Selbstverwirklichung im Berufsleben: Fünf Tipps für eine erfüllende Karriere

Nach dem Ende des Studiums geht es an den Ernst des Lebens – mit den geregelten Arbeitszeiten im Mittelpunkt. Damit verbinden viele, dass die lockeren Jahre nun vorbei sind und man nun tagein, tagaus die gleichen Tagesabläufe für viele Jahre ertragen muss.

Doch diejenigen unter uns, die ihren Job und ihre Karriere lieben, können berichten, dass es nicht so sein muss. Im Optimalfall ist der Arbeitsalltag ein positiver Teil des Lebens, der dieses bereichert und viel zur eigenen Selbstverwirklichung beiträgt. Wir haben dafür einige Tipps gesammelt, die du nicht nur bei der Wahl des Berufseinstieges, sondern über dein gesamtes Berufsleben hinweg im Hinterkopf behalten solltest.


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Karriere versus Selbstverwirklichung?

Man könnte meinen, diese beiden Faktoren stehen sich gegenüber. Wer vielleicht einige Zeit in einem monotonen Nebenjob gearbeitet hat, kennt das Berufsleben vielleicht nur von seiner wenig betörenden Seite. Doch das entspricht nicht unbedingt der Realität. Insbesondere, wenn der Weg in die Wunschbranche endlich frei ist, eröffnen sich ganz andere Möglichkeiten, um das Arbeitsleben und die individuellen, persönlichen Ziele unter einen Hut zu bringen.

Dazu kann etwas Glück gehören, um direkt den Traumjob in der richtigen Branche und einem passenden Unternehmen mit den perfekten Mitarbeitern zu finden – aber ein bisschen bewusste Steuerung in diese Richtung schadet sicherlich nicht. Daher folgen nun die fünf besten Tipps, um auf dem Weg an die Spitze der Karriereleiter die persönlichen Bedürfnisse und Ziele nicht zu vernachlässigen.

 

  1. Work-Life-Balance richtig gemacht

Nicht jeder ist ein Karrieremensch – das ist ganz natürlich. Selbstverwirklichung findet daher häufig in der Freizeit statt. Auch für waschechte Workaholics jedoch, die in ihrer Arbeit voll und ganz aufgehen, ist die richtige Balance wichtig, denn sonst wird aus dem Traumjob schnell eine alles einnehmende Belastung.

Daher gibt es nun zwei Seiten der Medaille. Die einen suchen nach Feierabend, am Wochenende oder im Urlaub nach der nötigen Zeit, ihre eigenen Träume zu verwirklichen. Das ist problematisch, da sie dann eventuell neben dem Vollzeit-Job noch viel Energie in ein eigenes Projekt stecken – wichtig ist es daher, sich nicht auf freiwilliger Basis zu überarbeiten. Wenn das Hobby zum Stressfaktor wird, steigt das Risiko, einen Burnout zu erleiden – exakt das Gegenteil, wofür eine Freizeitbeschäftigung eigentlich gedacht ist.

Die anderen tun dies bereits am Arbeitsplatz. Dafür verbringen sie gerne mehr Stunden, als dringend nötig im Büro, nehmen sich Arbeit mit nach Hause und denken selbst abends vor dem Einschlafen noch an wichtige Konzepte und Ideen, die sie am nächsten Morgen umsetzen möchten.

Für beide Persönlichkeitstypen ist es also wichtig, es nicht zu übertreiben. Weder sollte der Job jede Sekunde des Tages füllen, selbst wenn er noch so erfüllend ist, noch sollten erfüllende Hobbys oder Nebenprojekte zu einem zeitverschlingenden Zwang werden.

  1. Die erfüllende Karriere

So stellen sich natürlich viele die Selbstverwirklichung im Beruf vor – man findet einfach den perfekten Job, bei dem wirklich alles passt und schon wird es zum Selbstläufer. Natürlich ist das nicht immer ganz so einfach, unter anderem deshalb, da es vorher schwer abschätzbar ist, wie der tatsächliche Arbeitsalltag auf Dauer aussieht oder wie sich dieser entwickelt.

Berufsbezeichnung und Branche decken sich leider nicht immer vollständig mit den täglichen Aufgaben. Was du tatsächlich erledigst, ist vielleicht nach einiger Zeit nicht mehr das, was du dir erhofft hattest.

Wir möchten damit natürlich nicht alles allzu negativ darstellen – es passiert auch häufig genug, dass der Traumjob direkt gefunden wird. Um das möglichst wahrscheinlich zu machen, solltest du auf Folgendes achten:

  • Das richtige Fachgebiet finden: In den meisten Fällen ist der Arbeitsalltag deutlich spezialisierter, als es das Studium vermuten lässt. Den Großteil des Aufgabenbereiches machen nur einige bestimmte Aspekte aus – schon vor der Bewerbung solltest du also darauf achten oder in ersten Gesprächen genauer nachfragen, um eine Vorstellung vom tatsächlichen Ablauf zu bekommen.
  • Den richtigen Betrieb aussuchen: Der Job ist mehr als nur die Arbeit an sich. Das Umfeld, die Konditionen, die Mitarbeiter, Kommunikationsstrukturen – all das macht extrem viel aus und kann darüber entscheiden, ob man sich täglich am Arbeitsplatz wohlfühlt und wie sehr man die Tätigkeit genießt. Es macht also durchaus Sinn, auch diesbezüglich etwas wählerischer bei der Jobwahl zu sein, wenn man es sich leisten kann. Neben den wichtigen Faktoren zur guten Präsentation von dir selbst, ist es durchaus ein großer Teil von Vorstellungsgesprächen, auch den Betrieb darauf abzuklopfen, ob er zu dir passt.

 

  1. Eigene Vision verfolgen

Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Viele haben bestimmte Ziele im Leben, die möglicherweise zu groß, zu unwahrscheinlich oder mit der Realität nicht vereinbar scheinen. Besonders, wer eine eigene Vision und eine damit einhergehende Vorstellung zur beruflichen Tätigkeit hat, ist daher häufig nicht ganz zufrieden mit dem Dasein als Angestellter.

Daher ist es wichtig, an dieser Stelle den Mut zu haben, den ersten Schritt zu tun, um den Traum zu verwirklichen. In vielen Fällen bedeutet das eine vollständige Umstrukturierung ihrer Arbeit, einen Wechsel der Arbeitsstelle oder sogar den Gang in die Selbstständigkeit. Natürlich erfordert das immer viel Überzeugung und Courage, doch wenn wichtige Tipps für die Existenzgründung befolgt werden, kann dies die beste Entscheidung des ganzen Lebens sein.

Wer ein ganz eigenes Konzept in Eigenregie verfolgt, erfüllt sich beruflich häufig deutlich mehr, als jemand der für die Vision eines anderen Unternehmens arbeitet. Viele Studien konnten bei Selbstständigen bereits eine höhere Zufriedenheit im Leben oder mit dem Arbeitsalltag feststellen – trotz, oder vermutlich gerade wegen der hohen Eigenverantwortung.

  1. Für Angestellte: Mehr (kreative) Freiheit

Ein wichtiger Faktor bei der Selbstverwirklichung ist die Möglichkeit, selbst über sein Schicksal zu bestimmen. Das ist im Angestelltenverhältnis nicht immer kompromisslos möglich, doch auch hier gibt es Möglichkeiten, zu mehr Entfaltung des eigenen Potentials zu gelangen.

Insbesondere nach einigen Jahren Berufserfahrung oder in höheren Positionen ist es – je nach Art und Größe des Unternehmens natürlich – möglich oder sogar gewünscht, dass sich Mitarbeiter in Eigeninitiative einbringen und ein gewisses Maß an Entscheidungsfreiheit haben. Besonders bei spezialisierten Positionen für geschulte Fachkräfte ist das häufig Teil des Berufsalltages. Auf diese Weise ist es möglich, die eigene Persönlichkeit besser einzubringen. Möglicherweise solltest du dir also als Ziel setzen, eine solche Stelle zu besetzen.

 

  1. Keine Angst vor Veränderungen haben

Das ist eine wichtige Regel im Arbeitsleben: Einen unveränderlichen Status Quo gibt es nicht. Wenn du also unzufrieden bist oder an anderer Stelle eine bessere Situation für dich erhoffst, dann ist es wichtig, die Umstände genau abzuwägen und gegebenenfalls eine Entscheidung zur Veränderung zu treffen.

Eine neue Stelle, eine Umorientierung, Quereinstieg, Fortbildungen – all das sind nur einige der Möglichkeiten, um den Alltag im Beruf grundlegend umzustellen. Der Mut, diesen Schritt zu gehen, ist eine sehr wichtige Eigenschaft, um das eigene Glück stets im Auge behalten zu können. Der Sprung in die Selbstständigkeit ist an dieser Stelle die schwerste Entscheidung, die jedoch oft zum gewünschten Ergebnis führt.

Nicht immer muss es eine so drastische Maßnahme sein. Schon allein etwas Ehrgeiz und Eigeninitiative, aber vor allem eine nie endende Lernbereitschaft sind die besten Absicherungen gegen Stillstand.

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