Drei neue Gewohnheiten für 2019 und dein Studium

Drei neue Gewohnheiten für 2019 und dein Studium

Willkommen im neuen Jahr! Hoffentlich hattest du einen ‚guten Rutsch‘ und ein paar schöne Feiertage!

Jetzt direkt zur ’schlechten‘ Nachricht: In etwa einer Woche geht das Semester weiter!

Wie die meisten denkst du dir vermutlich, dass dieses Jahr (endlich) alles besser wird! Für den Fall, dass du schon super zufrieden damit bist wie dein Studium läuft, nimm diesen Artikel einfach als Inspiration und verzeihe uns die böse Unterstellung!

Lass es uns angehen… Für viele ist der Jahresanfang die ideale Gelegenheit, sich neue gute Gewohnheiten anzueignen und alte, schlechte, Gewohnheiten abzulegen.  In diesem Artikel soll es um drei neue Gewohnheiten gehen, die dein Studienjahr 2019 zum großen Erfolg werden lassen!

Gewohnheiten – der Schlüssel zum Erfolg

Bevor wir jetzt mit konkreten Tipps loslegen, sollten wir kurz darüber sprechen, warum Gewohnheiten eigentlich so wichtig sind.

In gewisser Art und Weise bestimmen Gewohnheiten, sowohl die guten als auch die schlechten, unser Leben. Wenn du morgens, ganz ohne nachzudenken, zur Zigarette greifst ist das genauso eine (vielleicht lästige) Gewohnheit, wie wenn du, quasi von selbst, den Tag mit einem Lauf beginnst.

Gewohnheiten haben zwei Eigenschaften, die sie sehr mächtig machen: Zum einen sind sie nur relativ schwer veränderbar und zum anderen führen sie dazu, dass wir Dinge tun, ohne groß darüber nachzudenken oder Motivation aufbringen zu müssen.

Wenn wir uns also ‚gute‘ Gewohnheiten angewöhnt haben, fällt es uns relativ leicht, die Dinge zu tun, die gut für uns sind. Das ist natürlich super!

Neue Gewohnheiten installieren!

Eine neue Gewohnheit zu ‚installieren‘ ist zwar nicht einfach, aber auch kein Hexenwerk!

Um dir eine neue Gewohnheit anzueignen, brauchst du erst einmal drei Dinge: eine konkrete neue Gewohnheit (dein Ziel), eine Portion Ausgangsmotivation und einen Plan.

Natürlich musst du wissen, was du dir angewöhnen möchtest. Für den Anfang sollte das eine sehr konkrete und vor allem schaffbare Sache sein, die du realistischerweise auch jeden Tag ‚abarbeiten‘ kannst. Dann brauchst du natürlich eine gewisse Portion Grundmotivation um deine neue Gewohnheit zur Gewohnheit werden zu lassen und durchzuhalten. Schlussendlich hilft es, einen Plan aufzustellen und zu visualisieren, wie das Ziel aussieht. Sinnvoll kann es zum Beispiel sein, für einen gewissen Zeitraum zu planen: Ich werde jetzt für 30 Tage jeden Tag diese Sache tun!


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Genau darin besteht auch der Knackpunkt: Du installierst eine neue Gewohnheit, indem du eine Tätigkeit regelmäßig und ohne Unterbrechung (zum Beispiel jeden Tag) ausführst. Irgendwann (oft nach etwa 30 Tagen) geht diese Tätigkeit dann in Fleisch und Blut über und du musst dich nicht mehr großartig dazu motivieren.

Damit dir das Bilden deiner neuen Gewohnheiten etwas einfacher fällt sind hier fünf erprobte Tricks:

  1. Dokumentiere deinen Fortschritt! Eine einfache Methode, um das zu tun, ist zum Beispiel die Don’t Break the Chain Methode.
  2. Finde Trigger, die die Gewohnheit auslösen. Zum Beispiel könnte der Trigger ‚Kaffee kochen‘ dein Auslöser für eine neue Gewohnheit (zum Beispiel: drei Liegestütze) sein.
  3. Hilf dir selbst dabei, deine Ziele nicht zu vergessen. Ein einfacher, täglicher, Alarm/Benachrichtigung auf dem Handy kann dabei helfen, die neue Gewohnheit nicht zu vergessen.
  4. Finde Mitstreiter! Falls möglich, hole andere Leute mit ins Boot! Es ist sehr viel einfacher, sich gegenseitig zu motivieren und durch den sozialen Druck wird es schwieriger, dich selbst auszutricksen.
  5. Versuche das ganze als Experiment zu betrachten. Die ersten 30 Tage sind in jedem Fall machbar! Wenn du nach dieser Zeit siehst, dass dir die ganze Sache nichts bringt, darfst du aufhören und kannst sagen, dass du es zumindest probierst hast.

Ganz wichtig beim Aufbau neuer Gewohnheiten ist außerdem auch, dass die neue Sache auch wirklich schaffbar ist! Die oben angesprochenen drei Liegestütze bekommt man im Notfall auch noch Abends vor dem Schlafengehen ‚abgearbeitet‘. Ein (täglicher) Besuch im Fitnessstudio ist hingegen schon sehr viel anspruchsvoller.

Drei neue Gewohnheiten für dein Studium

Gewohnheiten fürs Studium

Es gibt natürlich tausend gute Gewohnheiten, die gut fürs (erfolgreiche) Studium währen. Im Folgenden wollen wir dir drei Vorschläge machen, die du so vielleicht noch nicht bedacht hattest. Dabei ist uns wichtig, dass keine der potenziellen neuen Gewohnheiten mehr als 10 Minuten deiner täglichen Zeit raubt.

1. Der tägliche Artikel

Nicht erschrecken, wir wissen, dass du vermutlich schon genug zu lesen hast!

Bei dieser neuen Gewohnheit geht es darum, jeden Tag einen (kurzen) Artikel, zum Beispiel aus der Zeitung, einem Magazin oder einem Blog, zu finden und zu überfliegen, der etwas mit deinem Studienfach zu tun hat.

Dabei geht es nicht darum, langweilige akademische Paper zu lesen, sondern neue spannende Dinge aus deinem Fach kennenzulernen!

Die Idee dahinter ist nämlich, dass das eigene Fach mit Sicherheit mehr zu bieten hat als das, was im Studium stattfindet. Durch die tägliche, kurze, Auseinandersetzung mit einem verwandten Thema erweiterst du nicht nur deinen Horizont, sondern siehst auch, was dein Fach noch so zu bieten hat.

Um das Ganze besonders effektiv zu machen, kannst du dir jeden Tag, zum Beispiel in einer Tabelle, den Artikel und zwei oder drei Stichworte notieren.

Damit die Sucherei nicht ausartet, solltest du dir einen kleinen Index mit interessanten Webseiten anlegen, die Artikel haben, die spannend für dich sind. Für Informatiker könnte zum Beispiel Hacker News ein interessanter Startpunkt sein. Falls du Wirtschaft studierst, könntest du beispielsweise bei Business Punk vorbeischauen.

2. Zwei Fragen

Diese neue Gewohnheit mag auf den ersten Blick etwas seltsam wirken! Jeden Tag, am besten nach der Uni, setzt du dich hin und schreibst zwei Fragen auf, die du ‚an‘ dein Fach hast. Das kann etwas sein, dass in der Vorlesung unklar geblieben ist, es können aber auch ganz neue Zukunftsfragen sein, die du einfach interessant findest.

Dabei geht es erst einmal auch überhaupt nicht darum, die Fragen auch zu beantworten. Das Stellen der Fragen ist der Knackpunkt und hat (mindestens) drei positive Effekte:

Erstens zwingst du dich dazu, kreativ über die Themen und Fragen deines Studiums nachzudenken. Da die eigene Kreativität ein bisschen wie ein Muskel funktioniert, ist das auf jeden Fall ein gutes Training! Zweitens wiederholst du so implizit den Stoff des Tages und arbeitest heraus, wo du vielleicht noch offene Fragen oder Probleme hast. Das hilft natürlich später bei der Prüfungsvorbereitung ungemein. Drittens baust du so, Stück für Stück, eine Sammlung mit (interessanten) Fragen auf, die dir zum Beispiel bei der Planung deiner Abschlussarbeit(en) helfen kann.

3. 10 Minuten für deine Karteikarten

Die letzte Gewohnheit ist mit Sicherheit die traditionellste. Die Idee ist einfach: Du investierst jeden Tag zehn Minuten Zeit in deine Karteikartensammlung und wiederholst den Stoff aus dem Studium.

Idealerweise verwendest du dazu ein Spaced-Repetition-System wie zum Beispiel das wunderbare Anki. Ebenfalls empfiehlt es sich, die täglichen 10 Minuten aufzusplitten: Investiere fünf Minuten, um neue Karteikarten (zum Beispiel basierend auf der heutigen Vorlesung) anzulegen und fünf Minuten um alte Karteikarten zu wiederholen.

Natürlich, zehn Minuten sind nicht die Welt. Du wirst dich aber wundern, wie diese paar Extra-Minuten jeden Tag deinen Lernerfolg verändern werden. Getreu dem Motto Kleinvieh macht auch Mist sind fünf (oder zehn) Minuten pro Tag auf jeden Fall besser, als nur eine hektische Klausurenphase.

Ps. Bei einem 15-wöchigen Semester werden aus zehn Minuten pro Tag 17,5 Stunden Gesamtzeit – das ist doch gar nicht schlecht!

So und jetzt geht’s los! Nimm dir einen unserer Vorschläge oder denk dir selbst etwas aus! Dreißig Tage kann jeder schaffen und du wirst sehen, wie gut es sich anfühlt, eine neue, super positive, Gewohnheit in dein Leben zu integrieren. Deine Noten werden es dir auch danken ;).

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