Fünf Tipps für besseres Design in PowerPoint

Fünf Tipps für besseres Design in PowerPoint

Wie wir alle wissen, kann man mit PowerPoint so einiges machen! Im Zusammenspiel mit einer guten Präsentationstechnik kann eine gute PowerPoint einen Vortrag oder ein Referat wirklich unterstützen. Möchte man dabei nicht einem minimalistischen Programm, wie zum Beispiel der Takahashi Methode folgen, kommt man nicht umher, ein bisschen in das Design mit PowerPoint einzusteigen.


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Interessanterweise bietet PowerPoint tatsächlich eine große Palette an guten Design-Features, die das Programm auch über Präsentationen hinaus interessant werden lassen. Hat man gerade kein Adobe InDesign und auch kein QuarkXpress zur Hand, kann PowerPoint durchaus auch einmal als universelles Designwerkzeug für Flyer oder Plakate dienen.

Die folgenden fünf Tipps sollen dir einen kleinen Einstieg in die Funktionsvielfalt von PowerPoint geben und vielleicht das ein oder andere Problem lösen, auf welches du bei deinem letzten Referat gestoßen bist.

1. Hilfs- und Führungslinien

Gutes Design ist nicht zwingend vollkommen symmetrisch, eine bewusste und präzise Anordnung der Elemente hat aber noch nie geschadet. Es gibt nur wenige Dinge, Comic Sans mal außen vorgelassen, die weniger professionell wirken, als ungenau positionierte Grafiken und Textboxen im Foliensatz. Auch wenn viele das anders sehen, ein paar Pixel Unterschied zwischen zwei Grafiken fällt auf – spätestens dann, wenn die Folie länger als zehn Sekunden zu sehen ist.

Hilfslinien, PowerPoint Tipps

Hilfslinien zur Unterstützung bei Symmetrie und Anordnung

PowerPoint kann aber natürlich Abhilfe verschaffen. Nachdem man, wie oben beschrieben, die Gitter- und Führungslinien aktiviert hat, kann man beliebige Elemente sauber am Raster ausrichten. Diese Linien sind außerdem „magnetisch“, was dazu führt, dass Elemente quasi in die richtige Position gezogen werden. Problem gelöst!

Wie funktioniert’s?
  1. PowerPoint starten und oben rechts auf Ansicht klicken.
  2. Jetzt findet sich oben mittig die Option „Anzeigen“. Dort findet ihr ein Lineal, Führungslinien und Gitternetzlinien. Die Führungslinien bilden in der Mitte ein Kreuz und helfen so bei der groben Orientierung. Mit den Gitternetzlinien wird das Ganze noch genauer. Das Lineal gibt euch am Rand zudem nummerierte Abstandsangaben.
  3. Aktivieren könnt ihr das alles, indem ihr in den jeweiligen Boxen einfach ein Häkchen setzt.
  4. Die Führungslinien könnt ihr nach eurem Belieben verschieben. Dabei seht ihre eine kleine Zahlenangabe – bei 0,00 ist wieder alles dort wo es war.

2. Masterfolien

Ähnlich problematisch wie unsauber positionierte Folien sind inkonsistente Folien. Die Überschrift wechselt die Größe und die Fußzeile ist manchmal zu sehen, manchmal aber auch nicht. In PowerPoint gibt es für genau dieses Problem die Funktion der „Masterfolien“. Hier kann man ein einheitliches Design für alle Folien gestalten – gestaffelt nach Folientyp. Wenn man nun im „echten“ Foliensatz eine neue Folie anlegt, entspricht diese genau dem in der Masterfolie eingestellten Design.

PowerPoint Tipps, Masterfolien

Einheitliches Design durch Masterfolien

Besonders praktisch wird diese Funktion, wenn man sich einmal die Zeit nimmt, die perfekte Masterfolie einzustellen und diese dann fortwährend als Vorlage für alle Präsentationen verwendet. Das schafft nicht nur echte Konsistenz, sondern spart auch noch wirklich Zeit!

Wie funktioniert’s?
  1. Auch hier geht’s zuallererst auf „Ansicht“
  2. Hier findet ihr die „Masteransichten“, darunter den Folienmaster.
  3. Wenn ihr jetzt auf „Folienmaster“ klickt, öffnet sich dieser als neue Registerkarte.
  4. Jetzt könnt ihr Designs auswählen, Logos einfügen, und und und.
  5. Wenn ihr mit allem fertig seid, klickt ihr einfach oben rechts auf „Masteransicht schließen“.

3. Die Foliengröße

Wie bereits angedeutet kann PowerPoint mehr als nur Präsentationen. Ändert man die Foliengröße, kann man problemlos auch Grafiken für alle anderen Zwecke – Flyer, Plakate, Werbeanzeigen oder Facebook Bilder – erstellen.

PowerPoint Präsentation Design Tipps

Foliengröße anpassen – bei PowerPoint geht mehr als nur Präsentationen

Die Funktion ist aber auch für Präsentationen wichtig: Unterstützt der Beamer auf dem ich präsentiere das 16:9 Format oder brauche ich das traditionelle 4:3 Format? Soll meine Präsentation vielleicht auf einem horizontalen Monitor abgespielt werden, zum Beispiel auf einem Messestand? Wenn ihr euch vorab etwas eingehender mit den unterschiedlichen Foliengrößen und -formaten auseinandersetzt, sollte es bei der eigentlichen Präsentation keine Überraschungen mehr geben.

Wie funktioniert’s?
  1. Zunächst müsst ihr auf „Entwurf“ klicken.
  2. Dort findet ihr nun oben rechts die Option „Foliengröße“.
  3. Zunächst gibt es die Optionen „Standard“ (4:3) und „Breitbild“ (16:9). Für mehr Spielraum einfach die Option „benutzerdefinierte Foliengröße“ auswählen.
  4. Hier könnt ihr nun nicht nur zwischen Hoch- und Querformat auswählen, sondern außerdem genau die Größe auswählen, die euch am besten passt. Das muss nicht einmal für eine Präsentation sein – dank dieser Funktion kann man mit Powerpoint nämlich Poster und ähnliches erstellen.

4. Das Zuschneiden und Anpassen von Grafiken

PowerPoint bringt eine eigene, relativ mächtige, Bildbearbeitung mit. Das vielleicht spannendste Feature ist die Möglichkeit, Grafiken in Form bestimmter anderer Elemente zuzuschneiden.

PowerPoint Tipps, Bildbearbeitung

Bilder bearbeiten, um das meiste rauszuholen

In diesem Beispiel wurde das Bild vom Maikäfer zum Beispiel in Form eines abgerundeten Elements zugeschnitten. So fällt es einfach, Grafiken extrem passend in das bestehen Design und in Grafiken einzufügen.

Neben dem Zuschneiden sollte man sich auf jeden Fall auch die Option „Bildeffekte“ ansehen. Hier finden sich verschiedenste Möglichkeiten, Bilder direkt in PowerPoint anzupassen. Dank der Bildformatvorlagen und der sehr intuitiv gestalteten Bedienung, muss man dafür auch kein Graphik-Designer oder Computer-Ass sein. Mit ein bisschen Übung (und etwas investierter Zeit) kann man seine Präsentation auf ein ganz anderes Level anheben – und muss dabei nicht mal für Photoshop & Co bezahlen.

PowerPoint Tipps, Bildbearbeitung

Wie funktioniert’s?
  1. Zuallererst müsst ihr ein Bild aussuchen und einfügen – denn ohne Bild keine Bildbearbeitung. Das funktioniert ganz einfach unter „Einfügen“ und dann unter „Bilder“.
  2. Wenn ihr euer Bild eingefügt habt, sollte sich die Registerkarte „Format“ öffnen. Falls nicht, findet ihr diese oben rechts.
  3. Dort gibt es nun oben rechts die Option „Zuschneiden„. Man kann dort frei, oder wie im Beispiel oben auf eine bestimmte Form zuschneiden.
  4. Powerpoint bietet hier viele verschiedene Optionen – wenn ihr dem obigen Beispiel folgen wollt, müsst ihr euch nur etwas bei den „Flussdiagrammen“ aussuchen.

5. Das Freistellen von Grafiken

Möchte man die eigenen Folien (oder Grafiken) sauber gestalten, ist man auf Bilder mit transparentem Hintergrund angewiesen. Nichts bricht ein Design viel stärker, als eine Grafik oder ein Bild mit einem Hintergrund, der nicht zum eigenen Hintergrund passt. Auch hier gilt wieder, dass sich Detailverliebtheit lohnt. Auch wenn der Unterschied kaum sichtbar ist, so ist er sichtbar – und das wirkt unprofessionell!

PowerPoint bringt für dieses Problem ein eigenes Werkzeug mit, dass auf einfache Art und Weise dabei hilft, einzelne Bildelemente freizustellen. In diesem Beispiel handelt es sich dabei um eine Blume, die von ihrem störenden schwarzen Hintergrund befreit werden soll.

PowerPoint Tipps, Bilder freistellen

Mehr Professionalität durch Bildfreistellung

Wirklich perfekte Ergebnisse erzielt man natürlich mit PowerPoint nur selten, ein guter Anfang ist es aber allemal! Für komplexere Bilder, mit weniger gleichförmigem Hintergrund, sollte man dann auf „ernst zunehmende“ Bildbearbeitungssoftware zurückgreifen.

Wie funktioniert’s?
  1. Auch hier müsst ihr zunächst ein Bild einfügen und „Format“ auswählen.
  2. Dort gibt es oben links die Option „Freistellen“.
  3. Nachdem ihr das ausgewählt habt, könnt ihr mit der Option links oben die zu behaltenden Bereiche markieren.
  4. Wenn ihr mit allem zufrieden seid, könnt ihr oben in der Leiste die Option „Änderungen beibehalten“ auswählen und violà! Ohne großen Aufwand wirkt das Ganze schon um ein Vielfaches professioneller.

Was ihr vermeiden solltet

Bei PowerPoint kommt es nicht nur darauf an, was ihr richtig macht, sondern auch, was schiefgeht. Daher wollen wir euch zum Abschluss noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, damit ihr beim nächsten Referat einen tollen Eindruck hinterlasst.

  • Weniger ist mehr. Wenn ihr an eurer PowerPoint sitzt, solltet ihr auf jeden Fall zu viel Text vermeiden. Vollständige Sätze gehören in die Hausarbeit, Schlagwörter in die PowerPoint. Schließlich sollen die anderen ja zuhören und nicht bloß auf die PowerPoint starren – egal wie gut diese aussieht. Die „Weniger ist mehr“-Regel gilt auch für Farben, Animationen und die Gesamtzahl der Folien. Also, nicht übertreiben.
  • Einheitlich sollte es sein. Man probiert ja gerne mal das ein oder andere aus – verschiedene Farben, Schriftarten, Designs. Allerdings solltet ihr euch letztlich für eines entscheiden und nicht darauf hoffen, dass zumindest eine der Folien richtig toll aussieht.
  • Was steht da nochmal? Die Grundidee einer PowerPoint Präsentation ist, dass sie als Unterstützung dient. Wenn man allerdings alles auf die Folien schreiben möchte, liest man letztendlich nicht nur alles ab, meistens ist die Schriftart dann so klein, dass es keiner mehr lesen kann.
  • Bilder nicht vergessen. Um eine PowerPoint für die Zuhörer attraktiver zu gestalten, sollte man nicht nur auf guten Inhalt setzen – auch auf die Form kommt es an. Deshalb sollte man seine Präsentation möglichst abwechslungsreich gestalten und neben Text auch Bilder, Graphiken und andere visuelle Hilfen nicht vergessen.

Bonustipp:

Jetzt werden die nächsten Präsentationen in Powerpoint ein Kinderspiel für dich. Neben den Präsentationen stehen aber wahrscheinlich auch Klausuren auf deiner Agenda. Dafür haben wir ein Tool für dich entwickelt, mit dem du dich optimal auf deine Klausuren vorbereiten kannst:

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