Keine Sorge, niemand bleibt im Studium alleine!

Keine Sorge, niemand bleibt im Studium alleine!

Nach drei Monaten des Hin und Her geht es nächste Woche endlich los! Das Zimmer ist gefunden und halbwegs dekorativ eingerichtet, der Studiausweis kam per Post und die wichtigsten Dinge warten in ein paar Umzugskartons auf den Tag, an dem endlich aus Hotel Mama ausgecheckt wird.

Doch das ist die Zukunft; am Wochenende geht es erst einmal nochmal mit allem zum Feiern, bevor wir uns in der ganzen Republik verstreuen. In Zukunft sehen wir uns dann alle wohl nur noch am Wochenende, wenn wir zurück in die Heimat fahren. Gar nicht schlecht, dann hat mich sich immerhin etwas zu erzählen!


StudybeesPlus für WiWis

Was mache ich dann eigentlich unter der Woche? Klar, studieren, aber ich kenne ja niemanden. Keiner meiner alten Freunde kommt mit in meine neue Studentenstadt und Bekannte habe ich dort auch keine. Was ist, falls alle anderen schon Freunde gefunden haben? Hätte ich vielleicht doch nicht erst zum Semesterstart umziehen sollen? Wie findet man in so einer rießigen Stadt überhaupt Anschluss? Muss ich in meinem Studium alleine bleiben? Was wird aus meinen alten Freundschaften? Was wird aus meiner Beziehung?

Solche Gedanken gehen den allermeisten durch den Kopf bevor das Studium anfängt. Die große Sorge, im Studium alleine zu bleiben hält nicht nur die introvertiertesten von uns vom schlafen ab, sondern auch diejenigen, die bisher immer einen rießigen Freundekreis hatten.

Ist ja auch klar, denn der Umzug in eine neue Stadt bedeutet ja erst einmal einen echten Neuanfang. Auf der einen Seite kann man sich in dieser Situation zwar selbst auch ein wenig neu erfinden, auf der anderen Seite verliert man aber auch viel an gewohnter Sicherheit und an gewohnter Umgebung.

In einem anderen Artikel haben wir diese Sorge ganz locker als „typisches Ersti-Problem“ abgetan, welches sich einfach lösen lässt. Die gute Nachricht: Das ist es im Grunde auch! Die schlechte Nachricht ist aber, dass die ersten Tage im Studium oft eine echte Herausforderung in Sachen Einsamkeit werden können.

Das ist ganz besonders dann der Fall, wenn man sich dazu entschlossen hat, alleine zu leben. Die ersten paar Tage, vor allem, wenn das Semester noch nicht gestartet hat, können dann hart sein. Wer in eine WG oder ein Wohnheim zieht hat stattdetten ganz automatisch von Anfang an etwas Anschluss. Ob man die Mitbewohner mag steht aber natürlich auf einem ganz anderen Blatt!

Diese erste, kurze, Zeit des alleine seins kann aber auch eine ganz schöne Erfahrung sein. Wer noch nie wirklich alleine war, wird merken, dass es gar nicht so schlecht ist, einmal mit sich selbst konfrontiert zu sein. Angenehm ist diese Erfahrung, zumindest wenn man sie zum ersten Mal macht, selten; wertvoll aber umso mehr!

Wie man auch startet, mit der Zeit bleibt eigentlich niemand im Studium alleine. Das liegt in erster Linie an zwei Faktoren: Zum einen geht es allen anderen Erstis genauso wie einem selbst! Zum anderen begibt man sich im Studium auf eine gemeinsame Reise mit anderen, die offensichtlich ähnliche Interessen teilen, wie man selbst. Ganz davon abgsehen sind Studentenstädte quasi dafür gemacht, Freunde und Bekanntschaften zu machen!

Im Grunde sind, vor allem in ersten Semestern, alle auf der Suche nach Freunden, Bekannten, Liebschaften und allem, was dazwischen liegt. Das einzige Problem besteht eigentlich nur in der eigenen Hemmung, auf die anderen zuzugehen. Zum Glück muss das ja aber nur einer von beiden tun! Solange du es schaffst, dass du hin und wieder diese Person bist, wird sich dein Bekanntenkreis ganz von selbst, in kürzester Zeit, aufbauen.

Lass dich auch nicht davon abschrecken, dass es gerade am Anfang manchmal so aussieht, als hätten sich schon ‚feste‘ Gruppen etabliert. Einfach dazustellen und Teil des Ganzen werden! Ganz ehrlich: Im ersten Semester ist das Problem in den meisten Fällen Zeit für alle zu finden, nicht sie zu finden!

Für all diejenigen, die nicht darauf vertrauen, dass sie schon nicht alleine im Studium bleiben werden haben wir eine Liste mit Tipps gesammelt, die dabei helfen, Freunde im Studium zu finden. Das ist zwar nicht besonders romatisch, aber effizient!

Die wichtigste Botschaft ist die: Die Angst davor, im Studium alleine zu bleiben ist ganz normal. Du wirst aber sehen, dass du schnell Menschen findest, die zu dir passen. Wahrscheinlich wirst du sogar auf viele Leute treffen, die so gut zu dir passen, dass es dir fast umheimlich ist!

Eine Gruppe von Freunden

Trotz allem: Einsamkeit ist ein echtes Problem!

Es gibt einen großen Unterschied zwischen freiwillig alleine sein und einsam sein. Während es sehr schön, oder zumindest eindrücklich, sein kann, manchmal alleine zu sein, ist Einsamkeit wirklich keine Sache, die man auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Wer Einsam lebt, wird häufiger krank und ist langfristig auch weniger leistungsfähig. Ganz davon abgesehen macht das Leben auch einfach sehr viel mehr Spaß, wenn man es teilen kann. Dennoch ist das Thema Einsamkeit leider immer noch ein Tabuthema, über das fast niemand spricht. Ganz im Gegenteil wird das einsame Leben sogar oft glorifiziert. Wer Karriere machen möchte, muss Prioritäten setzen. Das Sozial- und Familienleben muss dann eben auch einmal zurückstecken. Wer zu viel Zeit mit Freunden verbringt, vergeudet gerade dann Zeit, wenn man eigentlich am wichtigen Fundament für die eigene Zukunft arbeiten sollte.

Während man natürlich hin und wieder Prioritäten setzen muss, sind und bleiben Freunde, Familie und Beziehung wichtig! Wer sich isoliert wird langfristig, auch mit toller Karriere, wenig Freude haben; das leuchtet ein.

Genausowenig wie man sich für die Karriere oder die Noten vereinsamen muss, muss man auch nicht hinnehmen, dass man alleine ist! Es gibt dort draußen genügend Menschen, die garantiert auch froh wären, einen neuen Freund oder eine neue Freundin zu finden! Einen Freund oder eine Freundin wie dich!

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