kolloquium

Es ist soweit: Nach den endlos langen Semestern, die du in den letzten Jahren hinter dich gebracht hast, stehst du nun endlich vor deinem letzten. Doch leider ist mit dem letzten Semester an der Hochschule auch einiges mit Arbeit verbunden. Denn in fast allen Studienfächern heißt es jetzt: Die große Bachelorarbeit steht an.

Allein das Schreiben der Arbeit löst bei manchen schon Angstschweiß aus, doch es kommt noch etwas dazu – das Kolloquium.

Oder auch anders genannt: Die Verteidigung deiner Bachelorarbeit.

Das hört sich natürlich erst einmal danach an, als müsstest du deine Arbeit rechtfertigen, weil sie von anderen nicht angesehen wird. Doch so ist das eigentlich gar nicht.

Das Kolloquium löst bei so manchen Studierenden regelrecht Panik aus. Wir fühlen uns an die Schulzeit zurückerinnert und an unser mündliches Abitur, welches schon schlimm genug war. Warum also das ganze nochmal erleben? Doch so schlimm ist das Kolloquium gar nicht. Wir verraten dir, was das Kolloquium eigentlich ist, warum du es machen musst und wie du dich am besten darauf vorbereitet.

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Kolloquium – Was ist das?

Das Wort Kolloquium stammt aus dem Lateinischen und heißt so viel wie „Gespräch“. Zwar wird es in den meisten Fällen auch als Verteidigung der Bachelorarbeit bezeichnet, aber im Grunde führt ihr ein wissenschaftliches Gespräch mit euren Prüfern. Dabei wird zwischen zwei Arten des Kolloquiums an Hochschulen unterschieden. Denn entweder belegt ihr ein Kolloquium bevor ihr überhaupt die Bachelorarbeit anfängt zu schreiben oder das Kolloquium findet nach der Abgabe der Arbeit statt und dient somit als mündliche Prüfung.

Solltet ihr das Kolloquium noch vor der eigentlichen Bachelorarbeit haben, wird dies in der Regel von eurem Ansprechpartner geführt, bei dem ihr die Arbeit schreiben wollt. Im Laufe des Kurses müsst ihr dann Vorträge und Diskussionen über euer Thema halten, bei denen sich eure Kommilitonen beteiligen. Das dient aber nicht dazu euch bloßzustellen, sondern eher dazu, euch zu helfen. Denn dadurch könnt ihr euch Anregungen holen oder andere Gedankensprünge hören, die ihr vorher vielleicht nicht auf dem Schirm hattet.

Das Kolloquium findet an fast allen Hochschulen und fast allen Studiengängen statt. Wenn ihr herausfinden wollt, ob euch eine Verteidigung eurer Bachelorarbeit bevorsteht, müsst ihr einfach in eure Prüfungsordnungen schauen. Dort steht meistens, ob euch ein Kolloquium erwartet oder ob andere Bedingungen, die für euren erfolgreichen Abschluss beitragen, herrschen. Das Kolloquium wird außerdem meistens benotet. Die Note fließt dann in eure Gesamtnote mit ein, aber an eurer Bachelorarbeit ändert sie nichts mehr! Das heißt also, dass die Note des Kolloquiums eure Bachelorarbeit nicht verbessern, aber auch nicht verschlechtern kann.

Wie läuft das Kolloquium ab?

Die meisten Studierenden haben eine riesen Angst vor dem Kolloquium, weil sie einfach nicht wissen, was denn überhaupt auf sie zukommt. Daher haben wir euch einen kleinen Überblick zusammengestellt, damit ihr bereits eine Ahnung habt, wie so eine Verteidigung abläuft. Falls ihr also die Variante des Kolloquiums habt, bei der ihr nach Abgabe eurer Bachelorarbeit ranmüsst, könnt ihr gerne weiterlesen.

Natürlich variiert die Art und der Ablauf des Kolloquiums von Hochschule zu Hochschule (wie sollte es auch anders sein?). In der Regel dauert es aber zwischen 30 und 60 Minuten. Das hört sich zwar nach einer langen Zeit an und selbst das mündliche Abitur wirkt mit den 20 Minuten eher mickrig dagegen, aber wie heißt es so schön: Es geht schneller vorbei, als ihr denkt. In den ersten 20 Minuten des Kolloquiums müsst ihr eure Bachelorarbeit präsentieren. Das heißt natürlich nicht, dass ihr eure Arbeit nur runterrattern müsst, sondern euch auf eure Ergebnisse und Kernthesen spezialisiert. Dabei geht es vor allem darum, warum das Thema eigentlich wichtig ist und warum die Fragestellung interessant ist. Ihr müsst die Prüfer also von eurer Arbeit überzeugen und ihnen klarmachen, dass sie einen Mehrwert hat.

Nach den 20 Minuten beginnt dann die Diskussion. Dabei stellen euch die Prüfer einige Fragen zu eurer Arbeit, die ihr beantworten müsst. Es kann zum Beispiel vorkommen, dass ihr gefragt werdet, wieso ihr nur diese bestimmte Theorie benutzt habt, aber nicht eine andere. Oder es werden Fachwörter abgefragt, die ihr in eurer Arbeit oft benutzt habt und die nochmal definieren müsst. Manchmal kann es auch vorkommen, dass die Prüfer euch sagen, dass sie eine bestimmte Kritik an einer Stelle eurer Arbeit haben. Dagegen müsst ihr dann sachlich argumentieren und eure Vorgehensweise miteinbeziehen.

Vor den Fragen müsst ihr auch gar keine Angst haben. Denn ihr habt wochenlang an dieser Arbeit geschrieben und euch intensiv mit dem Thema und der Fragestellung auseinandergesetzt. Damit seid ihr die Vollprofis und wisst genau, wovon eure Arbeit handelt und was sie aussagt. Im Grunde genommen ist es euer Werk, in das ihr viel Zeit, Geduld und Motivation reingesteckt habt. Lasst euch also nicht den Kopf verdrehen, sondern lest euch eure Arbeit vor dem Kolloquium einfach nochmal durch.

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Was muss man bei einem Kolloquium beachten?

Das Wichtigste ist natürlich, dass ihr vorbereitet in die Verteidigung geht. Denn wenn ihr nicht viel dafür macht, wird es auch kein Erfolg. Daher solltet ihr euch vorher eure Arbeit nochmal durchlesen und euch mit ihr beschäftigen. Außerdem solltet ihr auch die Zeit im Auge behalten. Denn ihr solltet nicht unter, aber auch nicht über die 20 Minuten Präsentation kommen, da sich das sich negativ auf eure Note auswirken kann. Die Zeit solltet ihr auch keineswegs überschätzen. 20 Minuten Sprechzeit hören sich erst mal ziemlich lange an und viele fragen sich, wie sie das überhaupt füllen sollen. Doch am Ende geht es schneller als gedacht und im Endeffekt hätten noch viel weitere Informationen übermittelt werden können. Achtet also auf die Zeit und versucht diese so gut wie es geht einzuhalten. Darüber hinaus könnt ihr noch folgende Tipps beherzigen:

Übung macht den Meister

Wer im Kolloquium gut abschneiden will, der sollte dafür auch kräftig üben. Ihr könnt euch euren Text aufschreiben und diesen dann so oft es geht wiederholen und vortragen. Dabei könnt ihr ihn entweder alleine vor euch selbst vortragen oder die bessere Variante wählen und sie vor einem Freund oder Familienmitglied vortragen. Somit bekommt ihr schon mal ein Gespür für den Vortrag und bekommt außerdem Rückmeldung von Freunden und Verwandten und könnt gegebenenfalls eure Präsentation anpassen. Außerdem könnt ihr durch Übung auch auf die Zeit achten. Ihr werdet sehen, ob ihr noch ein wenig mehr Text braucht oder ob ihr sogar über der Zeit liegt und müsst euren Vortrag ein wenig kürzen. Auch wenn ihr euch dämlich dabei vorkommt, den Vortrag zu üben, hilft euch das später enorm weiter.

Der Auftritt muss stimmen

Wie ihr vor den Prüfern auftretet, ist ziemlich wichtig. Angefangen bei der Kleidung: Es ist hoffentlich jedem bewusst, dass Jogginghosen oder fleckenbeschmierte Hemden absolut tabu sind. Das heißt aber auch nicht, dass ihr im Anzug und Krawatte oder im weiblichen Business Look antreten müsst. Ihr solltet euch natürlich wohlfühlen, in dem was ihr da tragt. Trotzdem solltet ihr auf ordentliches Schuhwerk und angemessene Kleidung achten. Das macht einen ersten guten Eindruck und wirkt sich positiv auf euer Auftreten aus.

Drüber hinaus ist auch eure Körpersprache ein wichtiger Punkt. Ihr solltet eure Prüfer so oft es geht anschauen und aufrecht stehen. Ihr könnt während eures Vortrags auch auf und ab gehen, das zeigt, dass ihr bei der Sache seid. In Sachen Notizen kommt es immer auf den Prüfer an. Falls welche erlaubt sind, könnt ihr hin und wieder darauf schauen, um eure Gedanken zu sammeln und schauen, ob ihr etwas Wichtiges vergessen habt. Ihr solltet es aber auf ein Minimum beschränken und nicht alle 5 Sekunden einen Blick darauf werfen.

Sprecht euch vorher mit eurem Prüfer ab

Bevor ihr in das Kolloquium reinspaziert, solltet ihr euch dringend davor mit eurem Prüfer absprechen. Allen voran über Zeit und Raum, wo das ganze überhaupt stattfinden soll. Darüber hinaus, solltet ihr euch auch über Hilfsmittel informieren. Darunter zählen Notizen zu eurem Vortrag sowie eventuelle Präsentationen mit PowerPoint. Denn wenn ihr einfach so eine Präsentation auf eurem Laptop vorbereitet und dann am Tag des Kolloquiums erfährt, dass es nicht zulässig ist, steht ihr ziemlich blöd da. Deshalb solltet ihr euch vor dem Kolloquium unbedingt mit eurem Prüfer absprechen! Wenn ihr eine PowerPoint Präsentation benutzen dürft, stellt außerdem sicher, dass ihr sie auch auf einem Stick abspeichert. Denn wir alle wissen, dass Laptops am Tag einer Präsentation gerne mal Probleme machen.

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Fazit

Viele Studierende haben Panik, wenn es um das Kolloquium geht. Dabei gehört es leider zu fast jedem Studiengang und wird für einen erfolgreichen Bachelorabschluss vorausgesetzt. Doch so gravierend ist das Kolloquium nicht. Es geht einfach nur darum, die eigene Bachelorarbeit nochmal zu besprechen und auf Rückfragen informativ antworten zu können. Da ihr eine gute Zeit an dieser Arbeit verbracht habt, wisst ihr genau, worum es geht und welche Vorgehensweise ihr benutzt habt. Beschäftigt euch vor der Verteidigung nochmal gründlich mit eurer Bachelorarbeit und übt eure Präsentation! Auch mit eurem Prüfer solltet ihr euch auf jeden Fall absprechen, bevor es zu bösen Überraschungen kommt. Wenn ihr das alles einhaltet, kann so gut wie nichts schiefgehen. Auch die Benotung spielt für eure Bachelorarbeit kaum eine Rolle. Macht euch also nicht verrückt und geht gut vorbereitet in das Kolloquium – dann steht eurem Abschluss nichts mehr im Weg!

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