Wer im Studium erfolgreich sein will, muss Verantwortung übernehmen!

Fast alle Studierenden stellen sich irgendwann die Frage, was sie tun können, um im Studium erfolgreich(er) zu sein. Ein Teil der Antwort auf die Frage sind zum Beispiel bessere Lernstrategien, ein wenig Auslandserfahrung,  ein guter Semesterstart  und ein paar Geheimtipps für bessere Referate und Präsentationen.

Das Wichtigste ist aber, so unangenehm diese Erkenntnis auch ist, Verantwortung für das eigene Studium und sich selbst zu übernehmen. Wer es schafft, sein Studium in die eigene Hand zu nehmen und nicht mehr ständig versucht, die Verantwortung abzuwälzen, wird fast automatisch erfolgreicher im Studium und später der Karriere werden.


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Um das etwas konkreter zu machen, schauen wir uns jetzt drei Bereich an, in denen man Verantwortung übernehmen kann und sollte.

Verantwortung für die eigenen Entscheidungen

Das Studium beginnt immer, zwangsläufig, mit einer Entscheidung: Ich studiere BWL in Mannheim! Das ist ein großer und schwerer Schritt, dem nicht selten ein langer Prozess und vielleicht auch etwas Druck vorausgeht.

Wichtig ist jetzt aber, dass man während des eigenen Studiums niemals vergisst, dass das, was man gerade tut, einmal eine eigene Entscheidung war. Wer die Verantwortung für die eigenen Entscheidungen übernimmt, muss sich immer wieder aufs neue fragen: War meine Entscheidung gut? Ist meine Entscheidung immer noch gut, oder muss ich etwas ändern?

Als Mensch der studiert, muss man sich jeden Tag fragen, ob man (noch) das Richtige tut. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass man bei der kleinsten Hürde alles hinschmeißen soll oder darf! Wer aber Tag für Tag, Woche für Woche, keine Freude und kein Interesse an dem hat, was in der Uni passiert, muss die Verantwortung übernehmen und eine harte Entscheidung treffen!

Die Verantwortung für die eigenen Entscheidungen trägt man aber auch im kleinen: Wer anstelle zu lernen lieber Party gemacht hat, braucht nicht seinen Dozenten vollheulen. Wer sich entschlossen hat, im Auslandssemester eigentlich eher nichts zu tun, muss sich nicht wundern, wenn nichts angerechnet wird. Wer nie in die Vorlesung gegangen ist, braucht sich nicht zu beschweren, dass etwas in der Klausur vorkam, das so nicht im Skript war.

Der Punkt ist aber ein anderer: Es geht nicht darum, keine ‚dummen‘ Entscheidungen zu treffen (die fragwürdigen Dinge sind wichtig), sondern es geht darum, für die eigenen Entscheidungen einzustehen!

Verantwortung für das eigene Lernen

In der Schule haben die eigenen Lehrer und Lehrerinnen eine gewisse Verantwortung dafür zu sorgen, dass ihre Sprösslinge etwas mitbekommen. In der Hochschule kannst du als Studierender diese Erwartung schlichtweg nicht mehr stellen!

Die Aufgabe deiner Hochschule ist es, dir ein richtig gutes Angebot zu machen. Ob du dieses Angebot, etwas zu lernen und Erfahrungen zu machen, nun wahrnimmst oder nicht, ist ganz alleine dein Problem! Die einzige Person, die dich zum lernen zwingen kann, bist du selbst – und das ist gut so!

Am Ende, oder vielmehr am Anfang, des Tages triffst du die Entscheidung ob und was du lernen möchtest. Wenn das Angebot schlecht ist, musst du die Verantwortung für dein Lernen übernehmen und etwas daran ändern. Such dir Alternativen; wenn es gar nicht anders geht, such dir eine andere Hochschule oder verändere deine eigene.

Du entscheidest ganz alleine, wie viel und was du in deiner Zeit an der Hochschule lernen und mitnehmen kannst. Klar, es gibt gewisse Strukturen, die dir einen sehr wichtigen Rahmen geben. Beschwere dich aber nie darüber, dass du nicht genügend lernst oder dass die Ausbildung nicht gut genug ist. Wir leben in einer Zeit, in der jeder und jede so ziemlich alles lernen kann, wenn er oder sie nur möchte.

Verantwortung für die eigene Zukunft

Genauso, wie du die Verantwortung für deine eigenen Entscheidungen und für dein Lernen tragen musst, ist es deine Aufgabe, sicherzustellen, dass deine Zukunft so wird, wie du das möchtest. Deine Universität und deine Dozierenden werden sich die beste Mühe geben, dir Angebote zu machen, die es dir erlauben, dich auf verschiedene Situationen vorzubereiten. Ein Studium, mit wenigen Ausnahmen, ist aber keine Berufsausbildung. Wenn du eine solche gewollt hättest, hättest du ja eine machen können!

Es ist dein Job, so zu studieren, dass dein Abschluss dir später die Türen öffnet, die du geöffnet haben möchtest. Wenn du weit kommen willst, darfst du dich nicht mit den Mindestanforderungen zufrieden geben. Es interessiert später, absolut zu Recht, niemanden dass in deinem Studium nur ein Praktikum verpflichtend war. Es interessiert später auch niemanden, dass man in deinem Studiengang keine quantitativen Methoden kennengelernt hat – deine Entscheidung, diese Lücke nicht zu füllen.

Es ist klar wo das hingeht: Es ist ganz alleine deine Verantwortung, die Dinge zu tun, die zu der Zukunft führen, die du anstrebst. Schieb diese Verantwortung nicht ab, sondern werde zum Architekten deines Bildungs- und Karriereweges!

Harte Worte

Du sagst jetzt vielleicht, durchaus zu recht, dass die Hochschule mehr sein muss und kann, als nur eine Art liberaler Dienstleister und dass du erwarten kannst, geführt zu werden. Das stimmt – zumindest ein Stück weit – und die obige Darstellung ist mit Sicherheit provokativ und ins Extrem getrieben.

Gleichzeitig ist es aber auch ganz klar, dass du im Studium erfolgreicher sein wirst, wenn du Entscheidungen – alles vom Studienabbruch bis hin zum Wahl des Themas für die Hausarbeit – in deine eigene Hand nimmst. Das heißt nicht, dass du dir keinen Rat einholen kannst, oder nicht um Hilfe fragen darfst.

Am Ende studierst du aber nur für dich, für dich und deinen eigenen Weg. Sorge also dafür, dass das in die Richtung geht, die du möchtest.

Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe.

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