10 Ideen für den Einstieg in ein gelungenes Referat

Ein gutes Referat beginnt mit einem motivierenden Einstieg! Die ersten Minuten einer Präsentation entscheiden oft darüber, ob die Zuhörer dabeibleiben, oder ihre Zeit lieber mit etwas Anderem verbringen.

Man kennt das traurige Spiel: „Guten Morgen, mein Name ist Max Mustermann und ich möchte heute über gute Präsentationen sprechen. Ich werde etwas schneller durch meinen Vortrag gehen, da die Zeit ja doch etwas knapp ist!“

Wer sein Referat so oder so ähnlich beginnt hat eigentlich, genauso wie das Publikum, schon verloren. Es ist immer das Gleiche: der erste Eindruck zählt und übertragen auf Vorträge bedeutet das, dass der erste Satz sitzen sollte!

Wie sieht ein guter Einstieg für dein Referat oder deinen Vortrag aus?

Natürlich kann man darüber streiten, wie ein guter Einstieg auszusehen hat. Ein paar Funktionen hat ein Einstieg aber eigentlich immer. Der Einstieg sollte …

  • dich selbst und dein Thema vorstellen.
  • dabei helfen, eine gute Beziehung mit dem Publikum aufzubauen.
  • das Publikum für den kommenden Vortrag motivieren.
  • einen ersten Einstieg ins Thema finden.
  • die eigene Kompetenz untermauern.
  • das erste Lampenfieber nehmen und so dafür sorgen, dass du gut in den eigentlichen Vortrag starten kannst.

Viele Studenten denken übrigens, dass Sie ihre Vorträge nur für die Dozenten, also für die Noten, halten. Diese Sichtweise ist nicht nur etwas unfair gegenüber den Kommilitonen, sondern auch für die Note nicht besonders gut. Ein Vortag, der das Publikum sichtlich begeistert und ‚abholt‘ wird garantiert bei allen Beteiligten, inklusive des Dozenten, einen hervorragenden Eindruck hinterlassen!

10 Ideen für den Einstieg in dein Referat

Es gibt viele Wege, um in einen Vortrag einzusteigen. Hier zeigen wir dir zehn Möglichkeiten, um deine Präsentation zu starten!

1. Der Klassiker: Zitate und Aphorismen

Es mag etwas abgedroschen wirken, aber Zitate und Aphorismen funktionieren immer noch recht gut. Abgesehen davon, dass ein geschickt gewähltes Zitat das Interesse des Publikums weckt, kann der Verweis auf eine Autorität auch die eigene Kompetenz untermauern.

Ein Beispiel: Dali soll gesagt haben, „Wer interessieren will, muss provozieren!“. Ich probiere das jetzt einmal aus und behaupte, dass …

2. Aktualität aufzeigen

Viele Zuhörer, vor allem im Studium, wünschen sich Aktualität und Relevanz. Bei vielen Themen bietet es sich an, mit einem tagesaktuellen Beispiel einzusteigen. Dabei gilt: Je neuer, desto besser! Profis können sich auch direkt auf das zuvor Besprochene beziehen und so einen zusätzlichen Verweis zum Seminarkontext herstellen.

Für diese Art des Einstiegs eigenen sich zum Beispiel Zeitungsauschnitte (Screenshots), ein tagesaktuelles Foto oder auch eine brandaktuelle Statistik.

3. Eine Frage stellen

Man kann ganze Vorträge mit einer Reihe von Fragen aufbauen. Eine Frage, die auch zum Mitdenken einlädt, kann als hervorragender Einstieg für ein Referat dienen. Die Frage sollte natürlich auf das Thema zugeschnitten sein und idealerweise während des Vortrags, zumindest in Teilen, beantwortet werden.

4. Das Feld von hinten aufrollen

Eine Möglichkeit in einen Vortrag einzusteigen besteht darin, das Fazit (oder eine Erkenntnis) an den Anfang zu stellen und dann darüber zu sprechen, wie man ans Ziel gekommen ist. Diese Methode kann zu sehr spannenden Vorträgen führen, birgt aber das Risiko, dass die Zuhörer sich ausklinken, weil das „Pulver“ schon verschossen ist.

5. Mit einer Geschichte einsteigen

Die besten Vorträge erzählen eine Geschichte. Nun muss man nicht immer alles in eine große Geschichte verpacken, eine Anekdote zum Einstieg funktioniert aber trotzdem immer ganz gut. Alltagsnahe Geschichten sind nicht nur extrem einprägsam, sondern sie schaffen auch sofort eine Verbindung mit dem Publikum.

6. Die Versprechung

Wer sein Publikum behalten möchte, muss ihm etwas bieten. Aus genau diesem Grund kann man am Anfang des Referats dem Publikum eine Versprechung machen: „Ich werde 15 Minuten lang sprechen und am Ende wird jeder von euch dazu im Stande sein, XYZ zu tun!“. Auf diesem Weg wissen die Zuhörer, wieso sie sich auf den Vortrag konzentrieren sollten. Wichtig ist aber: Wer seine Versprechen nicht einhält, wird abgestraft!

7. Ein aktivierender Einstieg

Gerade in Seminaren ist die Stimmung vor einem Vortrag oft etwas gedrückt – man sitzt ja auch immerhin schon einen halben Tag in der Uni. Wer mutig genug ist, kann das Publikum am Anfang eines Vortrages aktivieren und einbinden. Eine Möglichkeit besteht zum Beispiel in einer lebenden Statistik: Man stellt Fragen und lässt das Publikum darüber abstimmen. Das kann per Handzeichen, aber auch per Aufstehen / Hinsetzen geschehen.

8. Spannende Fakten

Die meisten Menschen mögen „unnützes Wissen“ und spannende, seltsame Fakten. Das kannst du dir natürlich zu Nutze machen! Starte deinen Vortrag mit einer kleinen spannenden Information zum Thema; einem Fun-Fact, der die Aufmerksamkeit deines Publikums auf dich zieht. Wenn du richtig gut bist, kannst du während des Vortrags nochmal auf den Einstieg zurückverweisen.

9. Die Provokation

Es kostet zwar etwas Mut, aber auch ein provozierender Einstieg kann funktionieren. Wenn du zum Beispiel über Arbeitslöhne sprichst, könntest du deinen Vortrag damit beginnen, dass du für die Abschaffung des Mindestlohnes plädierst. Anders gesagt: Steige mit einer These, die das Publikum spalten wird, in deinen Vortrag ein. Natürlich musst du dabei aber vorsichtig sein! Du musst dann mit der Spannung, die du erzeugt hast, arbeiten und deine eigentliche Message gezielt herausarbeiten.

10. Mit einem Gegenstand starten

Physikalische Objekte, Gegenstände, haben eine besondere Magie – insbesondere in unserer digitalisierten Welt. Ein interessanter Gegenstand, gepaart mit einer kleinen Geschichte, kann wahnsinnig motivierend und begeisternd für das Publikum wirken. Je nachdem, worum es sich handelt, kann dieser Gegenstand dann auch während des Vortrags durch das Publikum gereicht werden.

Bonustipp: Etwas ganz Verrücktes machen!

Wer es exzentrischer mag, kann auch mit etwas ganz Verrücktem in den Vortrag einsteigen. Ein kleiner Sketch, ein selbst gesungenes Lied, ein Tanz – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Aber seid vorsichtig: gerade bei akademischen (oder beruflichen) Vorträgen gehen solche Experimente aber leider schnell in die Hose.

Ganz wichtig: Nicht der erste Eindruck, sondern auch der letzte Eindruck zählt! Aus diesem Grund sollte dein Referat auch einen guten, starken Schluss haben.

Hier findest du fünf Ideen um deinen Vortrag abzuschließen.