Notiz-Apps, die sich lohnen!

Notiz-Apps die sich lohnen

Wer viele Notizen macht, kommt früher oder später auf die Idee, die Schreiberei mit dem Handy, Tablet oder auf dem Laptop zu erledigen. Das ist im Grunde auch eine super Idee: alles ist an einem Ort, die Notizen sind durchsuchbar und immer zur Hand!

Gerade während des Studiums ist ja quasi überlebensnotwendig, ein Notiz- und Mitschriftensystem zu haben, das funktioniert!

Als jemand der quasi in seinem Notizbuch lebt, habe ich so ziemlich alle Apps und Systeme durch die der Markt so zu bieten hat. Angefangen beim guten alten Moleskine und Space-Pen (inklusive Bullet-Journaling) bis hin zu einer elaborierten (und ziemlich nerdigen) Lösung mit Markdown-Dokumenten in einem Git-Repository.

Um dir die Reise etwas einfacher zu machen, möchte ich jetzt drei Notiz-Apps vorstellen, die aus meiner Sicht gut funktionieren. Die Frage nach der besten, effektivsten und schönsten Lösung ist aber natürlich eine, die für viel Streit sorgen kann. Wenn ihr also andere Ideen habt, lasst es mich wissen!

Drei Notiz-Apps die tun, was sie sollen!

Der Favorit: Microsoft OneNote

Aktuell verwende ich für all meine Notizen Microsofts OneNote. OneNote ist ins Office-Paket von Microsoft eingebunden und kommt erst einmal alles andere als „schlank“ daher. Man könnte sagen, dass OneNote in der Welt der Notiz-Apps ein bisschen so etwas wie der Elephant ist.

In OneNote werden Notizen in verschiedenen Notizbüchern und darin dann in Abschnitten gespeichert. In jedem Abschnitt können beliebig viele Seiten angelegt werden, die im Grunde unendlich mit Inhalt befüllt werden können. Diese recht natürliche Organisationform gefällt mir, da ich im Grunde genauso arbeiten kann, wie ich das früher mit traditionellen Notizbüchern gemacht habe.


StudybeesPlus für WiWis

OneNote hat mich insbesondere mit drei Features überzeugt:

(1) OneNote unterstützt sämtlichen Varianten der Stifteingabe ganz hervorragend. Für mich persönlich funktionieren digitale Notizen nur dann, wenn ich auch effektiv mit einem Stift arbeiten kann (z.B. per iPad oder Microsoft Surface).

(2) OneNote bindet sämtliche Medien, inklusive YouTube-Videos, absolut problemlos in Notizseiten ein. Damit wird es möglich, interaktive und multimediale Notizbücher anzulegen, die sich einfach gut anfühlen!

(3) OneNote funktioniert auf allen Plattformen und fühlt sich konsistent an. Ich wechsle quasi die ganze Zeit zwischen meinem Computer, meinem Smartphone und einem Tablet. OneNote schafft es, dass ich fast ohne es zu merken zwischen den Geräten wechseln kann.

Die Integration mit Office ist natürlich auch sehr nett. Ich kann Aufgaben und Notizen direkt aus Outlook heraus erstellen und meine Notizen arbeiten wunderbar mit Word, PowerPoint und Co. zusammen.

Der Klassiker: Evernote

Bis vor ein paar Jahren war Evernote, absolut zu recht, der Kandidat wenn es um digitale Notizen geht. Evernote ist eine relativ „schlanke“ Notiz-App, die eigentlich alles an Bord hat, was man sich wünschen kann. Besonders schick ist die Nutzung der Smartphone-Kamera zusammen mit Evernote: Fotografiert man zum Beispiel eine Visitenkarte, so erkennt Evernote sofort, worum es sich handelt.

Ich habe Evernote selbst lange benutzt und war eigentlich immer zufrieden. Insbesondere die mobile App benutzt sich extrem gut und das Evernote-Motto „wir sind dein virtuelles Gedächtnis“ trifft durchaus ins Schwarze!

Das große Problem das ich aktuell mit Evernote habe ist die Preispolitik und die eingeschränkte Kompatibilität mit Stiften. Wer Evernote auf mehr als zwei Geräten, für mehr als 60 MB pro Monat oder für die Premiumfunktionen (z.B. PDF-Bearbeitung) nutzen möchte, wird mit rund 60 Euro pro Jahr zu Kasse gebeten. Dafür bekommt man bei Microsoft nicht nur quasi unendlich viel Speicher, sondern auch noch das gesamte Office 365 Paket.

Für Google-Liebhaber: Google Notizen (Keep)

Wer stark auf Google-Produkte setzt, sollte sich auf jeden Fall einmal Google Notizen (Google Keep) ansehen. Obwohl Google Keep nach nicht viel aussieht – es wirkt einfach wie eine weitere Google App – steckt wahnsinnig viel intelligente Technologie dahinter.

Die Spracherkennung von Google ist ungeschlagen und auch clevere Funktionen wie standortbasierte Erinnerungen machen Laune.

Alles in allem schafft Google Keep etwas, das viele andere nicht schaffen: Es tut was es soll, aber man vergisst, dass es da ist!

Ich würde Keep zwar vermutlich nicht für komplexe Vorlesungsnotizen einsetzen, als Alltagslösung ist es aber vermutlich für viele eine ziemlich ideale Lösung. Man muss allerdings, wie bei allen Google Produkten, vielleicht noch mehr als bei Microsoft und Evernote, über die Implikationen für den Datenschutz bedenken.

Auch lohnenswert …

Natürlich gibt es mehr Notiz-Apps als OneNote, Evernote und Keep.

Wenn es darum geht Notizen für die Uni und insbesondere für wissenschaftliche Arbeiten (z.B. Hausarbeiten) zu machen, sollte man über Citavi nachdenken. Citavi hilft nicht nur beim richtig zitieren, sondern auch dabei, sämtliche Textnotizen an einem Ort zu verwalten.

Mac-User sollten sich außerdem Notational Velocity und Bear ansehen. Beide Apps haben viele Fans und bieten jeweils einen besonderen Zugang zum Schreiben von Notizen.

Eine ganz besonders spannende Lösung ist außerdem Workflowy. Workflowy ist eine Mischung aus Mind-Mapping, To-Do und Notiz-App.

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