Studentenstadt

Abenteuer Uni. Viele zieht es dafür in die Ferne und immer mehr Städte erfreuen sich großer Beliebtheit bei jungen Leuten. Ob eine Großstadt wie Berlin oder eine klassische Studentenstadt wie Münster: immer mehr Metropolen wimmeln nur so von Studenten, die auf der Suche nach dem perfekten Uni-Erlebnis sind. Der Reiz, in einer Stadt statt auf dem Land zu studieren, ist natürlich groß. Weder fehlt es an Unterhaltungsmöglichkeiten, noch muss man dafür stundenlang über sich endlos windende Landstraßen ins nächste Dörfchen gurken. In der Stadt gibt es unzählige Möglichkeiten, sich fortzubewegen und so schnell von A nach B zu gelangen.

Apropos – wie gelingt das denn am besten? Auch wenn Distanz nun wirklich kein Problem in der Großstadt darstellt, gibt es doch einige Vor- und Nachteile zu beachten, wenn man sich on Tour durch die City begibt. Das elterliche Taxi steht ja meist nicht mehr zur Verfügung. Da lohnt es sich als nun eigenverantwortlicher Student das Fortbewegungsmittel weise zu wählen. Wir von Studybees haben hier mal drei essentielle Verkehrsmittel, die in der Großstadt beliebt sind, unter die Lupe genommen.

1. Das Auto – Freund und Helfer oder Last in der Großstadt?

Viele verbinden ihr eigenes Auto mit Freiheit, Unabhängigkeit und Individualität. Auch wenn die Vorlesung länger geht, wer mit dem Auto da ist, braucht sich nicht um die Heimreise zu sorgen. Man kann sich ganz flexibel auf den Nachhauseweg machen und muss man nicht ewig an der Haltestelle warten. Ebenso vorteilig ist die Immunität gegen Wind und Wetter. Egal ob 30 Grad und Hitzewelle oder Regen, Hagel, Schnee und Sturm, das Auto transportiert sicher und angenehm von einem Ort zum anderen. Noch dazu nützt es auch Mitstudierenden: Selbst kleine City Cruiser haben genug Sitzplätze, um Freunde einzuladen und ihnen somit den Hin- und Heimweg zu erleichtern. Bei Fahrgemeinschaften ist so der Spaß auf der Fahrt garantiert.

Abhängig von Größe und Verkehrsaufkommen der Großstadt kann sich das Auto jedoch auch als größere Last entpuppen. Zu den Hauptverkehrszeiten steckt man vor allem in größeren Städten häufig in zähem Verkehr fest und riskiert damit, auch mal den Beginn einer Vorlesung zu verpassen. Ebenso schwierig gestaltet sich oft die Parkplatzsuche. An vielen Unis sind die Parkplätze recht begrenzt und als Zu-Spät-Kommer ist man gezwungen, sich eine Parkmöglichkeit außerhalb des Campus zu suchen. Das gestaltet sich oft problematisch, denn gerade größere Städte sind für ihr ungleiches Auto-Parkplatz-Verhältnis bekannt. Sollte also der Uni-Parkplatz voll sein, ist in einer Großstadt auch nicht mal schnell um die Ecke geparkt. Noch dazu sind Spritkosten hoch und auch die Auto-Versicherungskosten steigen in Städten aufgrund hoher Schadenshäufigkeit an.

Für kleinere Studentenstädte wie Görlitz lohnt es sich sicherlich, das Auto mitzunehmen. Wer allerdings in Städten wie Berlin, Dresden und Co. studieren möchte, sollte diese Entscheidung lieber noch einmal überdenken.

2. Busse – Taugen öffentliche Verkehrsmittel eigentlich was?

Sie sind eines der beliebtesten Themen beim Aufregen: Öffentliche Verkehrsmittel rauben vielen Menschen so manchen Nerv. Vor allem in Sachen Pünktlichkeit gibt es einiges zu bemängeln und wer zu Stoßzeiten in der Großstadt in die Uni muss, steht besser eine halbe Stunde früher auf, um sicher zu gehen, dass er pünktlich im Vorlesesungssaal oder gar in der Klausur sitzt. Ebenso wie Autos stecken nämlich natürlich auch Busse oft im Großstadt-Verkehr fest und sofern man nicht unweit einer Haltestelle steht, sind die Chancen, auszusteigen und den Rest des Weges zu Fuß zurückzulegen eher gering. Generell sind Busse an feste Zeiten gebunden und somit bricht der ein oder andere Student schon gerne mal in Schweiß aus, wenn der Prof die Vorlesung ein paar Minuten überzieht. Auch sind Busse häufig nicht klimatisiert und gerade bei heißem Wetter für ihr eher unwohl riechendes Aroma bekannt.

Bus

Doch sollte man sie deshalb gleich ganz abschreiben?

Denn den Bus nehmen kann auch Positives mit sich bringen. Der enge Kontakt mit Menschen hat schon zu der ein oder anderen netten Begegnung geführt, und wer nicht die Kopfhörer drin und Augen zu hat, kann die Busfahrt durchaus zum Knüpfen sozialer Kontakte nutzen. Gerade in kleineren Studentenstädten kommt es öfters mal vor, dass man auch mal bekannte Gesichter trifft und so die Möglichkeit hat, sich auch außerhalb der Uni mit anderen Studenten auszutauschen. Vorsichtig geboten sei allerdings bei Morgenmuffeln und Dauer-Griesgrämern, die nehmen den Bus nur aus rein pragmatischen Gründen. Auch ist das Bus Netzwerk in Großstädten meist gut ausgebaut und so kommt man damit fast überall hin.

Ein weiterer Bonus: Es ist etwas umweltfreundlicher den Bus zu nehmen, als selbst jeden Tag das eigene Auto zu benutzen. Sehr viele Unis bieten heutzutage auch Semestertickets an, sodass die Nutzung von Bus und Bahn um einiges günstiger ist als regelmäßig tanken gehen. Außerdem kann man in den Bus beliebig häufig ein- und aussteigen und so flexibel die Stadt erkunden, ohne sich über Parkmöglichkeiten den Kopf zu zerbrechen. Somit bringt auch das Busfahren eine gewisse Unabhängigkeit mit sich, von der Studenten ohne Auto profitieren können.

Mit dem Fahrrad durch die Großstadt?

Es ist das umweltfreundlichste der drei Fortbewegungsmittel – und ein Fahrrad hat ja eigentlich fast jeder zu Hause. Obwohl es beim Umzug in die neue Studentenstadt durchaus nervig sein kann, ein sperriges Fahrrad inklusive der vielen Umzugskisten im Gepäck zu haben, lohnt es sich definitiv, es dennoch mitzunehmen. Ebenso wie das Auto bietet ein Fahrrad mindestens genauso viel Freiheit und Ungebundenheit an feste Abfahrzeiten. Auch die überzogene Vorlesung stellt damit kein Problem dar, das Fahrrad steht stets bereit zur Abfahrt. Billiger als Auto fahren ist es auch: Weder Führerschein noch teure Spritkosten hindern den modernen Studenten daran, sich auf sein Fahrrad zu schwingen und die Stadt unsicher zu machen. Und das ist zum Teil sogar im wörtlichen Sinne gemeint, da so mancher Städte reger Verkehr das Fahrradfahren nicht sehr angenehm gestaltet.

Dennoch kann Fahrradfahren oft auch einfacher sein, da viele Städte inzwischen separate Fahrradwege haben, die vor allen Dingen das Vorankommen in dichtem Verkehr erleichtern. Gerade als Student, der immer in Eile ist, muss man sich so nicht durch waghalsige Manöver seinen Platz auf der dicht befahrenen Straße erkämpfen, und kann seelenruhig zur Uni radeln. Sportlich ist die Fortbewegung mit dem Fahrrad auch. Wer zweimal am Tag mit dem Fahrrad unterwegs ist, baut damit ein tägliches Fitnessprogramm in seinen Tagesablauf ein. Das perfekte Fortbewegungsmittel also für alle, die sich Sorgen machen, dass das viele Sitzen in Uni und Bib der Figur schadet. Außerdem macht Fahrrad fahren schlichtweg einfach Spaß, und fröhlich strampelnd an den im Verkehr steckenden Autofahrern vorbeiziehen gibt so manchem Radler noch extra Motivation.

Fahrrad

Aaaaber…

Trotzdem kann einem das Fahrrad auch teuer zu stehen kommen. Gerade in einer Großstadt in der viele mit dem Fahrrad unterwegs sind, ist die Diebstahlsrate an Fahrradeinzelteilen hoch. Wer regelmäßig einen neuen Reifen oder Licht kaufen muss, hat nur wenig Freude an seiner Freiheit. Dicke Schlösser kaufen und das Fahrrad sicher abschließen hat hier also höchste Priorität. Zusätzlich haben nicht alle Unis viele Möglichkeiten, das Fahrrad sicher anzuschließen.

Das gleiche Problem stellt sich für viele Studenten auch für das Aufbewahren im eigenen Heim. Alle, die schon einmal im dritten Stock gewohnt haben, wissen, wie sehr man schon beim Hochtragen der Einkaufstaschen ins Schwitzen gerät. Obwohl die eigene Wohnung den sichersten Aufbewahrungsort für das Fahrrad darstellt, macht es wenig Spaß, es tagtäglich die Treppen hoch und runter zu schleppen. Und wer in einer WG wohnt, hat sicher wenig Freude, wenn Tag für Tag mehrere Fahrräder den Flur blockieren. Ein weiterer Nachteil ist die Abhängigkeit vom Wetter. Bei strömendem Regen klatschnass in der Uni zu sitzen macht wohl den wenigsten Studenten Spaß. Somit eignet sich Radfahren in der Großstadt eher für Hartgesottene.

Fazit

Ob Fahrrad, Auto oder Bus – alle drei bringen den Studenten sicher und (mehr oder weniger) zuverlässig durch die Studentenstadt. Ob es dabei wichtiger ist, schnell ans Ziel zu kommen oder das Gruppenerlebnis Bus zu genießen, steht jedem Einzelnen frei zu entscheiden. Wer die Umwelt schützen möchte, lässt das Auto beim Umzug vielleicht lieber zu Hause stehen. Stattdessen nimmt man dann entweder das Fahrrad oder macht von seinem Semesterticket Gebrauch. Letzten Endes kommt es auf den persönlichen Bequemheitsgrad an. Aber egal welches Fortbewegungsmittel man wählt, die Studentenstadt lässt sich auf allen Wegen super erkunden!

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