu vergessen! Wie genial wäre es, wenn du bei der nächsten Hausarbeit sofort auf bereits erarbeitetes Wissen zurückgreifen könntest ohne zuerst sämtliche Texte und Handouts nochmals zu wälzen!

Wissensarchiv? Wie soll ich das machen?

Es gibt natürlich ganz verschiedene Möglichkeiten um ein Wissensarchiv aufzubauen. Grunsätzlich können wir zwischen zwei Ansätzen unterscheiden: das zentrale Wissensarchiv und der dezentrale Ansatz.

1) Das zentrale Wissensarchiv

Bei diesem Ansatz geht es darum, möglichst alle Informationen an einem Ort zu haben. Das ist wirklich nicht einfach, kann sich aber auszahlen! Wer es gerne analog mag, kann sich tatsächlich einen Zettelkasten zulegen und dort, ganz im Sinne Luhmanns, alle Informationen verwalten.

Wer digital arbeitet hat es etwas einfacher. Für die meisten genügt vermutlich eine gute Notiz-App wie zum Beispiel OneNote. In diesen lassen sich Informationen und Gedanken super verwalten. Wer es einen Schritt größer mag, sollte über ein eigenes Wiki nachdenken. In einem solchen lassen sich Informationen wunderbar vernetzt und umfassend hinterlegen. Das mag zwar vielleicht auf den ersten Blick ziemlich verrückt wirken, funktioniert aber erstaunlich gut!

2) Der dezentrale Ansatz

Beim dezentralen Ansatz geht es darum, für verschiedene Typen an Wissen und Information ideale Lösungen zu finden. So könnte man zum Beispiel für Notizen eine Notiz-App, für Literatur eine Literaturverwaltung und für Kontakte eine spezielle Kontaktliste verwenden.

Das hat den großen Vorteil dass die einzelnen Komponenten ideal für die „Aufgabe“ geeignet sind. Der Nachteil besteht darin, dass es sehr schwer ist, Informationen zu verknüpfen.

Neues Wissen einpflegen

Damit dein Archiv funktioniert, musst du neues Wissen natürlich auch einpflegen. Das ist zwar etwas Arbeit, zahlt sich aber aus!

Ein gutes Handout, dass direkt in einem obskuren Ordner verschwindet, wird dir zum Beispiel vermutlich nicht wirklich bei deiner Bachelorarbeit zwei Jahre später helfen. Wie wahrscheinlich ist es, dass du dich vier Semester später noch daran erinnerst, dass Miriam im zweiten Semester einen super Vortrag über genau dein Thema gehalten hat?

Wenn du das Handout aber direkt unter dem richtigen Stichwort (oder Tag) einsortierst, ist das überhaupt kein Problem!

Wie auch immer du dein Wissensarchiv aufbaust, eigentlich geht es nur um eine Sache: Verlasse dich nicht darauf, dich an wichtige und spannende Dinge zu erinnern! Schaffe dir ein externes Gehirn und spare Zeit (und Nerven) indem du sicherstellst, dass du immer findest, was du brauchst!

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