Gruppenarbeiten in der Uni überstehen

Gruppenarbeiten sind ein fester Bestandteil der Uni - so kannst du sie überstehen!

Hast du Gruppenarbeiten in der Schule auch so gehasst?
Wenn du mit dienen Freunden eine Gruppe bilden konntest, war es meist unproblematisch. Wurden die Gruppen jedoch bunt zusammengewürfelt, konntest du Pech haben und mit dem Klassenclown oder dem Schwänzer in einer Gruppe sein. Damit blieb die gesamte Arbeit an der dritten Person, nämlich dir, hängen. Mit dem Übergang zur Uni hattest du dann die Hoffnung, dass die Zeit der Gruppenarbeiten ein Ende hat. Ein schöner, aber doch naiver Gedanke. Aber auch bei Professoren sind Gruppenarbeiten beliebt, da sie pädagogischen Mehrwert haben und – seien wir ehrlich – weniger Arbeit bedeuten. Aber wie kannst du Gruppenarbeiten in der Uni überstehen?

Mehrwert von Gruppenarbeiten

In der Theorie sind Gruppenarbeiten dazu da, die Teamfähigkeit eines jeden Gruppenmitglieds zu verbessern. Gerade weil so unterschiedliche Charaktere aufeinander treffen und miteinander arbeiten sollen, stellen sie oft eine Herausforderung dar. In deinem späteren Berufsleben musst du auch mit schwierigen Kollegen zusammenarbeiten können. Hier kannst du direkt üben. Die Mitglieder einer Gruppe müssen bereit sein, Kompromisse einzugehen und ihre Entscheidungen auf die Anderen abzustimmen. Egoisten sind hier fehl am Platz. Konflikte sollen gemeinsam gelöst werden und auch die Kritikfähigkeit soll ausgebaut werden. Eine weitere Idee der Gruppenarbeit ist, dass die Kommunikation zum besseren Verständnis der Lerninhalte beiträgt. Außerdem müssen sich die Studenten die Themen selbst erarbeiten, wodurch der Lerneffekt größer ist.

Ich = Team, Du = Work

In der Praxis sind Studenten schlicht und ergreifend vom Großteil der Gruppenarbeiten genervt. Wenn es schlecht läuft, hast du einen Kommilitonen in der Gruppe, dem die Note egal ist. Oder einen, der nie auf eure Treffen vorbereitet ist. War es in der Schule schon schwer einen gemeinsamen Termin zu finden, scheint es in der Uni unmöglich zu sein. Deshalb wird sich oft dazu entschieden, die Arbeit aufzuteilen und zuhause zu erledigen. Blöd nur, wenn es zum Schluss an einer einzelnen Person hängen bleibt. Grund dafür: Die anderen haben ihren Teil nicht rechtzeitig geschickt. Wahrscheinlich haben sie ihn nicht mal ausgearbeitet. Die Benotung des Projekts erfolgt dann trotzdem für die gesamte Gruppe, war ja eine Gruppenarbeit. Wer tatsächlich wie viel gearbeitet, davon ahnen die Dozenten nichts. Das Konzept einer Gruppenarbeit ist also nur selten wirklich sinnvoll und der Lernerfolg stark von der Personenkonstellation abhängig.

Masterplan: So überstehst du deine nächste Gruppenarbeit

Nach jahrelanger Eigenerfahrung sehe ich den Schlüssel zum erfolgreichen Überstehen einer Gruppenarbeit in zwei Komponenten: Organisation und Kommunikation.

Organisation

1. Der Koordinator

Eine Gruppenarbeit kann nur dann erfolgreich sein, wenn es einen Koordinator in der Gruppe gibt. Seine Aufgabe ist es, alle Vorgänge zu organisieren. Diesen Koordinator kann man in der Gruppe gemeinsam festlegen, aber meistens kristallisiert er sich von selbst im ersten Treffen heraus. Wenn keiner diese Aufgabe übernimmt, solltest du es selbst in die Hand nehmen. Auf diese Weise kannst du im Voraus schon einiges retten. In der Rolle des Koordinators leitest du eure Treffen, ohne der Chef zu sein. Du behältst im Blick, dass ihr bei euren Treffen wirklich produktiv seid und euch nicht in Details verliert. Bist du nicht mal annähernd ein Organisationstalent, solltest du es jedoch anderen überlassen. Überlege dir, welche Person aus deiner Gruppe ideal für diese Aufgabe wäre. Sprich sie an und frag sie, ob sie die Koordination übernehmen möchte.

2. Klare Aufgabenverteilung

Zuerst sollte eine klare Arbeitsverteilung gemacht werden. Wer kümmert sich um die Präsentation, wer um das Handout? Wer wird beides dem Professor schicken? Die Arbeit sollte immer gerecht, also dem Arbeitsumfang entsprechend, aufgeteilt werden. Außerdem sollten sich die Gruppenmitglieder ihren Aufgabenteil selbst aussuchen. Jedes Mitglied der Gruppe hat andere Stärken, Schwächen und Vorlieben. Beispielsweise hat ein kreativer Mensch besonders viel Spaß an der Gestaltung der PowerPoint Präsentation und kann diese dann übernehmen. Die Stärken den Aufgaben anzupassen verbessert die Motivation jedes Einzelnen und der Arbeitserfolg wird steigen. Im Laufe der Gruppenarbeit sollte auch direkt besprochen werden, wer die ausgearbeiteten Inhalte vortragen möchte, damit sich die Ausgewählten darauf vorbereiten können. Auch hier gilt: Freiwillige vor.

3. Planung ist alles

Zudem sollte gleich zu Beginn geplant werden, wann und wie oft ihr euch trefft. Durch die unterschiedlichen Stundenpläne und Hobbies, kann das etwas Zeit in Anspruch nehmen. Macht deshalb beim ersten Treffen schon feste Tage und Uhrzeiten aus. Für eine bessere Koordination und auch Kommunikation könnt ihr zusätzlich eine Whatsapp-Gruppe erstellen, die bei Rückfragen und Unsicherheiten helfen kann.

Eine gute Organisation ermöglicht ein fokussiertes, motiviertes und produktives Arbeiten in der Gruppe.

Kommunikation

1. Regeln der Kommunikation

Kommunikation ist in Gruppenarbeiten das Wichtigste. Ohne sie funktioniert das ganze Konzept nicht. Die Mitglieder sollten sich gegenseitig mit Respekt entgegentreten. Jeder muss den anderen ausreden lassen: Wenn einer redet, hören die Anderen zu. Dabei sollten auch unbedingt die Schüchternen zu Wort kommen. Ihr Können darf man nicht unterschätzen. Zudem sollten alle offen für die Ideen der anderen sein und Feedback und Kritik zulassen. Der Sinn einer Erarbeitung in einer Gruppe ist, dass verschiedene Herangehensweisen und Blickwinkel ausgetauscht werden.

2. Ihr seid ein Team

Des Weiteren sollte die Gruppenarbeit wirklich eine Gruppenarbeit sein. Alle sollten an einem Strang ziehen, immerhin gibt es ein gemeinsames Ziel. Ausgemachte Termine sollten eingehalten werden und die verschiedenen Aufgaben zum vereinbarten Zeitpunkt erledigt sein. Schaffst du es doch nicht, das nächste Treffen vorzubereiten, informiere deine Kommilitonen rechtzeitig. So könnt ihr gemeinsam eine Lösung finden. Manchmal kommt es in einer Arbeitsgruppe auch zu Meinungsverschiedenheiten. Die Parteien sind stur und die Diskussion hat sich festgefahren. In diesem Fall, habt ihr immer noch die Möglichkeit gemeinsam abzustimmen. So bleibt es fair und es wird im Sinne der Mehrheit entschieden.

3. Pausen ja, aber keine Zeit verschwenden

Neben der eigentlichen Arbeit können kurze private Plaudereien und Themenwechsel für Abwechslung sorgen. Pausen sind auch in Gruppenarbeiten wichtig für die Produktivität. Ist die Luft jedoch raus und es werden nur noch irrelevante Themen besprochen, solltet ihr für diesen Tag das Arbeiten beenden. Beim nächsten Treffen könnt ihr dann wieder motiviert und produktiv loslegen.

Mit Organisation und Kommunikation überstehst du Gruppenarbeiten in der Uni

Und wenn es doch Probleme gibt …

Probleme während einer Gruppenarbeit lassen sich leider nie ganz ausschließen. Doch der Umgang mit ihnen, gehört zu einer erfolgreichen Gruppenarbeit dazu. Wenn es beispielsweise eine Person im Team gibt, die sich jeglicher Kooperation verwehrt, solltet ihr auf die richtige Kommunikation setzen. Suche das Gespräch mit der betreffenden Person und finde heraus, was genau ihr Problem ist. Meistens kann man einfach eine Lösung finden. Es bedeutet nicht sofort, dass du die gesamte Arbeit alleine bewältigen musst.

Fazit

Gruppenarbeiten werden wahrscheinlich nie zu deiner Lieblingsaufgabe gehören, aber du kannst dir sicher sein: Die Nächste wird kommen. Jetzt weißt du immerhin, wie du sie überstehen kannst. 😉

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