Fünf Wege wie du Berufserfahrung sammeln kannst

Viele stehen nach dem Abitur vor der Frage: Ausbildung oder Studium? Studium ist meist viel zu theoretisch, Ausbildung allerdings zu praxisorientiert. Was also tun? Berufserfahrung sammeln neben dem Studium natürlich! Leichter gesagt als getan. Manche Studiengänge haben so viele Studenten, dass die Nachfrage nach freien Stellen unwahrscheinlich hoch ist. Andere wiederum studieren vielleicht in einer Fachrichtung, bei welcher Unternehmen noch nicht ganz sicher sind, wo man diese Spezialisten einsetzen kann. Aus diesem Grund empfiehlt sich frühzeitig: Recherche von potentiellen Arbeitgebern, eigene Interessen herausfinden und Bewerbungen schreiben!

Es gibt viele Möglichkeiten, neben dem Studium Berufserfahrung sammeln zu können. Zu Beginn erscheint es euch daher vielleicht schwierig, gleich den richtigen Weg für euch zu finden. Der ist sowieso für jeden anders; es gibt nicht die eine, beste Art von “Berufserfahrung sammeln”. Das muss wie immer jeder für sich selbst herausfinden. Um überhaupt erstmal einen Überblick zu haben, welche Möglichkeiten es denn so gibt, zeigen wir euch jetzt die fünf besten Wege, Berufserfahrung sammeln zu können.

1. Praktika

Bei einem Praktikum* handelt es sich um eine befristete Tätigkeit in einem Unternehmen. Diese Befristung ist je nach Art des Praktikums unterschiedlich und kann von 2 Wochen (Schnupperpraktikum) bis hin zu 6 Monaten (Praxissmester) andauern. In dieser Zeit arbeiten Praktikanten zumeist in Vollzeit, also 40 Stunden pro Woche. Bevor ein Praktikum begonnen werden kann, sollte man sich zunächst überlegen: Ist es ein Pflichtpraktikum im Rahmen des Studiums oder ein freiwilliges Praktikum? Ausgeschriebene Pflichtpraktika erfordern nämlich generell eine Immatrikulation sowie eine Festsetzung in der Studienordnung. Ziel eines Praktikums ist jedoch so oder so, dass Studenten ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich durch die praktische Anwendung erweitern und verbessern. Je nach Unternehmen lernt der Praktikant dabei verschiedene Fachbereiche in ihren Grundzügen oder einen bestimmten Bereich intensiv kennen.

Vorteile:

  • Versicherungsfreiheit: Pflichtpraktika sind versicherungsfrei. Bei freiwilligen Praktika besteht die Versicherungsfreiheit für einen Verdienst bis zu 450€ monatlich. Bafög-Zahlungen bleiben davon ebenfalls unbetroffen.
  • Bezahlung nach Mindestlohn: Freiwillige Praktika sind bei einer Dauer von über 3 Monaten an den Mindestlohn gebunden. Wer ein Praktikum mit einer Dauer von unter 3 Monaten absolviert und nachträglich verlängert, hat ab diesem Zeitpunkt Anspruch auf Mindestlohn für die gesamte Praktikumsdauer.
  • Erste berufliche Kontakte: Praktika sind eine gute Möglichkeit, erste Berufserfahrungen sammeln zu können. Auch wenn nicht allzu viele Unternehmen ihre Praktikanten in weiterführenden Anstellungen übernehmen, kann man erste Einblicke in Arbeitsalltag und Firmenablauf bekommen.

Extra-Bonus:

  • Lebenslauf pushen: Praktika zeigen, in welchen Bereichen man bereits praktisch Wissen anwenden konnte. Zukünftige Arbeitgeber können dem entnehmen, welche Aufgaben und Funktionen geeignet für jemanden sind oder wo noch Nachholbedarf besteht. Je mehr Praxiserfahrung ein Student in bestimmten Aufgabenfeldern vorweisen kann, umso besser stehen seine Chancen, zukünftig auch für höhere Positionen in Betracht gezogen zu werden und auch in neuen Tätigkeitsbereichen Berufserfahrung sammeln zu können.

Nachteile:

  • Teilweise niedriges bis gar kein Gehalt: Pflichtpraktikanten haben keinen Anspruch auf Gehalt, Urlaub und ähnliches. In den meisten Fällen erhalten sie nur ein kleines Taschengeld als Gegenleistung für ihre Arbeit.
  • Möglicherweise undankbare Aufgaben: Hier gibt es drei Möglichkeiten. Entweder der Arbeitgeber bietet ein reguläres Praktikum an, bei welchem man in verschiedenen Tätigkeitsbereichen sein Wissen anwenden kann. (So sollte es sein!) Manche Unternehmen nutzen Praktikanten jedoch auch nur als billige Arbeitskräfte, das heißt großer Arbeitsaufwand, aber nur wenig Lerneffekt. (So darf es nicht sein!) Und wiederum andere Unternehmen muten ihren Praktikanten zu wenig zu und lassen sie nur wenig anspruchsvolle Aufgaben wie Kaffee kochen und Blätter kopieren übernehmen. (So sollte es nicht sein!)

2. Werkstudentenjobs

Werkstudenten* sind im Gegensatz zu Praktikanten über einen längeren Zeitraum in einem Unternehmen beschäftigt. Meist muss eine Mindest-Verfügbarkeit von 6 Monaten bestehen. Möglich ist aber auch eine Beschäftigung über die gesamte Studiendauer. Die wichtigste Voraussetzung für so einen Job ist dabei: die Immatrikulation. Ohne den Studentenstatus ist man nicht berechtigt, als Werkstudent* zu arbeiten. Innerhalb dieser Beschäftigung dürfen nur maximal 20 Stunden pro Woche gearbeitet werden. Zumindest in der Vorlesungszeit! In den Semesterferien kann die Wochenarbeitszeit nach Absprache mit dem Unternehmen auch auf Vollzeit erhöht werden, solang die Anzahl voll gearbeiteter Wochen 26 nicht überschreitet. Während einer Werkstudententätigkeit liegt das Augenmerk dann – ähnlich dem Praktikum – darauf, jungen Studenten die praktische Anwendung ihres theoretischen Wissens zu ermöglichen.

Vorteile:

  • Gutes Gehalt: Der Verdienst ist deutlich höher als der von Praktikanten. Ein wichtiger Grund hierfür ist, dass Werkstudenten nach Mindestlohn bezahlt werden müssen. Es ist daher durchaus möglich, zwischen 800€ und 1000€ monatlich zu verdienen.
  • Keine Versicherungspflicht: Es besteht keine Sozialversicherungspflicht, sodass Werkstudenten hier Ausgaben einsparen können. In die Rentenkasse zahlen Werkstudenten während dieser Tätigkeit dennoch bereits ein.
  • Geregelte Aufgaben: Während man im Praktikum oft mal hier mal da eingesetzt wird, ist als Werkstudent mit Projektarbeiten oder Assistenzstellen zu rechnen. Das heißt, man widmet sich in der Regel einem Projekt, bei dem man Verantwortung übernehmen kann.
  • Mögliche zukünftige Beschäftigung: Wer als Werkstudent bereits einen Fuß in der Tür eines Unternehmens hat, hat in vielen Fällen gute Karten, auf diese Weise einen Praxispartner für die Abschlussarbeit zu finden oder sogar nach dem Studium eine Festanstellung angeboten zu bekommen. Auf jeden Fall bietet sich jedoch die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und sich ein berufliches Netzwerk aufzubauen.

Extra-Bonus:

  • Lebenslauf pushen: Werkstudentenstellen werden in der Praxis meist höher angesehen als Praktika. Wer als Werkstudent in Projekten mitarbeiten konnte, zeigt nämlich nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch ein gutes Projektmanagement. Da Werkstudenten meist verschiedene Aufgaben übernehmen, gehen zukünftige Arbeitgeber davon aus, dass man vielseitig einsetzbar ist und sich gut in neue Bereiche einarbeiten kann. Das ist eine wichtige Voraussetzung um die Chance zu kriegen, Berufserfahrung sammeln zu können.

Nachteile:

  • Kein Bafög: Wer als Werkstudent gutes Geld verdient, erhält logischerweise kein Bafög mehr. Aus diesem Grund sollte das Gehalt so hoch sein, dass es zum Bestreiten des Lebensunterhaltes ausreicht.
  • Familienversicherung entfällt: Aufgrund des zum Teil hohen Gehaltes kann es passieren, dass die Familienversicherung nicht mehr greift und eine studentische Versicherung abgeschlossen werden muss.
  • Wenig Freizeit in den Semesterferien: Während die Arbeit während des Semesters meist überschaubar bleibt, kann in den Semesterferien unter Umständen viel Arbeit auf euch zukommen. Manche Unternehmen erwarten nämlich von ihren Werkstudenten, die gesamten Semesterferien arbeiten zu gehen.

3. Traineeprogramme

Trainee-Programme richten sich an Hochschulabsolventen, die in Unternehmen durch Einstiegs-Programme zu Führungskräften ausgebildet werden. Solche Programme können je nach Umfang meist zwischen 12 und 24 Monaten Zeit in Anspruch nehmen. In dieser Zeit sind die Trainees in der Regel Vollzeit, also 40 Stunden pro Woche, im Unternehmen beschäftigt. Mit dem ganzen erlernten Wissen sollen sie dem Unternehmen natürlich langfristig erhalten bleiben und es von Grund auf kennenlernen. Das bedeutet, sie bekommen Eindrücke von verschiedenen Abteilungen eines Unternehmens, um dessen Interessen und Abläufe zu verinnerlichen und später vertreten zu können. Um ein solches Trainee-Programm überhaupt wahrnehmen zu können, gibt es aber eine wichtige Grundvoraussetzung: ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Danach können aber Absolventen aller Studienrichtungen entsprechende Stellen finden.

Vorteile:

  • Breit gefächert: Während Volontariate beispielsweise eher für Geisteswissenschaftler interessant sind, können bei Traineeships Absolventen aller Studiengänge freie Plätze finden.
  • Gutes Gehalt: Trainees verdienen deutlich mehr als Praktikanten, fast so viel wie direkte Berufseinsteiger. Durchschnittlich kann also mit einem Gehalt von rund 38.200 Euro im Jahr gerechnet werden.
  • Hohe Übernahmechancen: Aufgrund der umfangreichen Einarbeitung in das Unternehmen und die Vorbereitung auf eine Führungsposition, haben Trainees im Vergleich zu Praktikanten und Co. deutlich bessere Chancen übernommen zu werden.
  • Verschiedene Aufgaben: Trainees erhalten bei den allgemeinen Programmen Einblicke in verschiedene Unternehmensbereiche und Projekte. Dadurch lernen sie nicht nur das Unternehmen von Grund auf kennen, sondern können auch herausfinden, welche Aufgaben sie besonders interessieren und sich spezifisch auf die zukünftigen Aufgaben vorbereiten.

Extra-Bonus:

  • Lebenslauf pushen: Trainees bekommen vor allem in großen Unternehmen eine Chance, ihre Qualifikationen unter Beweis zu stellen und Berufserfahrung sammeln zu können. Natürlich gibt das dem Lebenslauf einen Boost, wenn man über längere Zeit – am besten sehr erfolgreich – in einem renommierten Großkonzern gearbeitet hat. Neue Arbeitgeber vertrauen darauf, dass man in dieser Zeit viel gelernt hat und nun perfekt vorbereitet für die neuen Herausforderungen ist.

Nachteile:

  • Harte Auswahlverfahren: Gerade in den ganz großen Unternehmen herrscht natürlich eine große Nachfrage nach Traineeships. Aus diesem Grund ist gerade bei den Big Playern mit ziemlich harten Auswahlkriterien zu rechnen. Das bedeutet, dass Assessmentcenter und Vorstellungsgespräche häufig über mehrere Runden gehen.
  • Großer Leistungsdruck: Trainees sollen die neuen Führungskräfte werden, dementsprechend hoch ist ihr Arbeitsaufwand. Sie müssen schnell in ihre neuen Aufgaben finden und Verantwortung übernehmen. Dazu gehört ein hohes Maß an Leistungsbereitschaft und Eigeninitiative.
  • Langfristige Arbeitgeber: Traineeprogramme sind eine gute Chance bei den großen Arbeitgebern der Branche Fuß zu fassen und länger dort zu bleiben. Das kann hinderlich sein, wenn man sich nicht langfristig an einen bestimmten Arbeitgeber binden will oder sich noch ganz und gar unsicher über den weiteren beruflichen Werdegang ist.
Fünf Wege Berufserfahrung sammeln zu können Karriere

4. Minijobs

Ein Minijob ist eine geringfügige Beschäftigung. Das bedeutet, er ist entweder auf eine Verdienstgrenze von 450€ beschränkt oder nur auf einen bestimmten, kurzfristigen Zeitraum angelegt. Dieser Zeitraum darf dabei 70 Tage nicht überschreiten. In vielen Fällen wird die Arbeitszeit zwischen Unternehmen und Minijobber individuell geregelt, gesetzliche Regelungen gibt es kaum. Minijobs sind daher für jeden zugänglich, es gibt keine besonderen Voraussetzungen. Ein bisschen Vorerfahrung ist zwar oft wünschenswert, aber gerade im Service sind die Unternehmen häufig dankbar für jede Unterstützung. Minijobs werden daher meistens dazu genutzt, nebenberuflich Geld zu verdienen. Fachliche Bezüge gibt es hier also nur selten, was nicht heißt, dass man seine Soft Skills oder allgemeinen Kenntnisse nicht trotzdem verbessern kann.

Vorteile:

  • Bezahlung nach Mindestlohn: Minijobber müssen nach Mindestlohn bezahlt werden. Das heißt, man bekommt für seine Arbeit Stand 2018 mindestens 8,84€ die Stunde.
  • Gleiche Rechte wie Vollzeitarbeiter: Im Gegensatz zu Praktikanten haben Minijobber die gleichen Rechte wie Vollzeit-Angestellte. Das heißt im Klartext: Anspruch auf bezahlten Urlaub und Versicherung im Fall von Arbeitsunfällen.
  • Versicherungsvorteile: Minijobber leisten mit ihrer Arbeit einen Beitrag in der Rentenversicherung. In allen anderen Bereichen der Sozialversicherung sind Minijobber nicht zahlungspflichtig und können somit ihr Gehalt vollständig behalten.
  • Niedrige Zugangsvoraussetzungen: Im Gegensatz zu anderen Möglichkeiten bedarf es bei Minijobs normalerweise keiner großen Voraussetzungen. Man kann auch ohne Vorerfahrung und fachlichen Bezug viele – jedoch meist fachfremde – freie Stellen finden.

Extra-Bonus:

  • Lebenslauf pushen: Selbst wenn die erworbenen Fähigkeiten im Minijob für den späteren Berufswunsch irrelevant erscheinen mögen. Arbeitgeber wissen es zu schätzen, wenn man bereits einmal gearbeitet und sein eigenes Geld verdient hat. Das zeigt, dass man Soft Skills besitzt und in der Lage ist, sich in andere Aufgabenfelder einzuarbeiten. Auch bei fachfremden Aufgaben kann man Berufserfahrung sammeln, die unter Umständen einmal von Nutzen sein kann: Fremdsprachenkenntnisse oder Serviceorientierung beispielsweise.

Nachteile:

  • Schlechte Übernahmechancen: In vielen Fällen ist der Minijob sowieso nicht in dem Bereich, in dem man eigentlich später arbeiten will. Selbst wenn, stehen die Übernahmechancen aber auch eher gering. Für viele Unternehmen ist es günstiger, mehrere Minijobber einzustellen statt eine festangestellte Person.
  • Kaum Qualifizierungsmöglichkeiten: Minijobs sind dadurch gekennzeichnet, dass sie gerade in Branchen wie Gastronomie und Handel gehäuft angeboten werden. Wer nicht gerade in diesen Bereichen tätig werden will, hat nur wenig Chancen, sich hier beruflich zu qualifizieren.
  • Kein Versicherungsschutz: Dadurch, dass man nicht zahlungspflichtig ist, besteht natürlich auch kein Schutz im Schadensfall. Minijobber haben jedoch bis zu einer Verdiensthöhe von 450€ die Möglichkeit, über die Familienversicherung versichert zu bleiben.

5. Ehrenämter

Als Ehrenamt bezeichnet man die freiwillige Arbeit in einer größtenteils gemeinnützigen Organisation. Dabei geht es jedoch nicht in erster Linie um den Lernprozess. Die Tätigkeiten im Ehrenamt sind vielmehr auf den sozialen Aspekt ausgerichtet. Man wird nicht unbedingt sein Fachwissen aus einem bestimmten Bereich anwenden oder intensivieren können. Man kann aber mit der eigenen Arbeit anderen Menschen helfen und seine Social Skills verbessern. Deshalb gibt es hier auch keine pauschalen Voraussetzungen: Eigentlich kann jeder ehrenamtlich aktiv werden, unabhängig von Bildungsniveau oder Fachbereich. Auch die Arbeitszeiten sowie die Dauer des Ehrenamtes sind dementsprechend flexibel; das Ehrenamts-Aufkommen kann in der Regel jeder selbst entscheiden.

Vorteile:

  • Netzwerken: Auch wer nicht direkt in seinem Fachbereich aushilft, kann beruflich davon profitieren. Es kann nie schaden, in verschiedenen Branchen Kontakte zu knüpfen. Eventuell wird man ja an einen interessanten Partner weitervermittelt.
  • Fähigkeiten verbessern: Ehrenämtler können vor allem ihre Soft Skills verbessern. Einfühlungsvermögen, Teamfähigkeit und Eigeninitiative sind Fähigkeiten, die Arbeitgeber meist voraussetzen. Mit ehrenamtlichem Engagement kann man seine Qualitäten beweisen.
  • Berufliche Orientierung: Gerade diejenigen, die noch nicht genau wissen, was sie beruflich in der Zukunft machen wollen, können im Ehrenamt auch mit wenig Zeit herausfinden, wo ihre beruflichen Stärken und Interessen liegen.

Extra-Bonus:

  • Lebenslauf pushen: Ehrenamtliche Tätigkeiten zeigen, dass man bereit ist, über den Tellerrand hinauszuschauen und gesellschaftlich etwas zu bewegen. Ebendies wünschen sich Unternehmen von ihren Angestellten. Ein Ehrenamt macht dem neuen Arbeitgeber klar, dass Teamfähigkeit und Motivation mehr als nur leere Worte sind. Das kann der entscheidende Punkt sein, sich von anderen Bewerbern abzuheben und die Chance zu bekommen, Berufserfahrung sammeln zu dürfen.

Nachteile:

  • Kein Gehalt: Ehrenamtliche Arbeit ist unentgeltlich. Nur die wenigen Organisationen, die es sich leisten können, zahlen ihren Ehrenämtlern eine kleine Aufwandsentschädigung. Diese ist bis zu einer Höhe von 720€ jährlich steuerfrei.
  • Gefahr der Ausnutzung: Auch wenn es eher selten vorkommt: Manchmal gibt es auch hier schwarze Schafe. Diese nutzen die Gutmütigkeit der Ehrenamtlichen aus und überhäufen sie mit Arbeit, um an den eigenen Personalkosten zu sparen.

Fazit:

Es gibt, wie ihr seht, viele verschiedene Möglichkeiten, Berufserfahrung sammeln zu können. Für welche Variante ihr euch auch entscheidet: Berufserfahrung sammeln ist wichtig!* Gerade in der heutigen Zeit ist es eine sehr gute Möglichkeit, sich von anderen Bewerbern abzuheben und das Wunschunternehmen von sich zu überzeugen. Oftmals haben gerade große Unternehmen einfach nicht die Zeit, ihre Angestellten in alles einzuarbeiten. Da kann es euch Vorteile bringen, wenn ihr bereits Erfahrungen mitbringt und dementsprechend weniger Einarbeitung benötigt. Neuen Arbeitgebern ist es logischerweise wichtig, dass ihr nicht nur theoretisch wisst, wie Abläufe funktionieren, sondern auch praktisch in der Lage seid, mit ihnen umzugehen. Dabei solltet ihr keine Angst vor neuen Aufgabenfeldern haben und auch dort Berufserfahrung sammeln wollen. Für die Arbeitswelt gilt: Je länger und besser ihr in einem Unternehmen gearbeitet habt, umso höher steht ihr natürlich auch im Bewerbungsprozess neuer Arbeitgeber.