Fünf Tipps für die Fragerunde nach der Präsentation

Fünf Tipps für die Fragerunde

Nach jeder Präsentation und nach jedem Vortrag folgt üblicherweise eine kurze Fragerunde. Obwohl diese meistens nicht viel länger als fünf Minuten dauert, ist die Fragerunde oft der stressigste Teil einer ganzen Präsentation.

Man hat die Sache gut gemacht, auch die PowerPoint sahr super aus, und eigentlich möchte man jetzt endlich raus aus dieser Situation. Doch jetzt beginnt das „Grillen“ – die Zuhörer und natürlich auch die Prüfer dürfen mit ihren Fragen nicht nur Unklarheiten beseitigen, sondern auch herausfinden, ob man wirklich gut vorbereitet war.


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Diese Situation ist für viele, verständlicherweise, recht unangenehm. Doch auch erfahrene Vortragende lassen sich manchmal aus dem Konzept bringen. Aus diesem Grund schauen wir uns jetzt fünf erprobte Tipps für diese Phase der Präsentation an, die sich sowohl für Anfänger als auch für Profis eigenen.

Fünf erprobte Tipps für die Fragerunde

1. Die Kontrolle behalten!

Während der Befragung sollte man versuchen, so gut es geht, die Kontrolle zu behalten. Wenn du die Fragenden aufrufst und die Moderation übernimmst, strahlst du Sicherheit und Selbstvertrauen. Wenn eine andere Person, zum Beispiel der Prüfer, die Moderation übernimmt, wirst du schnell zum passiven Spielball. Ganz davon abgesehen zählt nicht nur der erste, sondern auch der letzten Eindruck! Sobald dein Vortrag beendet ist, solltest du sofort selbstständig in die Fragerunde überleiten und die Kontrolle an dich nehmen.

Es gibt es aber auch, vor allem bei größeren Konferenzen, die Situation, dass es einen Chair gibt, der die Moderation, als seine Aufgabe, übernimmt. In diesen Fällen macht es wenig Sinn, mit dem Protokoll zu brechen.

2. Aktiv zuhören, Interesse zeigen und mitschreiben!

In vielen Fällen werden Fragen, leider, nicht aus Interesse, sondern aus Selbstdarstellung gestellt. Die Person, die fragt, möchte „gesehen“ werden. Signalisiere den Fragestellern, egal wie schwierig oder doof die Frage auch sein mag, dass du interessiert bist und mache Notizen. Du solltest ausstrahlen, dass du dankbar und gespannt, nicht aufgeregt, bist. Wenn du es schaffst, dass deine Zuhörer und Prüfer der Meinung sind, dass du die Fragerunde genießt, hast du eigentlich schon gewonnen.

3. Fragen antizipieren

Die Fragerunde sollte ein Teil deiner Präsentationsvorbereitung sein. Du kannst, während du deine Präsentation vorbereitest, eine Liste mit Fragen erstellen, die möglicherweise gestellt werden könnten. Wenn du zum Beispiel, ganz bewusst, einen Teil deiner Methodologie in der Präsentation unerwähnt lässt, solltest du auf dem Schirm haben, dass du vielleicht genau danach gefragt wirst.

Für diese antizipierten Fragen solltest du Antworten parat haben!

4. Slides für die Fragerunde

Dieser Tipp schließt sich direkt das eben Gesagte an!

Als Präsentationsprofi kann man für die Fragerunde ein paar zusätzliche Folien an das Ende der Präsentation, nach einer schwarzen „Leerfolie“ setzen. Auf diesen Folien kann man zum Beispiel Hintergrundinformationen oder weitere Beispiele bereithalten. Falls deine eine passende Frage kommt, kann man extrem souverän reagieren und mit Vorbereitung glänzen.

5. Cool bleiben und mit geschickter Ehrlichkeit glänzen

Falls eine Frage kommt, auf die man partout keine Antwort weiß, muss man cool bleiben. Ein eleganter Ausweg kann darin bestehen, die Frage aufzugreifen und anzumerken, dass man auf die Schnelle keine Antwort liefern kann, die der Fragestellung wirklich gerecht werden würde. Als „Entschuldigung“ bietet man allerdings, ganz offen, eine Vermutung, einen sogenannten educated Guess, an. Zur Abrundung lädt man die fragestellende Person dazu ein, im Nachgang nochmal ins Gespräch zu kommen.

Auf diese Art und Weise gesteht man zwar ein, dass man etwas nicht weiß, man beweist aber gleichzeitig auch, dass man im Stande dazu ist, spontan zu reagieren und lösungsorientiert vorzugehen.

Gelassenheit, Bestimmtheit, Klarheit und Humor

Abschließend noch eine Art „Bonustipp“, der aber mehr eine Haltung, als ein Tipp ist.

In der Fragerunde, im Prinzip auch während des Vortrags, musst du die richtige Kombination aus Gelassenheit, Bestimmtheit, Klarheit und Humor finden.

Das ist wichtig, weil die Fragerunde oft auch für die Zuhörer und Prüfer eine schwierige Situation ist. Plötzlich stehst nicht nur du im Rampenlicht, sondern auch sie. Durch eine gelassene, humorvolle, aber bestimmte Haltung kannst du die Situation für alle entschärfen. Die Zuhörer wissen, dass du weißt was du tust, aber auch, dass man keine Angst haben muss.

Gleichermaßen ist es extrem wichtig, dass du mit großer Klarheit punktest. Wenn du es schaffst, die Gedanken der Fragesteller klar zu erfassen und strukturiert zu antworten, beeindruckst du nicht nur deine Prüfer. Eine ganz einfache Methode besteht darin, die Frage oder Fragen kurz zusammenzufassen und dann ganz strukturiert, nacheinander, auf die Fragen einzugehen.

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