Was soll ich studieren? Was will ich studieren? Fünf Tipps für eine gute Studienwahl!

Entscheidung Studienwahl

Du hast gerade dein Abi in der Tasche und denkst darüber nach, was du studieren sollst? Du hast schon ein paar Semester hinter dich gebracht, aber irgendwie passt es nicht mehr? In jedem Fall ist die Entscheidung für einen bestimmten Studiengang und natürlich auch für einen bestimmten Ort wirklich keine einfache.

Die schlechte Nachricht zuerst: Ein Patentrezept für die Studienwahl gibt es leider nicht. Bei mehreren tausend Studiengängen und rund 400 Hochschulen ist die Wahl schier unbegrenzt. Ein paar gute Tipps, die dabei helfen eine Entscheidung zu treffen, gibt es aber natürlich schon. Zuerst einmal aber das Wichtigste: keine Panik, egal wie du dich entscheidest, es gibt immer die Möglichkeit, nochmal einen anderen Weg einzuschlagen!

1. Die eigenen Prioritäten finden

Um eine gute Entscheidung zu treffen, solltest du wissen, was du willst. Das ist natürlich einfacher gesagt als getan – sonst müsste es ja diesen Artikel auch nicht geben. Anstelle dich auf das Studienfach selbst zu konzentrieren, versuche mit grundlegenderen Fragen zu beginnen: Soll es ein Vollzeit- oder ein Teilzeitstudium werden? Wie weit darf (oder soll) dein Studienort von deiner Heimat entfernt sein? Welche Rolle spielen Karriereoptionen ganz generell für dich? Darf es auch eine Fachhochschule sein, oder kommen nur Universitäten in Frage? Soll es eine Großstadt oder lieber ein romantisches Örtchen werden?


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Findest du auf zumindest ein paar solcher Fragen Antworten für dich, kannst du deine Studienwahl schon einmal ziemlich einschränken. Sei dir bewusst darüber, dass die Rahmenbedingungen, neben dem Fach, eine große Rolle darin spielen werden, wie deine Studienerfahrung aussehen wird.

2. Was kann ich und was will ich können?

Natürlich solltest du dir Gedanken darüber machen, wo deine Stärken und wo deine Schwächen liegen. Viel wichtiger als das, was du schon kannst, sind aber die Dinge, die du gerne können würdest! Nur weil du in der Schule nicht die Beste in Physik warst, heißt doch noch lange nicht, dass ein naturwissenschaftliches Studium für dich unmöglich wird – solange du ehrliches Interesse hast. Sei ehrlich zu dir selbst: Wenn du zwar immer gut in etwas warst, aber eigentlich keinen Spaß daran hast, studiere es nicht! Fünf Jahre deiner Lebenszeit sind wirklich zu schade, um sie für etwas zu vergeuden, dass dir keinen Spaß macht – ganz abgesehen davon, dass du dann auch nicht besonders viel lernen wirst. Strebst du natürlich eine ganz bestimmte Karriere an, kann es sein, dass du einen Leidensweg gehen musst. Das ist dann aber eine andere Geschichte …

3. Ausprobieren und mit Menschen sprechen

Niemand verbietet dir, mit Studierenden zu sprechen oder dich in eine Vorlesung zu setzen. Wenn du das Glück hast, eine Uni-Stadt in deiner Nähe zu haben, nimm dir einfach mal ein oder zwei Tage Zeit und probiere das Studieren aus. Setz dich in verschiedene Vorlesungen (die Termine und Orte gibt’s im ‚Vorlesungsverzeichnis‘), trink einen Kaffee in der Mensa und quatsch einfach mal ein paar Studenten an, die das studieren, worüber du nachdenkst.

Eine gute Alternative sind natürlich auch Facebookgruppen und die Fachschaften. Kurz gesagt, sprich mit Leuten, die die Studienwahl (erfolgreich) hinter sich gebracht haben und versuche, das Studium ein wenig zu erleben. Vergiss auch nicht, dass es zu fast allen Fächern Vorlesungen auf YouTube und Co. gibt, die du dir anschauen kannst.

4. Studienberatung und Tests

Viele Universitäten und Hochschulen bieten Beratungsangebote an, bei denen du mit Studienberatern sprechen kannst – das kann eine tolle Chance sein. Außerdem gibt es eine Reihe von mehr oder weniger guten Online-Tests, die dir aber durchaus eine Idee geben können, was ‚das Richtige‘ für dich ist.

Das Borakel der Universität Bochum testet zum Beispiel deine Fähigkeiten und schlägt dir dann Fächer vor, dir zu dir passen könnten.

5. Modulhandbücher und Studienordnungen lesen

Der langweiligste, aber vielleicht wichtigste Tipp kommt am Ende. Beim Studium gilt, dass nicht immer drin ist, was draufsteht. Nur weil ein Studiengang einen ganz besonders tollen Namen hat, bedeutet das noch lange nicht, dass die Inhalte auch wirklich zu dir passen. Üblicherweise gibt es zu jedem Studiengang eine sogenannte ‚Prüfungsordnung‘ und ‚Modulhandbuch‘. Diese sind von Universität zu Universität verschieden und gibt es üblicherweise auf den Webseiten der Hochschulen.

Wenn du nun also einen Studiengang gefunden hast, der für dich interessant klingt, wirf einen Blick in diese Dokumente. Das Modulhandbuch verrät dir, welche Veranstaltungen (Vorlesungen, Seminar, etc.) du zu welchem Zeitpunkt im Studium absolvieren musst. Die Prüfungsordnung legt die Rahmenbedingungen und Regeln – zum Beispiel Sprachvoraussetzungen – fest. Kurz gesagt: Informiere dich!

Abschließend sei noch gesagt, dass es oft clever ist, sich von groß nach klein vorzuarbeiten. Du hast keine Ahnung, was du studieren sollst, hast aber Spaß an Sprachen? Dann schaue dir das Angebot der philologischen Institute an und suche dir erst einmal einen sehr allgemeinen Studiengang – die Spezialisierung kann dann immer noch später erfolgen!