NIEMALS AUFGEBEN: TIPPS FÜR SCHWIERIGE PHASEN IM STUDIUM

niemals aufgeben

Während des Studiums können immer wieder Situationen auftreten, die euch das sonst so schöne Studentenleben schwermachen. Von Hürden in der schwierigen Anfangs- oder Eingewöhnungsphase, während anstrengenden Prüfungszeiten oder auch beim kräftezehrenden Endspurt, wenn es um einen guten Abschluss geht – die Herausforderungen sind dabei vielfältig und können in den unterschiedlichsten Bereichen liegen. Von komplizierten Anträgen über ein notorisch leeres Bankkonto bis hin zu Prüfungsangst oder drohendem Burn-Out kann euch der Ernst des Lebens auch an der Hochschule voll erwischen. Wir zeigen dir, wie du solche Schwierigkeiten meistern kannst.


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FACHLICHE HERAUSFORDERUNGEN MEISTERN

Anfangshürden überwinden

Das erste Semester ist voll von neuen Eindrücken und viele lassen sich davon direkt zu Anfang entmutigen und verfallen sofort in eine enttäuschte Haltung: Wenn es so schon anfängt, wie soll es weitergehen? Die Umstellung vom Schul- auf den Unialltag ist aber für alle gleich ungewohnt. Plötzlich läuft nicht nur alles ganz anders ab, es schaut auch niemand mehr so genau darauf, dass du deine Aufgaben auch wirklich bewältigst, dass und wie du deinen Stundenplan zusammenstellst usw. Stattdessen gilt es, dich selbst zu organisieren.

Damit dies von Anfang an gelingt, solltest du dir zuallererst Informationen beschaffen. Gehe zu Einführungsveranstaltungen, schließe dich Erstsemestertreffen oder Erstihütten an, besuche die Website der Uni und der Fachschaft und rede mit anderen Studierenden. An der Uni musst du dich für nichts schämen, denn jeder war einmal Studienanfänger und kennt die Schwierigkeiten der ersten Wochen.

Student sein heißt auch: Endlich so richtig selbstständig werden! Also solltest du dich mit dem Gedanken anfreunden, jetzt nicht nur den Unialltag, sondern auch dein übliches Leben alleine meistern zu müssen. Siehst du das Ganze als spannende Herausforderung, statt als Bürde, wirst du es deutlich einfacher haben.

Auch was den Inhalt des Studiums und deiner gewählten Fächer angeht, gilt: Selbst, wenn es anfangs noch überfordernd scheint, solltest du mit Neugier und Interesse an die Sache rangehen. Eine Anfangsmotivation aufrechtzuerhalten ist entscheidend für den Verlauf jedes einzelnen Semesters. Dann fällt es dir auch leichter, wenn es an die erste Prüfungsphase geht.

Hilfe, ich habe das falsche Fach gewählt

Einige Studienanfänger trifft es noch ein wenig härter: Sie fangen sich nach den ersten Wochen oder manchmal auch erst nach einem oder zwei Semestern ganz plötzlich an zu fragen, ob sie mit ihrer Studienfachwahl nicht vielleicht einen Fehler begangen haben. Ob es nicht andere Fächer gibt, die eigentlich viel besser zu ihnen passen würden oder mit denen die Berufsaussichten rosiger sind und die dennoch eigentlich nicht weniger spannend sein müssen.

Wenn auch du in solch einer Situation steckst, solltest du dir in Ruhe überlegen, ob du das Fach wirklich wechseln willst, bevor du vorschnelle Entscheidungen triffst:

  • Bist du sicher, dass es nicht nur eine kurze Krise ist, die wieder vorbeigeht?
  • Falls du sicher bist, sind die anderen Fächer, die zur Auswahl stehen, überhaupt besser? Gibt es ähnliche Studiengänge, die dennoch eine Verbesserung in mancherlei Hinsicht mit sich bringen?

Sobald Deine Entscheidung definitiv feststeht, solltest du vor allem folgende fünf Dinge zum Studiengangwechsel beachten:

  1. Informiere dich früh genug darüber, wie die bestehenden Fristen sowohl für die Exmatrikulation im alten, als auch für die Bewerbung und die Immatrikulation im neuen Studienfach lauten.
  1. Denke an die Höchststudiendauer. Möchtest du beispielsweise nur dein Nebenfach wechseln, musst du überprüfen, ob das zeitlich überhaupt so geht.
  1. Beachte die Anrechenbarkeit von Scheinen und kläre ab, ob bis dahin bereits bestandene Prüfungen und Scheine eventuell für das neue Fach anerkannt werden. Auf diese Weise kannst du unter Umständen in deinem neuen Studiengang in einem höheren Fachsemester einsteigen.
  1. Informiere dich über deinen Anspruch auf BAföG. Damit du diesen nicht verlierst, darfst du in der Regel nur bis zum Ende des dritten Semesters deinen Studiengang wechseln.

Wenn du nicht nur die Fächer, sondern auch die Universität wechselst, musst du darauf achten, dich so schnell wie möglich umzumelden. Andernfalls können durch eine Steuer auf den Zweitwohnsitz relativ hohe Kosten auf dich zukommen. Sie betragen knapp 10 Prozent der Jahreskaltmiete.

niemals aufgeben

Prüfungsphasen überstehen

Jedes Studienfach hält andere Herausforderungen für dich bereit und in jedem wirst du besondere Prüfungen bestehen müssen. Leider kommt da niemand drumherum. Dass diese Prüfungsphasen stressig sind, weiß jeder. Das liegt aber tatsächlich in vielen Studiengängen nur daran, dass die Studierenden nicht während des Semesters, sondern eben immer nur kurz vor den Prüfungen lernen.

Solltest du es schaffen, das in den Vorlesungen und den Seminaren vermittelte Zuhause immer sofort zu rekapitulieren oder abends vor dem Schlafengehen (wo es tatsächlich am sinnvollsten ist, noch einmal ein bisschen zu lernen), kannst du den Stress wenige Wochen oder gar Tage vor den Prüfungen deutlich reduzieren. Um eine Work-Life-Balance zu halten kannst du dafür die Wochenenden komplett entspannen und versuchen, den Kopf mit Sport, Treffen mit Freunden, Kultur oder sonstiger Freizeitunterhaltung frei zu bekommen.

Falls du es aber (wieder einmal) einfach nicht schaffst, ständig ein bisschen was zu lernen und dir stattdessen auf die letzten Tage wieder alles auf einmal in den Kopf prügeln musst, haben wir auch hierfür einige sinnvolle Ratschläge für dich:

  • Du solltest dir zuallererst ein geeignetes Lernumfeld. Wir empfehlen Radikalität: Am besten setzt du dich in einen stillen Raum (z.B. die Bibliothek oder Lernräume an der Uni), schaltest deine elektronischen Geräte aus, insofern du keines davon brauchst und lässt dich auch sonst von nichts ablenken.
  • Dabei ziehst du außerdem eine vorher gesetzte Lernzeit konsequent durch. Selbst, wenn es nur ein oder zwei Stunden sind, ist das in Ordnung. Hauptsache in dieser Zeit lernst du auch wirklich intensiv und konzentrierst dich nur auf den Prüfungsstoff.
  • Wenn es andere Kommilitonen gibt, denen es ähnlich geht und wenn du dir erst einmal einen Überblick verschaffen musst, was überhaupt zu lernen ist, können Lerngruppen Wichtig dabei ist, dass alle die gleiche Einstellung haben. Und die lautet: Zielorientiert und effektiv gemeinsam lernen!
  • Schreibe dir für alles, was wichtig ist und was du liest, kurze Zusammenfassungen (z.B. auf Karteikarten). So kannst du immer schnell und bündig etwas nachlesen, was du nicht mehr genau weißt.
  • Genauso wichtig, wie intensive Lernstunden kurz vor Prüfungen sind intensive Erholungsphasen. Achte vor allem darauf, dass du mindestens sieben bis acht Stunden Schlaf bekommst, damit du erholt in eine neue Lernsession einsteigen kannst.

TÜCKEN DES UNIALLTAGS MEISTERN

Tipps zum Umgang mit der studentischen Verwaltung

Übernimmt als Schüler das Bürokratische in den meisten Fällen die Schule selbst oder die Eltern, fühlen sich die meisten Studenten mit dem „studentischen Verwaltungskrams“ oft bis zum Ende des Studiums absolut überfordert. Verständlich, denn wer sich vorher um solcherlei Organisatorisches, Bürokratisches nie kümmern musste, weiß mitunter gar nicht, wo anfangen, was tun und wie das alles zeitlich machbar sein soll.

Leider gibt es bislang auch noch keine Unterrichtsfächer oder Kurse, die Schülern entsprechendes Wissen vermitteln. Deshalb musst auch du es dir selbst aneignen. Du fragst dich, auf was es wirklich ankommt? Wir sagen es dir!

1. Du musst auf Fristen achten!

Geregelte Fristen mögen auf dich nervig erscheinen, sie sind aber das beste Mittel, um Prüfungsverfahren gleichartig zu gestalten. Da du Fristen nicht versäumen solltest, wenn du dein Studium erfolgreich absolvieren möchtest, solltest du wichtige Fristen kennen und stets den Überblick bewahren:

  • Anmeldefrist zu Prüfungen: Oft im Wintersemester: 16.11.-16.12. und im Sommersemester: 16.05.-16.06.
  • Abmeldefrist von Prüfungen: Für jeden Studiengang in der Prüfungsordnung geregelt; die Abmeldung ist ohne Konsequenz aber nur möglich, wenn du nicht verpflichtet bist, eine Prüfung abzulegen.
  • Meldefrist zu Prüfungen: In der Regel steht in der Prüfungsordnung, in welchem Fachsemester du dich für Prüfungen spätestens angemeldet haben musst. Diese Regelungen sollen garantieren, dass du dein Studium in einer bestimmten Zeit abschließt.
  • Abgabefristen für Hausarbeiten oder einen Praktikumsbericht: Entweder in der Prüfungsordnung geregelt oder von den Prüfenden bestimmt
  • Wiederholungsfristen: Sie regeln die weitere Vorgehensweise, wenn Prüfungen nicht bestanden wurden.
  • Frist zur Krankmeldung: Wenn du an einer Prüfung nicht teilnehmen kannst, weil du krank bist, musst du „unverzüglich“ ein Attest einreichen.

2. Du musst dich über die Ordnungen informieren!

Die Prüfungs-, Studien- und Modulordnung stellen das Grundgerüst deines Studiums dar, weshalb du dich bereits am Anfang deines Studiums mit ihnen auseinandersetzen solltest. Ansonsten wirst du vermutlich nicht nur eine, sondern gleich mehrere oder gar eine einzige lange und chronisch-schwierige Phase während deiner Studienzeit erleben.

Wenn du sie hingegen kennst, wirst du – vor allem auch gegenüber anderen Hochschulinstitutionen – klar im Vorteil sein. Denn dann weißt du zum Beispiel, wie oft du Prüfungen wiederholen darfst, wie lange du studieren kannst, wie du dir deinen Stundenplan zusammenstellst und wer deine Ansprechpartner bei bestimmten Problemen sind. Außerdem hast du dann mitunter Spezialwissen, wie etwa, dass du bei einer Studienreform eine „vorläufige Studienordnung“ als Argumentationshilfe gegenüber dem Prüfungsamt nutzen und dich damit durchsetzen kannst.

Leider wirst du dich gegen die leidige Uni-Bürokratie hin und wieder tatsächlich durchsetzen müssen. Das funktioniert lediglich dann, wenn du die Spielregeln beherrschst. Natürlich sind die diversen Ordnungen manchmal nervig da sie deinen persönlichen Gestaltungsraum während des Studiums einschränken. Auf der anderen Seite regeln sie unter anderem deinen rechtlichen Anspruch darauf, dass du für mindestens die Dauer der Regelstudienzeit dein Studium so vorzufinden hast, wie es aktuell organisiert ist.

3. Du musst die wichtigsten Anlaufstellen kennen!

Neben wichtigen Ordnungen gibt es auch wichtige Anlaufstellen, die jeder Student kennen sollte, wenn er in schwierigen Phasen während des Studiums Hilfe braucht und keiner der Kommilitonen helfen kann.

  • Das Studierendensekretariat

Das Studierendensekretariat kann als die wichtigste Anlaufstelle bei Fragen rund um alles Bürokratische und Nicht-fachspezifische während des Studiums betrachtet werden. Hier schreibst du dich für dein Studium ein, hier werden Studentenakten verwaltet und es wird sich rückgemeldet. Neben zahlreichen weiteren bürokratischen Angelegenheiten, findest du dort in aller Regel immer irgendjemanden, der dir deine Frage entweder beantworten oder dich zumindest an eine Person weitervermitteln kann, die dir helfen wird.

  • Das Prüfungsamt

Schriftlich Niedergelegtes ist leider (oder manchmal auch zum Glück) immer Interpretationssache. Deshalb werden Hochschulordnungen nicht immer ausreichen und nicht alle Zweifel beseitigen. Du kannst dich in diesem Fall an Mitarbeiter/innen des Prüfungsamtes wenden, die alle möglichen Studienvarianten kennen und etliche Studenten von Anfang bis Ende ihres Studiums „begleitet“ haben. Achte darauf, dass du einen möglichst entspannten und kompetent wirkenden Sachbearbeiter erwischst. Denn auch hier gibt es mitunter Personen, die mit all der Bürokratie ein wenig überfordert sind.

Weitere

Es gibt etliche weitere Anlaufstellen, die oft aber auch von Uni zu Uni variieren. Einige mehr oder weniger übliche beinhaltet die folgende Liste:

  • Zentrale Studienberatung
  • Studienfachberatungen der Fakultäten und Institute
  • International Center
  • Beratung für Studierende mit Behinderung / chronischer Krankheit
  • Career Center
  • Studienbüro
  • Rechtsberatung
  • Beratungsstelle Studierendenwerk
  • Welcome Center
  • Fachschaften
  • AStA

Plätze in begehrten Veranstaltungen sichern

In einigen Veranstaltungen an der Uni sind die zu vergebenden Plätze oft rasend schnell weg. Wenn du nicht schnell genug bist, hast du Pech gehabt. Hast du dann auf diese eine Veranstaltung gesetzt, kann es unangenehm, stressig und schwierig werden, die Punkte an anderer Stelle aufzutreiben. Es gilt deshalb, dir Plätze effektiv und clever zu sichern.

Wichtig ist auch hier: Kenne die genauen Termine! Für jede Veranstaltung findest du irgendwo im Internet (z.B. Vorlesungsverzeichnis) genaue Anmeldezeiträume. Wenn du einen Platz unbedingt möchtest, solltest du in der ersten Sekunde, sobald du dich anmelden kannst, am Rechner sitzen und zuschlagen. Deine Daten kannst du mitunter vorher schon in die dafür vorgesehenen Felder eintragen, um dann nur noch auf die Anmeldung klicken zu müssen.

Ansonsten funktioniert es manchmal auch, sich mit der Dozentin oder dem Dozenten via Mail in Kontakt zu setzen und zu erfragen, ob die Anmeldung auch auf diesem Wege möglich ist. Wer Glück hat, kann so schon vor allen anderen einen Platz ergattern.

Effizient studieren leichtgemacht

Wer effizient studieren möchte, muss in erster Linie die Studierendenkrankheit Nummer eins überwinden: Die Prokrastination, also das Aufschieben etwa von Lernstoff. Die beste Methode gegen ebenjene nennt sich ALPEN-Methode. Wir haben sie hier bereits ausführlich vorgestellt. Hier noch einmal in kurzer Fünf-Schritte-Übersicht:

  1. Aufgaben notieren
  2. Länge einschätzen
  3. Pufferzeiten einplanen
  4. Entscheidung treffen
  5. Nachkontrolle

Wenn du effizient lernen und vorankommen möchtest, solltest du außerdem ein wirklich gutes Zeitmanagement, was deinen gesamten Uni-Alltag angeht, haben. Dabei kann es hilfreich sein, dass du dir Lernziele setzt, dir Lernstrategien aneignest, Zeitpläne erstellst, feste Pausen oder auch Belohnungen einplanst, deinen individuellen Lerntyp beachtest und deine Erfahrungen reflektierst und daraus lernst, sodass du Dinge immer zugunsten deines Lernfortschrittes anpassen kannst.

niemals aufgeben

HERAUSFORDERUNGEN DES STUDENTENLEBENS MEISTERN

Tipps zur Aufbesserung des Budgets

Das Studium läuft an sich vielleicht ganz gut und du hast mit dem Lernen keine Probleme, merkst aber, dass du bei jedem Einkauf im Supermarkt genau auf die Preise schauen musst? Oder du verzichtest jedes zweite Mal auf das Feiern mit Freunden am Wochenende, weil du weißt, dass dir sonst gegen Monatsende das Geld ausgeht?

Wenn du solche Phasen kennst, weißt du auch, dass sie extrem schwierig sein können und einen hin und wieder daran zweifeln lassen, ob man mit dem Studium eigentlich die richtige Entscheidung getroffen hat und ob ein Job nach dem Abitur nicht doch sinnvoller gewesen wäre. Wir versichern dir: Arbeiten wirst du früh genug und dann sehnst du dich vielleicht nach der Studienzeit zurück. Deshalb: Genieße die Zeit und bessere dein Budget so gut es geht über verschiedene Wege auf!

  • Nebenjobs

Durch einen Nebenjob, der dich bestenfalls weder physisch noch psychisch zu sehr auslaugt und dir noch genügend Kraft für die Konzentration für dein Studium lässt, kannst du dir monatlich einige Euro dazuverdienen. Gute Jobs findest du oftmals in Datenbanken im Internet, bei der Arbeitsagentur, oder auch bei eigenen Jobbörsen der Universität oder der Studierendenwerke.

Da dein Studium vorgeht, empfiehlt es sich, nicht mehr als 20 Stunden in der Woche nebenher zu jobben. Wer eine höhere Arbeitszeit hat, wird außerdem mitunter von der Krankenversicherung nicht mehr als Student eingestuft und muss höhere Beiträge zahlen. Bei mehr als 400 Euro im Monat bekommst du außerdem dein BAföG gekürzt, falls du welches beziehst. Hinzu kommen mitunter Sozialabgaben, wie die Renten- und Krankenversicherung oder Steuern.

  • Stipendien

Stipendien erhalten, entgegen der Vermutung vieler angehender Studenten, nicht nur Einser-Schüler. Zwar stellen Stiftungen bei der Stipendienvergabe diverse Anforderungen, diese sind aber nicht so hoch, wie die meisten denken. So bekommen ganze vier Prozent der deutschen Studenten ein Stipendium. Neben der Begabtenförderung durch den Staat gibt es noch zahlreiche private Träger, die Stipendien vergeben.

Das Stipendiengeld liegt dabei meist zwischen rund 300 und 700 Euro, hinzu kommt mitunter Büchergeld oder Ähnliches. Oft hängt die Höhe der Förderung, ähnlich wie beim BAföG, vom Einkommen der Eltern ab. Neben dem Nachweis guter Leistungen in Schule und Studium zählt bei der Bewerbung um ein Stipendium vor allem auch ehrenamtliches Engagement und ein ansprechendes Motivationsschreiben.

  • Studenten-Kredit

Auch der sogenannte Studenten-Kredit kann, wenn keine Zeit für einen Nebenjob bleibt und auch sonst keine Unterstützung erfolgt, eine Möglichkeit sein, sich die regelmäßigen Ausgaben zum Lebensunterhalt während des Studiums leisten zu können. So ist es außerdem möglich, sich voll und ganz auf das Studium konzentrieren zu können und nicht noch jobbedingten Terminen und Pflichten nachjagen zu müssen.

Wichtig ist, dass du dich genau über die entsprechenden Konditionen informierst, die speziell für Studenten gelten. Es gibt etwa einen Studien-, aber auch einen Bildungskredit, die sich unter anderem darin unterscheiden, dass einer sich an Studienanfänger, der andere eher an Studenten am Ende ihrer Ausbildung richtet.

  • BAföG

BAföG, das hat fast jeder schon einmal gehört, die wenigsten wissen aber, für was die Abkürzung steht: Bundesausbildungsförderungsgesetz. Diese Förderung besteht zur einen Hälfte aus einem zinslosen Kredit, den du einige Jahre nachdem du mit deinem Studium fertig bist und arbeitest, zurückzahlen musst. Die andere Hälfte setzt sich aus einem Zuschuss vom Staat zusammen.

Wie hoch die monatliche Rückzahlungsrate ist, hängt von deinem späteren Einkommen ab. Dieses muss ein Minimalniveau von 1.070 Euro erreicht haben. Die Fördersumme wiederum hängt maßgeblich vom Einkommen deiner Eltern ab und beträgt derzeit maximal 735 Euro pro Monat.

  • Kindergeld

Deine Eltern haben bis zu deinem 26. Geburtstag Anspruch auf Kindergeld. Das gilt auch noch während du studierst. Deine Eltern bekommen vom Staat (je nachdem, ob du noch Geschwister hast) 184 bis 215 Euro pro Monat. Da deine Eltern das Geld für deinen Lebensunterhalt erhalten, wäre es angemessen, wenn sie es dir auf dein studentisches Konto weiterleiten.

Immerhin ist das ein regelmäßiger Beitrag, um deinen Alltag zu bestreiten. Zwingen kannst du deine Eltern zu dieser Überweisung zwar nicht, gute Gründe anführen dagegen schon. Schließlich steht das Geld dir als Kind im Sinne des Staates in gewissem Maße zu.

Beruf und Studium gleichzeitig meistern

Absolvierst du ein duales Studium, bei dem du Beruf und Teilzeitstudium gleichzeitig meistern musst, erlebst du mitunter noch schwierigere Phasen, als „normale Studenten“ an der Uni. Dafür hast du oft bessere Karrieremöglichkeiten, weil du eine direkte Praxiserfahrung mitnimmst, während Hochschulabgänger meistens nur die Theorie kennen.

Damit du die schwierigen Phasen auch während deines dualen Studiums überwindest, sind vor allem drei Dinge wichtig:

1. Du musst noch stärker, als andere Studenten, auf eine Work-Life-Balance achten

Studium mit Arbeit zu verbinden kostet dich viel Freizeit. Dennoch ist ebenjene wichtig, damit du nicht ausbrennst oder das Studium schmeißt, weil du einfach nicht mehr kannst. Auch hier sollte Deine Ausbildung natürlich im Vordergrund stehen, du musst es aber schaffen, auch immer noch Zeit für dich und soziale Kontakte zu haben.

Nutze Pausen und Abende nach der Uni beispielsweise dazu, mit Freunden direkt ins Kino oder noch etwas essen zu gehen. Da bekommst du schnell den Kopf frei und hast abends Zuhause dennoch ein wenig Zeit für dich zum Lernen oder einfach zum Entspannen.

2. Du musst Dich perfekt organisieren

Für Teilzeitstudenten ist Selbstorganisation noch entscheidender, als für andere Studenten. Vor allem gilt es, sich realistische Ziele zu setzen und sich dafür selbst zu motivieren und zu belohnen. Außerdem kann es nicht schaden, sich so schnell wie möglich eine perfektionierte Lerntechnik anzueignen, mit der effizient und erfolgreich gearbeitet werden kann.

3. Du musst Auszeiten einplanen

Ganz wichtig neben Arbeit und Uni: Auszeiten einplanen, in denen Urlaub gemacht wird oder zumindest einige Tage gar nicht gelernt oder gearbeitet werden muss. Unter besonderen Umständen kannst du dir vielleicht sogar ein Urlaubssemester nehmen, um dich voll und ganz auf die Aufgaben zu konzentrieren, die neben Arbeit und Studium anstehen. Denn das vergessen einige allzu häufig: Es gibt auch abseits davon noch ein Leben!

Um schwierige Phasen noch besser meistern zu können, ist unser kostenloser Onlinekurs „Erfolgreich studieren“ optimal für dich. Hier werden Bereiche wie Lernstrategien und Lernmotivation, Hausarbeiten und Essays schreiben und Präsentationen vorbereiten behandelt. Der Gesamtumfang des Kurses beträgt 2,5 h und die einzelnen Kapitel können auch einzeln angeschaut werden.

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