Fünf Tipps für dein Empfehlungsschreiben

5 Tipps für dein Empfehlungsschreiben

Früher oder später, zum Beispiel wenn es um einen Erasmusaufenthalt oder um eine neue Stelle geht, werden die meisten nach einem Empfehlungsschreiben (oft auch in der englischen Variante Letter of Recommendation) gefragt.

Im Prinzip handelt es sich dabei um eine relativ einfach und einleuchtende Sache: Jemand, der dich kennt und einschätzen kann, (zum Beispiel ein Professor) schreibt einen Brief an denjenigen, der dich noch nicht kennt (zum Beispiel eine andere Universität)! Gerade auch im Bereich der Bewerbungen werden solche Empfehlungsschreiben immer wichtiger, denn sie schließen in gewisser Weise die Lücke zwischen Lebenslauf und Arbeitszeugnis.

Was in der Theorie am einfachsten klingt, ist in der Praxis aber leider oft am schwersten! Aus diesem Grund wollen wir dir mit fünf Tipps auf deinem Weg zum Empfehlungsschreiben helfen.

Fünf Tipps für dein Empfehlungsschreiben

1. Empfehlungsschreiben vs. Referenzschreiben

Obwohl sich das Empfehlungsschreiben und das Referenzschreiben nur minimal unterscheiden, solltest du sicherstellen, dass du die richtige Variante an deine Bewerbung anhängst. Während ein Referenzschreiben verhältnismäßig allgemein gehalten ist, richtet sich ein Empfehlungsschreiben an eine konkrete Person, ein Unternehmen oder eine Institution.

2. Hilf der Person, die dein Schreiben aufsetzt

Es ist gar nicht so einfach, ein gutes Empfehlungsschreiben aufzusetzen. Wenn du jemanden gefunden hast, der oder die sich bereit erklärt hat, eine Lobeshymne auf dich zu verfassen, solltest du dieser Person auch so gut es geht helfen. Lass deinen Schreiberling wissen wofür das Empfehlungsschreiben genau ist und ob es bestimmte formale Regeln einzuhalten gibt. Idealerweise lieferst du vielleicht sogar schon einige Rahmeninformationen oder sogar eine Vorlage mit.

3. Begründe immer deine Anfrage

Manchmal ist man in der Not und braucht dringend noch diese eine Referenz. Trotzdem ist es natürlich schwierig, einfach zu einem x-beliebigen Dozenten zu rennen und um ein Schreiben zu bitten. Erkläre der Person, die für dich schreiben soll, warum du auf sie zugekommen bist und warum du denkst, dass sie geeignet dazu wäre, etwas über dich zu sagen. Vergiss dabei nicht, dass ein Empfehlungsschreiben immer auch auf die Person zurückfallen kann, die es ausstellt.


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4. Zeige dich dankbar und nutze die andere Person nicht aus

Wenn man einmal ein armes „Opfer“ gefunden hat, dass eine Referenz schreibt, neigt man schnell dazu, zu viel zu fordern. Lass der anderen Person genügend Zeit, stelle alle wichtigen Unterlagen bereit und zeige dich für die erbrachte Arbeit erkenntlich. Das ist insbesondere deswegen wichtig, weil es immer sein kann, dass der Leser des Schreibens irgendwann Kontakt mit dem Schreiber aufnimmt und sich weiter erkundigt – in dieser Situation möchtest du keine verbrannte Erde zurückgelassen haben.

5. Kontrolliere und hinterfrage dein Empfehlungsschreiben

Natürlich gehen wir davon aus, dass der derjenige, der dein Schreiben verfasst hat, dein Bestes im Sinne hat. Dennoch kann es immer passieren, dass eine Formulierung zweideutig ist oder das im Empfehlungsschreiben etwas steht, dass missverstanden werden könnt. Aus genau diesem Grund ist es wichtig, dass du jedes Schreiben und jede Referenz, von wem sie auch kommt, einmal kritisch liest bevor du sie an eine Bewerbung anhängst. Vielleicht kannst du das Schreiben auch zuerst noch einem Bekannten oder Freund geben, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was das Schreiben in anderen auslöst.

Viel Erfolg!

So und jetzt ran die Arbeit! Wir wünschen dir ganz viel Glück dabei, gute Schreiberlinge zu finden, die dir tolle Referenzen ausstellen!

Denke aber immer daran; Qualität ist wichtiger als Quantität! Ein Schreiben von einer renommierten Universität oder Firma ist sicherlich mehr wert (zumindest aus der Perspektive einer Bewerbung), als zehn Schreiben von deinen Kumpels aus dem Sportverein ;).

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