Nicht immer nur in die Bibliothek: Drei Alternative Orte zum Lernen

Drei Alternative Orte zum Lernen

Stell dir vor, es ist wieder einmal Klausurenphase (eBook S.O.S Klausurenphase) und alle gehen hin. Die Bibliothek ist bis zum Bersten gefüllt, die Studi-Cafés völlig überlaufen und die wenigen, aber schönen, Arbeitsplätze draußen sind härter umkämpft als so manche Liege auf Mallorca. Wenn jetzt auch noch dein WG-Zimmer laut und klein ist, bleibt dir nichts anderes übrig, als neue Orte zum Lernen zu finden.

Mal ganz abgesehen von der Not muss es auch aus einer Lernperspektive gar nicht so schlecht sein, den Lernort ab und an zu wechseln. Der Ortswechsel kann dir nämlich nicht nur dabei helfen, wieder fitter zu werden, sondern hat auch lernpsychologische Effekte. Während des Lernens speicherst du immer auch Emotionen, Geräusche und andere Eindrücke ab. Wenn du immer im selben Umfeld lernst, können dann oft nur die selben Assoziationspunkte hergestellt werden. Wer den Lernort öfter mal wechselt, lernt also nicht nur besser, sondern senkt auch die Wahrscheinlichkeit, in der Klausur, in einer unbekannten Umgebung, einen Blackout zu erleiden.

Drei Ideen für neue Orte zum Lernen

Gute Lernorte verstecken sich überall! Es kommt aber natürlich auch ein wenig darauf an, welche Umgebung für dich am besten funktioniert: muss es leise sein oder bevorzugst du eine lebendigere Umgebung? Brauchst du viel Platz um dich auszubreiten, oder ziehst du dich lieber in eine Ecke zurück?

In jedem Fall lernst du jetzt drei Orte zum Lernen kennen, an die du vielleicht vorher nicht gedacht hast!

1. Lernen im Wald

Das Titelbild haben wir nicht umsonst gewählt! Mit Waldpädagogik hat unser Vorschlag aber trotzdem wenig zu tun. Die Idee ist die, dass du im Wald, egal ob Stadtwald oder Wildnis, eine ruhige, schöne und stimulierende Umgebung findest. Die Luft ist rein, du bist von der Natur umgeben und kannst dich ganz auf das konzentrieren, was du tust.

Nur weil du im Wald bist, musst du aber natürlich nicht auf den „Luxus“ der Bibliothek verzichten. Mit Picknick und Powerbank bewaffnet, lässt es sich auch unter Bäumen lernen wie im 21. Jahrhundert.

Außerdem bietet dir die Wald eine schöne Gelegenheit, deinen Lernausflug mit einem Spaziergang und ein wenig Bewegung zu verbinden.

2. Lernen an belebten Orten

Das genaue Gegenteil zum Wald sind belebte Orte wie zum Beispiel zentrale Plätze, Bahnhöfe oder Flughäfen. Die Energie, die von solchen belebten Orten ausgestrahlt wird, könnte ansteckend sein!

Klar, es fühlt sich irgendwie falsch an, an einem lauten und stressigen Ort zu lernen. Wenn du es aber schaffst, dich in dem ganzen Trubel ruhig zu platzieren, kannst du die Welt einfach um dich herum passieren lassen.

Vielleicht hast du die Erfahrung ja sogar schon einmal gemacht: Man trinkt einen Kaffee an einem super stressigen Ort, zum Beispiel dem Flughafen, und irgendwann ziehen die ganzen Menschen und Dinge einfach nur noch an einem vorbei und werden zur Hintergrundmusik. Falls dir dieses Gefühl gefällt, kannst du ja einmal versuchen, es zum Lernen zu nutzen!

3. Lernen im Coworking-Space

Coworking-Spaces sind wieder ganze andere Arbeits- und Lernorte. In diesen offenen Büros treffen sich Kreative, Freiberufler und digitale Nomaden, um flexibel arbeiten zu können. Abgesehen von vielen interessanten und hochmotivierten Menschen gibt es in den meisten Coworking-Spaces auch eine exzellente Infrastruktur: schnelles Internet, Strom, Getränke, Snacks und Ruhebereiche!

Der Nachteil besteht aber mit Sicherheit darin, dass es nur sehr sehr wenige kostenlose Coworking-Spaces gibt. Falls du aber bereit bist, die Tagespauschale zu bezahlen, hast du vermutlich den besten „Bibplatz“ der Erde. Es muss ja auch nicht jeden Tag sein ;).

Das ist mir zu umständlich …

Falls dir diese drei Ideen zu umständlich sind, könntest du ja auch erst einmal ganz sanft neue Orte zum Lernen ausprobieren.

Anstelle des Waldes kann es auch erst einmal der Park oder ein Badesee sein. Ein wenig eingebaute Hektik gibt es auch in der Bahn oder dem Fernbus und ein schönes Bistro oder Café ist auch so etwas wie ein Coworking-Space!

Mehr?  Was ist die PQ4R-Methode?