Mit dem richtigen Werkzeug kannst du nicht nur Bilder selber aufhängen oder Regale zusammenbauen. Du kannst auch alten Möbeln ein neues Aussehen verleihen oder sogar einfache kleine Möbel selber bauen.

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Studenten besuchen meistens Universitäten fern von der Heimat. Du hast dann meist keine andere Möglichkeit, als dir eine eigene Wohnung zu suchen und eventuell zusammen mit anderen Studenten zu wohnen. Dabei sind die finanziellen Mittel in der Regel stark begrenzt. Aushilfsjobs tragen jedoch teilweise dazu bei, das Einkommen ein wenig aufzubessern. Meist reicht es gerade für das Notwendigste. Doch trotzdem können auch Studenten mit ein paar Tipps schön (und trotzdem günstig!) wohnen und einige kleine Reparaturen in den eigenen vier Wänden selber vornehmen.

Das richtige Werkzeug für kleine Reparaturen

Kleine Reparaturen lassen viele einfach von einem Handwerker erledigen, sei das die Reparatur der Waschmaschine oder der verstopfte Abfluss. Doch die Handwerkerrechnung kommt anschließend bestimmt und will auch bezahlt werden – mit einem kleinen Budget ist das häufig einfach nicht drin. Wer dennoch einen Handwerker beauftragt, sollte bei der Rechnung aufmerksam sein. Welche Fehler sich häufig in Handwerkerrechnungen befinden und was du dagegen tun kannst, erläutert der NDR in einem Artikel. Wer hier ein wenig handwerkliches Geschick und technisches Verständnis hat, kann sich selbst helfen. Möglich wird dies mit dem richtigen Werkzeug. Heute kannst du dir hochwertiges Werkzeug bereits zu relativ günstigen Preisen anschaffen. Wenn du dann noch ordentlich im Internet recherchierst, kannst du beispielsweise eine Bohrmaschine zu einem echten Schnäppchenpreis bekommen.

Mit einer ergonomischen Bohrmaschine mit Schlagwerk und Schnellspannfutter hast du ein einfach zu bedienendes Werkzeug für vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

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Altstadtwohnungen haben nicht nur einen besonderen Flair

In vielen Städten gibt es die günstigsten Studentenwohnungen in Altbauten. Sie sind daher unter Studenten besonders beliebt. Dabei sind die Wohnräume oft ziemlich groß mit hohen Wänden und Decken. Du musst kein Ingenieur sein, um Bilder oder Regale aufzuhängen. Allerdings ist das Mauerwerk meist so beschaffen, dass du ohne eine Bohrmaschine nicht viel ausrichten kannst. Sie sollte neben einem Schlagwerk auch ein Schnellspannfutter und einen ergonomischen Handgriff aufweisen. So ist der Werkzeugwechsel einfach, das Arbeiten komfortabel und die Maschine kann so ziemlich jedes Material durchbohren. Mit einer einfachen kleinen Bohrmaschine, beispielsweise mit 600 Watt, kannst du in Stein, Mauerwerk, Holz sowie Metall bohren. In Neubauwohnungen genügt allerdings eine einfache Bohrmaschine meistens nicht. Dort ist viel Stahlbeton verbaut. Um diesen zu durchbohren, benötigst du einen Bohrhammer.

Kleinwerkzeuge helfen Energie sparen

Ein paar Kleinwerkzeuge sollten die Bohrmaschine auf jeden Fall ergänzen. Für viele Reparaturen sind insbesondere stromlose Werkzeuge, wie Hammer, Schraubendreher, Schraubenschlüssel oder eine ordentliche Kombizange, notwendig. Folgende Werkzeuge sollten sich in deinem Werkzeugkasten befinden:

  • Gabel- oder Ringschlüssel in unterschiedlichen Größen,
  • ein Hammer von mindestens 300 Gramm,
  • verschiedene Zangen, wie Flachzange, Rohrzange, Spitzzange, Kombizange oder Seitenschneider, und
  • ein hölzerner Zollstock mit mehreren Metallgliedern.

Darüber hinaus stellt eine Wasserwaage ein nützliches Werkzeug dar. Damit kannst du deine Bilder und Regale gerade aufhängen und Schränke ausrichten. Wenn du dir neues Werkzeug kaufst, solltest du unbedingt darauf achten, dass es hochwertiges Werkzeug ist. Werkzeug, das günstig verkauft wird, nutzt sich viel schneller ab und ist nach wenigen Einsätzen zu nichts mehr zu gebrauchen. Außerdem besteht bei billigem Werkzeug die Gefahr, dass etwas bricht und du dich beim Arbeiten verletzt. Welche Werkzeuge in deinem Werkzeugkasten nicht fehlen sollten, verrät dir das Heimwerkermagazin „selber machen“.

Ideen für Anfänger und fortgeschrittene Heimwerker-Studenten

Weinkisten und Europaletten sind ideal, um daraus kleine Möbel zu bauen. Sie sind stabil und lassen sich mit wenig Aufwand verwandeln, zum Beispiel in:

1. Aufbewahrungsboxen für DVDs, Bücher oder Zeitschriften – oder was du sonst gerne verstauen würdest

Dazu brauchst du nur wenige Werkzeuge. Eigentlich genügt Schleifpapier. Mit einer kleinen Schleifmaschine geht es ein wenig einfacher. Ist die Kiste schön glatt geschliffen, kannst du sie mit einer Holzschutzfarbe versehen, einölen oder so belassen.

2. Ein Regal aus Wein- oder stabilen Obstkisten

Wenn du mehrere Kisten bekommen konntest, kannst du sie einfach stapeln, sowohl horizontal als auch vertikal. Zuvor solltest du die Kisten für dieses Projekt ebenfalls glatt schleifen. Anschließend kannst du die Kisten auch in einer zur Einrichtung passenden Farbe lackieren. Damit das Regal stabiler wird, kannst du die einzelnen Kisten mit Schraubzwingen verbinden. Oder du bohrst Löcher und verbindest die Kisten mit Schrauben und Muttern miteinander. So stabilisiert, kannst du das Regal einfach an die Wand stellen. Wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt sind, ist es eine Überlegung wert, das Regal an die Wand zu schrauben. Dann kann es nicht so einfach umgestoßen werden, auch wenn es mal etwas turbulenter zugeht.

Eine Abwandlung dieser Basis-Variante sind Hängeregale. Dazu schraubst du entweder einzelne Kisten an die Wand oder du baust dir einen höheren, komplexen Turm und hängst ihn auf.

3. Eine Weinkisten-Sitzecke

In Weinkisten kannst du nicht nur Sachen aufbewahren. Sie bieten auch eine perfekte Sitzgelegenheit. Dazu musst du die Kiste nur umdrehen oder hochkant aufstellen und ein Kissen darauflegen. Vorheriges Schleifen verhindert, dass du dir Splitter einfängst. Wenn du noch eine Kiste übrighast, kannst du sie als Beistelltischchen benutzen und hast eine schöne Möglichkeit, ein Glas abzustellen oder eine kleine Lampe neben der Sitzecke zu installieren. Aber auch mit Europaletten lässt sich mit etwas Kreativität eine schöne Sitzecke gestalten.

4. Die Variante für Fortgeschrittene – einen Couchtisch

Für die Profi-Variante des Couchtisches brauchst du vier Weinkisten. Du drehst die Kisten auf die Seite und schraubst sie so zusammen, dass die offene Seite nach außen zeigt. So bekommst du nicht nur einen schönen Tisch, sondern auch gleichzeitig Ablagefläche und Stauraum. Damit der Tisch stabiler wird, kannst du an die Unterseite ein großes Brett oder mehrere schmale Bretter schrauben. Mit vier Rollen wird der Tisch mobil. Nun musst du ihn nur noch abschleifen und mit Holzschutzfarbe versiegeln oder schön lackieren.

Tipp: Bei Weinhändlern oder in Weinbaubetrieben gibt es leere Weinkisten manchmal kostenlos oder für ganz wenig Geld. Wer dort kein Glück hat, kann bei eBay* oder Amazon* nachschauen. Allerdings sollte der Anfahrtsweg dabei nicht zu lang sein, sonst rechnet sich das Schnäppchen am Ende nicht mehr.

Dieser Artikel ist Teil der Reihe „Spartipps für Studenten“:

Teil 1: Einfache Tipps, um Geld beim Umzug in die erste Wohnung zu sparen

Teil 2: 10 Tipps, wie du als Student Geld sparen kannst

Teil 3: Günstig und trotzdem schön? Wohnungseinrichten als Student

Teil 4: Kosten sparen im Haushalt – Tipps für Studenten-WGs

Teil 5: So können sich auch Studis einen Urlaub leisten