Was sind denn eigentlich Wartesemester?

Wartesemester

Wer darüber nachdenkt, Medizin, Psychologie oder ein ähnlich gefragtes Fach zu studieren, wird den Begriff sicher schon einmal gehört haben: Wartesemester. Für viele Abiturienten/-innen ist ein oder mehrere Wartesemester die einzige Möglichkeit, ihren Wunsch-Studiengang belegen zu können.

Aber was genau bedeutet das nun eigentlich? Wofür ist es gut? Wie vertreibt man sich das Warten am besten? Hier die nützlichsten Informationen über Wartesemester, die Dir das Ausharren vielleicht schmackhaft machen werden.

Wartesemester – Was ist das denn nun?

Unter Wartesemestern versteht man die Zeit, die zwischen dem Ende Deiner Schulzeit und dem Beginn Deines Studiums verstreicht. Wichtig ist hierbei vor allem, dass Du nicht an einer anderen Universität immatrikuliert bist während Du wartest. Ist das der Fall, werden Dir die Wartesemester nämlich nicht angerechnet und Du kommst Deiner Traum-Uni keinen Schritt näher. Dies bezeichnet man als „Parkstudienzeit„.


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Hast Du Dich bereits einmal für Deinen gewünschten Studiengang beworben und eine Absage bekommen, musst Du Dich nach den verstrichenen Wartesemestern erneut bewerben. Dabei darfst Du maximal 16 Wartesemester anhäufen, also wähle den Zeitpunkt Deiner nächsten Bewerbung klug. Grundsätzlich zählt der Zeitraum von sechs Monaten als ein Semester, das heißt, dass Du theoretisch ganze acht Jahre verstreichen lassen kannst bevor Deine Wartesemester ungültig werden.

Was nützt das Warten?

Warten auf das Wunsch-Studium kann frustrierend sein, hat aber auch einige Vorteile. Wer lange ausharrt und viele Wartesemester ansammelt, hat größere Chancen, den gewünschten Studiengang trotz ursprünglich zu niedriger Abi-Note belegen zu dürfen. Schließlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass andere Bewerber ähnlich viel Geduld haben gar nicht mal so groß. Außerdem kannst Du die Zeit, die Dir nun zur Verfügung steht, produktiv nutzen, um verschiedene Erfahrungen zu sammeln. Diese können Dir in Deiner weiteren Laufbahn durchaus zugutekommen.

So kannst Du Dir die Wartesemester gestalten

Auch wenn Du nicht einen anderen Studiengang belegen darfst während Du fleißig Semester ansammelst, gibt es durchaus viele andere Möglichkeiten, wie Du dir die Wartesemester nützlich und kreativ versüßen kannst.

  • Reisen
  • Work & Travel
  • Zu Hause jobben
  • Praktikum
  • Ausbildung

Obwohl Reisen oder Work & Travel mit Sicherheit für viele Abiturienten/-innen die verlockenderen Optionen darstellen, kann ein Praktikum oder besonders eine vorherige Ausbildung durchaus nützlich sein. Wenn Du beispielsweise Medizin studieren möchtest, kannst Du dich vorher als Krankenpfleger oder Rettungssanitäter ausbilden lassen. Dies ermöglicht es Dir, sowohl erste praktische Kenntnisse für Deinen gewünschten Beruf zu sammeln und so herauszufinden, ob Dir die Arbeit in dem Feld tatsächlich Spaß macht, als auch finanziell unabhängig von Deinen Eltern zu sein. Auch ist es möglich, dass Hochschulen eine beendete Ausbildung in ihren Auswahlkriterien für Bewerber berücksichtigen. Falls Dich das Thema Ausbildung lockt, kannst Du bei uns auch weitere Informationen dazu finden.

Und wenn Du nicht warten willst?

Wenn Dir das ganze Warten doch zu viel wird oder Du Wartesemester einfach als verlorene Zeit ansiehst, kannst Du Dich natürlich auch jederzeit für einen anderen Studiengang oder Berufsweg entscheiden! Hast du einen Plan B und keine Lust zu warten, könnte sich dieser durchaus als gute Alternative herausstellen, die es sich lohnt auszuprobieren. Bist Du generell noch am Hadern und weißt so gar nicht, was Du nach dem Abi mit Dir anfangen sollst? Oder brauchst Du vielleicht einfach mal eine Pause? Auch dafür haben wir eine kleine Entscheidungshilfe für Dich parat.

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