Fünf Tipps um versehentliche Plagiate zu vermeiden

Fünf Tipps und versehentliche Plagiate zu verhindern

Plagiate, also die unrechtmäßige Aneignung von Ideen und Gedanken, sind definitiv kein Kavaliersdelikt! Einmal ganz davon abgesehen, dass Plagiate ein echtes Problem für die ursprünglichen Autoren und für die Wissenschaft als solche sind, riskierst du bei einem Plagiat auch deinen Studienplatz.

Leider ist es jetzt aber so, dass viele Plagiate gar keine böse Absicht, sondern Versehen oder Flüchtigkeitsfehler sind. Solche versehentlichen Plagiate sind zwar nicht als Betrug gedacht, müssen aber trotzdem so behandelt werden – wie soll man die Intention auch herausfinden.

Aus genau diesem Grund haben viele Studis, die Haus- und Abschlussarbeiten schreiben, Angst davor, versehentlich ein Plagiat zu produzieren.

Zum Glück lässt sich dieses Risiko mit ein paar einfachen Tipps und Strategien extrem reduzieren!

So verhinderst du ein versehentliches Plagiat

1. Die Regeln und Formalitäten verstehen

Die meisten versehentliche Plagiate entstehen, weil die Regeln und Formalitäten unklar waren. Natürlich gilt: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! Deshalb solltest du dir, bevor du einen Text schreibst, absolut sicher mit den Zitierregeln in deinem Fach und der guten wissenschaftlichen Praxis sein. Einfach nur irgendwie die Quelle zu vermerken, wie das in der Schule vielleicht leider noch funktioniert hat, geht jetzt einfach nicht mehr!


StudybeesPlus für WiWis

Ganz wichtig ist auch, dass du dir bewusst machst, dass dieselben Regeln auch für Präsentationen, Handouts, Essays und Poster gelten.

In unserem Artikel zum einfachen und richtigen Zitieren findest du einen guten Einstieg, falls du dir unsicher bist!

Verwandt, und nicht weniger wichtig, ist auch die Thematik des Urheberrechts. Du solltest dich auf jeden Fall gut darüber informieren, was du wo in welchen Umfang und unter welchen Bedingungen verwenden kannst. Das gilt insbesondere auch für Bilder, Visualisierungen und Daten.

2. Den Text selbst prüfen

Nachdem du deinen Text fertig hast, solltest du selbst eine Plagiatsprüfung durchführen. Dies erfolgt im Idealfall in zwei Schritten.

Zuerst prüfst du (oder eine andere Person) den Text von Hand. Dabei solltest du insbesondere auf folgendes achten:

  • Sind alle Verweise auch im Literaturverzeichnis zu finden?
  • Machen die Verweise, zum Beispiel die Jahreszahlen, Sinn?
  • Gibt es Abschnitte, die nicht als Zitat markiert sind, aber einem ganz anderen Stil aufweisen? Was ist passiert?
  • Bist du dir sicher, welche Gedanken von dir kommen und an welchen Stellen du zitiert oder verwiesen hast?
  • Sind sämtliche relevante Dinge (z.B. auch Daten, Bilder und Software) korrekt zitiert?

Im zweiten Schritt solltest du auf eine Software zuruckgteifen, die eine automatische Prüfung vornimmt. Dazu findest du in einem anderen Artikel von uns detaillierte Informationen.

3. Aufmerksames und gutes Literaturmanagement

Ungewollte, versehentliche Plagiate können auch dann passieren, wenn dein Literaturmanagement nicht besonders gut ist. Das passiert insbesondere dann, wenn das Projekt komplex ist oder wenn mehrere Texte gleichzeitig verfasst werden.

Das fängt bei falschen Seitenzahlen an, geht über falsch formatierte Quellenverzeichnisse und endet bei komplett vergessenen Angaben.

Ein gutes Literaturmanagement, das auf jeden Fall auch den Einsatz von guter Software beinhaltet (hier erfährst du mehr), hilft dir dabei, solche Fehler zu vermeiden und schneller zum Ziel zu kommen.

Ganz wichtig ist das auch deshalb, weil man oftmals eine gute Idee liest, keine Notiz macht, und dann Wochen später denkt, die Idee sei eine eigene.

4. Grenzfälle vermeiden

In manchen Fällen ist es gar nicht so einfach zu bestimmen, ob etwas ein Plagiat ist oder nicht. Das passiert zum Beispiel immer wieder bei Dingen, die ‚ja sowieso jeder weiß‘. Während es bei Dingen aus dem Allgemeinwissen grundsätzlich zwar nicht nötig ist zu zitieren, verschwimmen die Grenzen oft schneller als Gedacht.

Du solltest daher dein Bestes tun, um solche Grenzfälle zu vermeiden. Wann immer du das Gefühl hast, dass etwas problematisch sein könnte, solltest du dich kümmern. Im Zweifelsfall solltest du lieber eine Quelle zu viel angeben, als eine zu wenig!

5. Keine Prokrastination wenn es um Quellen geht

Ein anderes typisches Problem, welches oft zu unabsichtlichen Plagiaten führt, ist das Prokrastinieren der Verweise. In diesem Fall ist die Prokrastination wirklich ein Fluch und kein Segen!

Du solltest dir niemals erlauben, dass Literaturverzeichnis ‚am Schluss‘ aufzustellen oder die Quelle eines Zitate ‚morgen nochmal zu recherchieren‘. Die Arbeit mit Quellen sollte immer gleich richtig gemacht werden, denn das Risiko, im Eifer des Gefechts, am Ende etwas zu vergessen ist einfach zu groß.

Aus denselben Grund solltest du auch immer gleich eine Notiz machen, wenn du eine relevante Quelle gefunden hast. Vertraue niemals darauf, dass du dich schon erinnern wirst, wenn es ernst wird.

Versehentliche Plagiate vermeiden – ein Fazit

Versehentliche Plagiate müssen nicht sein, passieren aber leider doch immer wieder. Um auf der sicheren Seite zu bleiben, solltest du mit den Regeln vertraut sein, dich auf dein gutes Literaturmanagement verlassen, eine Eigenprüfung vornehmen, Grenzfälle vermeiden und dich immer sofort um die Quellenverweise kümmern.

Mehr?  Drei neue Gewohnheiten für 2019 und dein Studium