Was ist eigentlich Ghostwriting? (Und ist das Ganze legal?)

Was ist eigentlich Ghostwriting?

Die nächste Hausarbeit steht an und ihr habt Angst vor der nächsten schlechten Note. Also engagiert ihr eine Ghostwriting-Agentur. Eine was bitte?

Ghostwriter – oder auch Auftragsschreiber – verfassen im Auftrag Anderer Texte. Allerdings steht schlussendlich nicht der Name des eigentlichen Verfassers – nämlich des Ghostwriters – darunter, sondern der Name des Auftraggebers. Das sieht man oft bei Biographien, in der Politik oder auch bei Prominenten. Dort ist das Ganze auch zulässig und bekannt – schließlich wissen wir alle, dass Politiker nicht ihr eigenen Reden verfassen. Zumindest nicht vollständig. Auch im akademischen Bereich gibt es Ghostwriter. Allerdings ist hier Vorsicht geboten.


StudybeesPlus für WiWis

Ghostwriting als Studierhilfe?

Es gibt zahlreiche Ghostwriting-Agenturen, die Studierenden anbieten, für sie nicht nur Haus- und Seminararbeiten, sondern auch Bachelor- und Masterarbeiten zu schreiben. Geworben wird oft damit, dass die dortigen Autoren sehr gründlich seien, tolle Leistungen erbringen und eine gründliche Plagiatsprüfung vornehmen. Klingt zu schön um wahr zu sein? Richtig geraten.

Eine Sache, die all diese Agenturen ihren Kunden (den Studenten) verschweigen, ist, dass Ghostwriting an jeder Hochschule illegal ist. Das ist nicht nur in der Prüfungsordnung geregelt, sondern steht auch in der Plagiatserklärung, die ihr mit jeder wissenschaftlichen Arbeit einreichen müsst.

Abgesehen davon sind viele Ghostwriter richtig schlecht. Sie besuchen ja auch nicht eure Kurse, gehen nicht zur Uni und kennen eure Dozenten nicht. Und selbst wenn ihr mal jemanden erwischt, der euch eine tolle Arbeit schreibt, müsst ihr dafür eine ganze Menge Geld hinlegen. Das kann schnell in die Tausende gehen. Ob es das wirklich wert ist? Schließlich könnt ihr immer noch erwischt werden und wer möchte schon 2000€ für eine Hausarbeit bezahlen, nur, um dann zwangsexmatrikuliert zu werden?

Ist Ghostwriting dasselbe wie ein Plagiat?

Grundlegend: Nein. Ghostwriting ist an sich kein Plagiat, da man von einem Plagiat spricht, wenn man sich die z.B. die Ideen und Formulierungen anderer Leute benutzt, ohne auf diese Quellen zu verweisen. Es handelt sich dann nämlich um Ideenklau. Beim Ghostwriting ist das anders, hier wird ja im Auftrag einer Person ein Text geschrieben, wobei sich beide Parteien darüber einig sind, dass der Auftraggeber letztlich so tut, als hätte er oder sie es geschrieben.

Die Plagiatserklärung bezieht sich somit nicht nur auf Plagiate, sondern darauf, dass alles selbstständig verfasst wurde. Passenderweise wird sie daher auch manchmal als Selbstständigkeitserklärung bezeichnet.

Ghostwriting als last resort?

Auch, wenn ihr mal unter Zeitdruck steht, und wisst, dass es mit der Hausarbeit diesmal nichts wird, solltet ihr euch nicht an einen Ghostwriter wenden. Auch würden wir euch nicht empfehlen, stattdessen einfach eine vorgefertigte Hausarbeit für 9,99€ im Internet runterzuladen oder einfach Passagen aus Wikipedia rauszukopieren. Plagiate fliegen nämlich in den meisten Fällen auf und bringen euch damit mindestens eine nicht-bestandene Leistung ein – und wer weiß, was noch.

Falls es bei euch also mal mit einer Hausarbeit nicht klappt, solltet ihr nicht verzweifeln. Die meisten Dozenten sind in diesen Fällen kulant und geben euch eine Verlängerung der Deadline. Im schlimmsten Fall muss der Kurs eben wiederholt werden. Und wenn euch das Schreiben wirklich schwerfällt, gibt’s ja immer noch Nachhilfe. Wir von Studybees bieten auch einen Onlinekurs „Wissenschaftliches Schreiben“ an, bei dem wir euch Schritt für Schritt das Verfassen einer Hausarbeit beibringen. Danach müsst ihr nie wieder mit dem Gedanken, einen Ghostwriter zu engagieren, befassen.

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