Work Smarter, Not Harder! – Die Cloud und Cloud-Dienste

Work Smarter, Not Harder! – Die Cloud und Cloud-Dienste

Das Studium bringt einen immer wieder in Situationen, in denen man einfach nicht genügend Zeit, Kraft, oder beides hat, um die Aufgaben zu erledigen, die vor einem liegen. In diesen Momenten hilft nur eines: nicht härter, sondern klüger zu arbeiten!

In dieser Reihe geht es um Tipps und Tricks rund ums schlaue, zeitsparende und effiziente Arbeiten! Denn: Wer klüger studiert, der hat mehr Zeit für andere Dinge im Leben!

In diesem Beitrag soll es um die Cloud und verschiedene Cloud-Dienste gehen, die dein Leben im Studium nicht nur einfacher, sondern auch effizienter machen.

Was ist denn diese Cloud überhaupt? Ganz einfach gesagt: Wir speichern (und bearbeiten) Daten auf entfernten Servern im Internet um deren Qualitäten, zum Beispiel Sicherheit und Geschwindigkeit, ausnutzen zu können.

Fünf Gründe für die Cloud

Im Studium (aber natürlich auch in der Schule und im Beruf) fallen Unmengen an Daten an, die man besser nicht verlieren sollte.

Neben den offensichtlichen Dingen wie den eigenen Mitschriebe, Seminararbeiten und Unterlagen, sollte man auch den Überblick über die digitale Bürokratie nicht verlieren. Die meisten Universitäten stellen Transcripts, Zertifikate und ähnliches zwischenzeitlich nur noch digital aus.

Die Cloud kann dir dabei helfen! Hier sind fünf gute Gründe, auf Cloud-Dienste zurückzugreifen:

  1. Die Cloud stellt dir, in den allermeisten Fällen, ein eingebautes Backup bereit. Du solltest auf keinen Fall darauf vertrauen, dass dein Laptop schon überleben wird! Nichts ist ärgerlicher, als eine kaputte Festplatte oder ein gestohlenes Laptop; insbesondere, wenn die einzige Kopie der Bachelorarbeit auf besagtem Laptop ist!
  2. Die Cloud sorgt dafür, dass du immer alle Daten zur Hand hast! Die meisten Studierenden arbeiten heute mobil und brauchen ihre Daten nicht nur zu Hause, sondern idealerweise auch auf dem Handy und im Computerlabor in der Universität. Wenn deine Daten in der Cloud liegen, musst du dich nie wieder darüber ärgern, nicht den richtigen USB-Stick dabei zu haben oder dich fragen, welche Version gerade die aktuelle ist.
  3. Die Cloud hilft dir bei der Zusammenarbeit mit anderen. Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei und es war niemals wichtiger, gemeinsam mit anderen effektiv arbeiten zu können. Die meisten Cloud-Dienste erlauben es dir, im Team an einer gemeinsamen Datenbasis zu arbeiten.
  4. Die Cloud wächst mit! Egal wie anspruchsvoll deine Anforderungen auch werden, die Cloud skaliert entsprechend deinen Wünschen! Vorbei ist die Zeit der vollen Festplatte und der zu langsamen Rechenleistung!
  5. Die Cloud hilft dir auch in punkto Zuverlässigkeit. Stell dir vor, dein Laptop funktioniert plötzlich nicht mehr, aber du musst dringend eine Präsentation fertigstellen. Wenn deine Daten in der Cloud liegen, kannst du im Idealfall einfach direkt an irgendeinem anderen internetfähigen Gerät weiterarbeiten.

Cloud-Dienste für den Arbeitsalltag

Es gibt zwischenzeitlich eine Unmenge an Cloud-Diensten und Dienstleistern und man kann fast alles in die Cloud auslagern. Wir möchten, einfachheitshalber, hier zwischen zwei Typen unterscheiden: Diensten für die Datenspeicherung und sonstigen praktischen Onlinewerkzeugen.

Onlinespeicher

Einen Cloudspeicher sollte jeder verwenden, der seine Daten mobil und sicher halten möchte. Im Normalfall erhälst du eine bestimmte Menge an Speicherplatz, über den du verfügen kannst. Meistens werden deine Dateien auch versioniert, das heißt, dass du sozusagen in der Zeit zurückspringen kannst, falls du eine alte Version benötigst.

Es gibt eine Vielzahl von Anbietern, die sich oftmals nicht viel schenken. Meistens ist das Basispaket, mit relativ wenig Speicher, kostenlos. Wir empfehlen, wenn es finanziell für dich möglich ist, auf ein kostenpflichtiges Angebot (oft gibt es sehr gute Deals für Studierende) zurückzugreifen und keine Kompromisse einzugehen: deine Daten sollten es dir wert sein!


StudybeesPlus für WiWis

Bekannte Anbieter sind zum Beispiel:

  • Dropbox (2 GB kostenlos; dann 9,99 € pro Monat)
  • Google Drive (15 GB kostenlos, dann ab 1,99 € pro Monat)
  • Microsoft OneDrive (5 GB kostenlos, dann ab 2 € pro Monat)
  • Box (10 GB kostenlos, dann 9 € pro Monat)
  • Strato HiDrive (ab 1 € pro Monat, deutscher Anbieter)

Ein wichtiger Hinweis: viele Universitäten bieten ihre eigene Dienste für Studierende an, die dann meistens auch kostenlos sind. Schau dir an, ob es an deiner Universität ein solches Angebot gibt und ob es sich für dich eignet!

Onlinetools

Neben der reinen Datenspeicherung gibt es eine ganze Reihe weiterer Cloud-Dienste, die für Studierende spannend sein können. Hier sind ein paar Ideen:

1. Office-Software in der Cloud

Die meisten sind es gewohnt, dass man Dokumente und Präsentationen in Microsoft Office (z.B. PowerPoint) direkt auf dem Computer bearbeitet. Zwischenzeitlich gibt es aber auch viele sehr gute Alternativen, die man direkt im Browser, und auch kollaborativ mit anderen, verwenden kann.

Neben ganzen Office-Paketen wie zum Beispiel der Google Suite (z.B. Google Docs) und Microsoft Office 365 gibt es auch individuellere Produkte wie zum Beispiel Prezi für Präsentationen.

2. Online Kalender und Aufgabenverwaltung

Wer den Überblick über Termine und Aufgaben nicht verlieren möchte, der ist mit einem Onlinekalender (z.B. Google Calendar) und einer Cloud-To-Do-Liste (z.B. Todoist oder Wunderlist) sehr gut beraten.

3. Notizen und Mitschriebe

Digitale Mitschriebe und Notizen sind zwar nicht jedermanns Sache, aber sie haben eine ganze Reihe von Vorteilen. Insbesondere, wenn man mit einem Tablet mit Stifteingabe arbeitet, sind digitale Mitschriebe wirklich eine extrem gute Alternative zum Collegeblock. Damit man auch überall Zugriff auf die eigenen Notizen hat, sollte man auf einen Cloud-Dienst zurückgreifen. Während manche auf Evernote schwören, gibt es zum Beispiel auch immer mehr Verfechter von Microsofts OneNote.

4. Cloud-Gaming

Wer viel arbeitet, der braucht auch ein wenig Abwechslung und Freizeit! Eine relativ neue Entwicklung ist Cloud-Gaming. Du möchtest zwar die aktuellsten Spiele spielen, hast aber keine Konsole und auch keinen Gaming-PC? Dienste wie Liquidsky oder Shadow stellen dir die nötige Rechenleistung zur Verfügung und machen dein altes Laptop gamingtauglich!

5. Rechenleistung!

Schlussendlich gibt es auch die Möglichkeit, direkt Rechenleistung und Server anzumieten. Während diese Option für die meisten Studierenden doch ein bisschen zu nerdy ist, profitieren diejenigen, die zum Beispiel aufwendige statistische Modellierungen oder Modelle rechnen müssen. Die drei größten Anbieter sind Amazon (Amazon Web Services), Microsoft (Azure) und Google (Google Cloud). Alle drei Anbieter stellen Studierenden ein gewisses Kontingent an Rechenleistung kostenfrei zur Verfügung!

Risiken und Alternativen

Jetzt, wo wir die Cloud ins Höchste gelobt haben, müssen wir nur noch kurz auf die Risiken zu sprechen kommen. Jede Wolke, so sagen manche, wird früher oder später abregnen müssen! Die Nutzung von Cloud-Diensten bringt insbesondere drei Risiken mit sich:

  1. Der Datenschutz! Sobald du in der Cloud arbeitest, gibt du anderen Zugriff auf deine Daten. Inwiefern das ein Problem ist, kannst aber nur du selbst beurteilen.
  2. Das Sicherheitsrisiko! Auf der einen Seite gewinnst du an Sicherheit (z.B. durch gute Backups), auf der anderen Seite gibt es aber natürlich auch eine größere Angriffsfläche. Wenn deine Daten nur auf deiner Festplatte zu Hause liegen, haben mögliche Angreifer natürlich weniger Chancen, als wenn deine Daten auf vielen Rechner zur Verfügung stehen.
  3. Die Abhängigkeit! Durch die Verwendung von Cloud-Dienstleistern, machst du dich abhängig von den jeweiligen Anbietern. Wenn ein Anbieter spontan beschließen sollte, den Dienst einzustellen, solltest du einen Plan B haben.

Aus diesem Grund solltest du über folgendes Nachdenken: Welchen Anbietern vertraue ich mit meinen Daten und wie sieht die Rechtslage (zum Beispiel: Anbieter aus Deutschland vs. Anbieter aus den USA) aus? Wie groß ist das Risiko für dich und wie sensitiv sind die Daten, die du in die Cloud lädst? Schlussendlich könntest du auch noch über die Möglichkeit nachdenken, deine eigene Cloud aufzusetzen (zum Beispiel mit einem NAS-System).

Mehr?  Was ist die PQ4R-Methode?