DRY, KISS, YAGNI – Drei Prinzipien, die auch für’s Studium taugen!

DRY, KISS, YAGNI - Drei Prinzipien, die auch für's Studium taugen!

Prinzipien können uns dabei helfen, gute Entscheidungen zu treffen und uns auf Bewährtes zu verlassen.

In diesem Artikel beschäftigten wir uns mit drei bewährten Prinzipien (DRY, KISS und YAGNI) aus der Softwareentwicklung, die sich aber interessanterweise auch wunderbar auf das Studium anwenden lassen!

Gemeinsam haben diese drei Ansätze, dass sie versuchen, Komplexität zu reduzieren und unnötige Arbeit zu verhindern. Wunderbar, das passt!

Drei Prinzipien: DRY, KISS und YAGNI

Bisher haben wir noch gar nicht darüber gesprochen, für welche konkreten Prinzipien diese seltsamen Akronyme stehen. Eigentlich ganz einfach: DRY steht für Don’t Repeat Yourself, KISS für Keep It Simple Stupid und YAGNI für You Aren’t Gonna Need It!

Schauen wir uns das ganze doch mal im Detail an!

1. DRY – Don’t Repeat Yourself

DRY Prinzip

DRY steht ganz einfach für Don’t Repeat Yourself – wiederhole dich nicht!

In der Welt der Informatik warnt das DRY-Prinzip davor, dieselbe Funktionalität nicht mehrmals zu programmieren.

Auf die Welt des Studiums übertragen warnt uns das Prinzip davor, Arbeit nicht doppelt zu machen. Das passiert im Studium leider viel häufiger, als nötig; meistens aus Gründen der Prokrastination oder Faulheit.

Denk doch zum Beispiel einfach mal darüber nach, wie oft du einen Text mehrmals lesen musstest, weil du dir keine Notizen gemacht hast. Denk darüber nach, wie oft du schon eine fast identische Einleitung geschrieben hast. Denk darüber nach, wie oft du das selbe Buch aus der Bibliothek mit nach Hause geschleppt hast.


StudybeesPlus für WiWis

Diese unnötigen Wiederholungen lassen sich aber relativ einfach abstellen. Gegen die Bibliothek hilft der Scanner, gegen das Literatur- und Zitierchaos die Literaturverwaltung und gegen das löchrige Gedächtnis das eigene Wissensarchiv.

2. KISS – Keep It Simple Stupid

KISS Prinzip

Das KISS Akronym steht für viele Varianten: Keep It Simple Stupid, Keep It Short (and) Simple, Keep It Simple (and) Straightforward, und so weiter. Unter dem Strich bleibt aber eines: Das KISS-Prinzip lehrt uns, dass wir Dinge nicht komplizierter machen sollten, als sie eigentlich sind!

In der Welt der Informatik warnt das KISS-Prinzip vor dem Overengineering und soll sicherstellen, dass Software auch in Zukunft wartbar und übersichtlich bleibt.

Für das Studium lässt sich dieses Prinzip auf mindestens drei unterschiedliche Arten interpretieren:

Zum einen sollten wir uns immer bewusst darüber sein, dass viele Dinge weniger komplex und kompliziert sind (sein müssen), als wir das annehmen. Es lohnt sich daher oftmals, ein paar Schritte zurückzutreten und das große Ganze von außen zu betrachten.

Zum anderen lehrt uns das Prinzip, dass wir uns im Studium immer wieder auf die wichtigen, zentralen, Dinge konzentrieren sollten. Wer sich in (unnötigen) Details verliert, wird schnell überfordert sein und wichtige Zeit verlieren. Anstelle Stunden darauf zu verschwenden, die beste Word-Vorlage zu finden, ist es wichtiger, überhaupt etwas zu Papier zu bringen.

Schlussendlich lässt sich das KISS-Prinzip auch wunderbar auf Vorträge (zehn Tipps!) und Essays anwenden. Wer sich kurz fasst und das Wichtigste auf den Punkt bringt, kommuniziert nicht nur besser, sondern auch Publikums- und Leserfreundlich.

3. YAGNI – You Aren’t Gonna Need It

YAGNI Prinzip

Manchmal ist weniger tatsächlich mehr, das zeigt uns das YAGNI-Prinzip!

In der Welt der Informatik warnt das YAGNI-Prinzip davor Funktionen und Features zu entwickeln, die am Ende niemand braucht.

Auf das Studium übertragen ist das You-Aren’t-Gonna-Need-It-Prinzip abermals eine Erinnerun daran, die wichtigen Dinge zu priorisieren und die unwichtigen Dinge hinten anzustellen. Besonders eindrucksvoll wird dieses Prinzip zum Beispiel wenn es um’s Lernen in der Klausurenphase geht.

Auch hier wieder zwei Lesarten: Auf der einen Seite ist es wichtig, effektiv zu lernen und ineffiziente, aber beruhigende, Methoden zu ignorieren. Du hast drei Mal das Lehrbuch gelesen? Toll, fühlt sich bestimmt super produktiv an! Leider funktioniert effektives Lernen aber nicht so!

Auf der anderen Seite warnt uns das YAGNI-Prinzip aber auch davor, Ausreden zu finden. Um zu lernen brauchen wir nicht notwendigerweise den perfekten Ort, den richtigen Stift, das ideale Frühstück und auch nicht die optimierte Grundstimmung.

Unter dem Strich zeigen uns diese drei Prinzipien, dass wir uns im Studium, vor allem wenn es stressig wird, auf die wichtigen Dinge konzentrieren müssen. Stattdessen sollten wir zeitschonenend und effizient (DRY) arbeiten, unnötige Komplexität vermeiden (KISS) und überflüssigen Balast abwerfen (YAGNI).

Mehr?  Dein erster Arbeitstag? So überlebst du ihn!