Was man während des Studiums tun sollte

Das Studium kann ganz schön schlauchen: Dauernder Klausurenstress, Hausarbeiten, die sich nicht von alleine schreiben und die steigenden Anforderungen an Uni-Absolventen können einem das Studium ganz schön vermiesen. Wo ist denn noch unser Privatleben? Trotz des Stresses gibt es einige Dinge, die man während des Studiums auf gar keinen Fall vergessen sollte! Wir haben für Euch die schönsten und nützlichsten Tätigkeiten zusammengetragen.

Warum gerade während des Studiums?

Warum sollte man denn diese Dinge überhaupt im Studium tun? Schließlich dauert das Studium in der Regelstudienzeit nur drei Jahre im Bachelor bzw. fünf Jahre im Master – aber natürlich schafft weniger als die Hälfte der Studis dieses doch etwas knapp bemessene Zeitfenster. Dass die Regelstudienzeit nicht für alle Dinge, die wir noch vorstellen, reicht, natürlich klar. Aber nach eigenem Geschmack sollte man selektieren, was für Euch individuell besonders interessant sein könnte.

Jedenfalls ist ganz klar: Auch bei dem größten Studienstress hat man hier mehr Zeit als im späteren, regulären Berufsleben. Die meisten von uns wollen dann mit Sicherheit erst einmal  in Vollzeit arbeiten gehen. Der reguläre Urlaubsanspruch besteht lediglich aus dünnen vierundzwanzig Tagen pro Jahr, die reguläre Arbeitszeit am Werktag geht von acht bis siebzehn Uhr. Es bleibt also nicht viel Zeit für größere, private Projekte, Leidenschaften oder lange Trips in andere Länder.

Auch wenn die vorlesungsfreie Zeit natürlich nicht komplett frei von Verpflichtungen und Arbeit ist: Mit gutem Zeitmanagement und einer entsprechend souveränen Studienorganisation kann man hier noch Projekte und Träume verwirklichen, für die später keine Zeit mehr bleibt. Natürlich wird es Leute geben, die jetzt sagen, dass das im Studium nicht mehr möglich wäre – aber seien wir ehrlich: Wer Privatleben, Studium und einen möglichen Nebenjob gut organisiert und aufpasst, dass hier einige Freiräume bleiben, kann es trotzdem noch schaffen!

Den Führerschein nachholen

Was man während des Studiums tun sollte

Der Führerschein ist heutzutage obligatorisch – viele Studierende haben ihn trotzdem noch nicht.

Den Führerschein macht doch jeder noch in der Schulzeit, oder? Dieser weit verbreitete Irrglaube existiert immer noch. Dabei haben viele Studierende gar keinen Führerschein erworben. Gerade in den großen Universitätsstädten wie Berlin, Hamburg oder München mag das auch gar kein Problem sein. Aber woher weiß man, dass man auch im Berufsleben dort bleiben kann? Und selbst, wenn wir in der Region bleiben können, ist keinesfalls garantiert, dass wir dort mit dem öffentlichen Personennahverkehr oder Fahrgemeinschaften auch gut hinkommen.

Zweifelsohne ist es immer ein Vorteil, über einen Führerschein zu verfügen – viele Firmen setzen dies mittlerweile so selbstverständlich voraus, dass sie es kaum noch aus den Bewerbungsunterlagen erfahren wollen. Insofern ist ein Führerschein eher eine obligatorische Qualifikation denn ein Luxus, den sich Großstädterinnen und Großstädter nicht leisten müssten. Während des Studiums hat man noch die Zeit, ohne große Einbußen den Führerschein zu machen. Längst ist die Ausbildung nicht mehr so dröge wie früher und setzt auf moderne Maßnahmen, um die Fahrpraxis anschaulich an Fahrschülerinnen und Fahrschüler heranzubringen.

Ein langer Trip in die Ferne

Während der Führerschein tendenziell eher zu den absolut notwendigen Dingen zählt, die (fast) jeder Mensch für seinen beruflichen Weg braucht, geht es nun eher um Erfahrungen, von denen man sein Leben lang zehren kann. Einige machen es bereits schon im Abitur, aber bei anderen Menschen reichen Zeit und Geld nicht aus, um einen Trip in die Ferne zu machen. Einmal die Größe unserer Erdkugel zu erleben, indem wir zum Beispiel als Backpacker einfach in die Ferne fliegen und dort ein paar Wochen oder sogar Monate zu verbringen, ist aber ein Traum, den wir uns verwirklichen können.

Besonders schön: Unseren Vorstellungen sind praktisch nur finanzielle und zeitliche Grenzen gesetzt. Südostasien ist sicherlich ein Traumziel für viele, die in die Ferne wollen, lockt doch die Vorstellung einer tropischen Vegetation und fremden Kulturen. Kleiner Tipp: Wenn man sich einen solchen Trip organisiert, sollte man immer die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes berücksichtigen, um bösen Überraschungen aller Art entgegenzuwirken.

Ob man diese Art von Reise dabei allein oder lieber mit Partnerinnen bzw. Partnern oder Freunden antritt, ist dabei eine ganz individuelle Sache und stark davon abhängig, welche Erfahrungen man auf der Reise sucht. Wenn es eher um eine unvergessliche Zeit geht, von der man abends gerne erzählt und die man mit anderen Menschen teilt, bietet es sich an, mit mehreren Personen zu reisen. Wer aber auch die Unsicherheiten auf einer solchen Reise spüren und die eigenen Grenzen erleben will, sollte sich alleine auf den Weg machen. Es ist gar nicht so leicht, sich in unserer hektischen und digitalisierten Zeit noch selbst zu spüren – auf einer solchen Reise während des Studiums kann man dies allerdings auf jeden Fall.

Praktika in verschiedenen Bereichen

Praktika während des Studiums

Praktika können bei beruflichen Orientierung enorm weiterhelfen.

Wer sich bereits auf einer solchen Reise mit neuen Eindrücken vollgesaugt hat, wird sicherlich Fortschritte bei der persönlichen Entwicklung große Schritte nach vorne gemacht haben. Nichtsdestotrotz: Selbst die Menschen, die sich in ihrem Studienfach wohlfühlen, wissen oft gar nicht so genau, in welche berufliche Richtung sie eigentlich nach dem Abschluss gehen möchten. Deshalb ist es so wichtig, mit verschiedenen Praktika während des Studiums hier und dort hinein zu schnuppern und zu erfahren, wohin die Leidenschaft einen zieht.

Für die Praktikumswahl sollte man so offen sein, auch diejenigen Berufe für ein Praktikum in Betracht zu ziehen, die zwar etwas mit den Studieninhalten zu tun haben, die aber auf den ersten Blick eher weniger interessieren. Womöglich stellt sich schnell heraus, dass das Praktikum hier schon viel genützt hat und man Vorurteile abbauen konnte – vielleicht erweist sich das vermeintlich ungeliebte Gebiet aber auch als das, was den eigenen Neigungen in Wirklichkeit doch völlig entspricht?

Engagement und Bildung

Nie wieder gibt es im ganzen Leben eine Zeit, die so viel Raum für Engagement und Bildung gibt und dazu so anregt wie die Studienzeit. Auch hier gilt natürlich wieder: Ein gutes Zeitmanagement ist die grundsätzliche Voraussetzung dafür, dass man Zeit für Engagement und Bildung hat – aber sie können fürs ganze Leben bereichernd sein.

Engagement ist in vielen Bereichen möglich: Sei es für Geflüchtete oder politisch, wie etwa in der Hochschulpolitik oder den Jugendorganisationen verschiedener Parteien, sei es bei den örtlichen Tafeln oder anderen Institutionen. Durch diese Tätigkeiten kann man nicht „nur“ anderen Menschen helfen, sondern zudem das eigene Fremdverstehen fördern und sich zudem orientieren. Egal, wo man sich engagiert: Früher oder später trifft man auf Menschen, die ganz andere Hintergrundgeschichten haben als man selbst. Es kann dem eigenen Leben nur zuträglich sein, wenn man während des Studiums auf ganz andere Charaktere trifft.

Was Bildung angeht, so hat man mit den Universitätsbibliotheken einen unermesslich großen Schatz an Wissen in der eigenen Umgebung. Nur leider nehmen viele Studierende diesen gar nicht so wahr: Völlig in der eigenen Lektüre eingekesselt, schauen sie selten über den Tellerrand. Das ist bedauerlich, denn gerade in den eher allgemeinbildenden Fächern wie etwa der Germanistik, der Geschichte oder der Soziologie kann man viel über Literatur, Kulturen und menschliches Handeln lernen. Auch das Beschäftigen mit klassischer Philosophie kann zum Nachdenken anregen – was will man mehr?

Übrigens finden an den meisten Hochschulen regelmäßig Vorträge von Gastdozierenden und heimischen Professorinnen und Professoren statt. Da diese kostenlos sind, gibt es hier Perspektiven, Meinungen und Argumentationen gepaart mit nützlichen Sachinformationen zu zahllosen Themen. So lange man die Möglichkeit während des Studiums hat, sollte man sie also unbedingt wahrnehmen!

FAZIT

Selbstverständlich gibt es noch viele weitere Maßnahmen, um im Studium Erfahrungen zu sammeln, die alle an dieser Stelle gar nicht ausführlich erläutert werden können. Wichtig ist es vor allem, sich an die eigenen Möglichkeiten zu erinnern und sie auch, je nach Interesse, zu nutzen – schließlich ist das Studium mit seinen Freiräumen schneller vorbei, als man denkt.

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