Die 10 besten Serien, mit denen ihr euch vom Lernen abhalten könnt

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Es gibt nur ein Wort, das in Studenten Unbehagen auslöst und jedermann fiese Schauer über den Rücken laufen lässt. Klausurenphase. Unzählige Wochen voller Zusammenfassungen schreiben, auswendig lernen, Bücher wälzen und verzweifelt in klausurrelevanten Vorlesungen schwitzen machen den wenigsten Studenten Spaß. Doch zum Glück gibt es eine Art von Beschäftigung, die die Nerven der angespannten Studierenden beruhigt. Serien schauen. Was gibt es Besseres, als auf Prokrastinationslevel 3000 angekommen zu sein, alles hinzuschmeißen und auf dem Sofa zu fläzen? Das mag zwar in der Hinsicht auf das Klausurergebnis nicht immer die weiseste Entscheidung sein, aber was muss, muss. Damit ihr euch in der näher rückenden Klausurenphase ablenken könnt, stellen wir euch unsere 10 besten Serien mit Suchtpotential vor!

1. Bodyguard

Der neuste Serien-Hit aus England ist zwar mit seinen sechs Folgen noch recht kurz, aber weiß eindeutig, wie man den Zuschauer um den Finger wickelt. Die circa einstündigen Episoden folgen dem Kriegs-Veteranen David Budd, der nach einem erfolgreich verhinderten Anschlag zum Personenschützer der englischen Innenministerin befördert wird. Thematisch brandaktuell befasst sich die Serie mit der politischen Elite Englands und dreht sich dabei um Korruption, Skrupellosigkeit und Misstrauen. Bei so viel Spannung kann es schon mal passieren, dass man die Notizen für externes Rechnungswesen links liegen lässt. Glücklicherweise ist die Serie noch so neu, dass man recht schnell mit dem Gucken fertig ist. Sonst würdet ihr womöglich nie wieder aus der Netflix-Ablenkungs-Spirale, die euch in die Tiefe zieht, herauskommen.

2. Friends

Schon eher was für Hardcore-Prokrastinierer. Die Kultserie aus den 90er-Jahren bringt auch über 20 Jahre später Studenten davon ab, sich der Klausurvorbereitung zu widmen. Denn wer würde sich schon nicht lieber mit den Sorgen von Rachel, Ross, Monica, Chandler, Phoebe und Joey beschäftigen als mit den eigenen? Mit viel Witz, gekonnten Wortspielen und der richtigen Portion Drama lenken die sechs Freunde auch den betrübtesten Studenten von seinem Klausurenstress ab. Und das Ganze zieht sich über 10 Staffeln – genügend Zeit also, um warm in der Decke eingewickelt Popcorn in sich reinzustopfen und die bevorstehenden Klausuren für immer aus den Gedanken zu verbannen. Bis das Happy End dann über den Bildschirm flimmert und man aus dem Serien-Paradies wieder in die raue Realität zurückgeholt wird. Schnief.


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3. Sherlock

Noch ein BBC-Hit, der auch deutsche Studenten in den Bann zieht. Die Neuauflage der bekannten Arthur Conan Doyle Geschichten fasziniert durch ihre moderne Umsetzung und brillante Besetzung. Dabei sind die rätselhaften Mordfälle, die Sherlock und sein Assistent Dr. Watson zu lösen haben, ähnlich komplex wie die Klausurvorbereitung für Finanzmathematik. Natürlich mit etwas mehr Aufregung versehen. Und minimal spannender. Auf der Suche nach Verbrechern durch London jagen macht eindeutig mehr Spaß als in der grauen Studentenbude verzweifelt die Wand anzustarren. Sherlock lässt die Zuschauer in die Tiefen seines Gedächtnispalasts eintauchen. Dabei bringt er auch in das tiefste Dunkel Licht. Bedauerlicherweise ist der ganze Spaß nach vier kurzen Staffeln schon wieder um. Aber die Klausuraufgaben wollen ja auch irgendwann wieder ein bisschen Aufmerksamkeit haben.

4. Black Mirror

Ein Tipp für ganz verzweifelte Studenten. Wer vor lauter Klausurterminen sowieso schon schwarz sieht und auch für den Rest der Welt kein gutes Ende mehr akzeptieren kann, ist bei Black Mirror definitiv an der richtigen Stelle. Die dystopischen Szenarien, die in Black Mirror bis ins beinah Unerträgliche ausgebaut werden, ziehen auch an hartgesottenen Studenten nicht spurlos vorüber. Die meisten Folgen lassen bei ihren Zuschauern eine Spur von Hoffnungslosigkeit zurück. Das klingt zwar deprimierend, spornt euch vielleicht aber dazu an, das Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen und euch den Klausurstoff doch noch in den Kopf zu hämmern. Vielleicht ist Klausuren schreiben ja doch besser als in einer Welt zu leben, in der eure kühnsten Alpträume wahr geworden sind.

5. Peaky Blinders

Fans von Cillian Murphy werden mit dieser Serie auf ihre Kosten kommen. Im kalten und rauen Nachkriegs-England spielend, dreht sich Peaky Blinders um die titelgebende Gang, die die Stadt Birmingham unter Kontrolle hält. Authentisch und ästhetisch beeindruckend ist Peaky Blinders das Serien-Muss für alle Western- und Actionfilm-Liebhaber. Interessant sind hier auch die Figuren-Konstellationen. Denn hier besitzen nicht nur die Männer der Gang Macht und Köpfchen. Gerade die starken, unabhängigen und willensstarken Frauen der Serie ziehen die Fäden und die Zuschauer in ihren Bann. Geeignet ist sie auch für Nostalgie liebende Studenten, die von moderner Technik und Powerpoint-Präsentationen genug haben und sich am liebsten ins vorherige Jahrhundert zurückträumen.

6. Orange is the New Black

Die amerikanische Netflix-Serie rund um die Managerin Piper, die wegen Drogenschmuggels zu einem Jahr in einem Frauengefängnis verurteilt wird, ist seit langem der Serien-Hit schlechthin bei Netflix. Kritisch und gleichzeitig lustig zeigt sie den Alltag in dem Gefängnis. Bekannt ist die Serie vor allem für die positive Darstellung verschiedener Charaktere aus Randgruppen der Gesellschaft. Mit ihren demnächst sieben Staffeln bietet die Serie zudem langfristige Ablenkung von den studentischen Sorgen. Wer sich in der Uni schon vorkommt als sei er im Gefängnis, wird sich das beim Schauen dieser Serie noch einmal überlegen. Denn plötzlich erscheint die Welt im Vergleich zu den echten Problemen da draußen schon wieder ganz sanft und heile. Daran kann auch die ein oder andere Klausur dann nichts ändern.

7. The End of the F***ing World

Ein weiteres britisches Erfolgsrezept, diesmal jedoch von Channel 4. Die Serie rund um die zwei Außenseiter Alyssa und James, die aus ihrem langweiligen Alltag ausbrechen und auf einen Roadtrip voller Aufregungen gehen, liefert so manchem Studenten eine Realisierung seiner abwegigsten Träume. Wenn man doch selbst nur mit dem Auto über die sich durch Felder schlängelnden Straßen brausen und dem Uni-Alltag entfliehen könnte… Doch der Roadtrip endet nicht so harmonisch, wie man sich das vielleicht ausmalen mag. Leider bietet die Staffel auch nur kurze Flucht vor der eigenen Realität – alle acht Folgen dauern nur um die 20 Minuten. Eine knappe, aber süße Erlösung von dem eigenen Kummer, der im Vergleich zu den Sorgen abtrünniger Teenager dann doch wieder recht normal wirkt.

8. New Girl

Für leichte, aber qualitativ hochwertige Unterhaltung sorgt der Traum aller Sitcom-Serien. New Girl dreht sich um die quirlige Jess, die nach der Trennung von ihrem Ex-Freund in eine WG zu den drei Chaoten Nick, Winston und Schmidt zieht. Da ist Spaß, Spannung, aber auch etwas Herzschmerz vorprogrammiert. Wer beim Beobachten der authentischen, verrückten Charaktere immer noch an den Berg von Büchern denkt, den er noch zu lesen hat, muss eindeutig Nachhilfe im Prokrastinieren nehmen.

9. Stranger Things

Wer hätte gedacht, dass pre-pubertierende Kinder so herzerweichend sein können? Und dabei ist Stranger Things nicht einmal was für schwache Nerven. Während des kalten Krieges passieren der Kleinstadt Hawkins merkwürdige Dinge, denen ein paar Jugendliche des Ortes zusammen mit Polizei-Chef Jim Harper und der Mutter eines verschwundenen Junges auf die Spur gehen. Zu allem Überdruss taucht auch noch ein mysteriöses Mädchen auf, das unerklärliche Fähigkeiten zu haben scheint. Stranger Things erzählt seine Geschichte mit einer Leidenschaft, von der die meisten Studenten während der Klausurvorbereitung nur träumen können. Mysteriös, packend und gleichzeitig herzerwärmend sorgt die Serie dafür, dass ein jeder Stift und Taschenrechner vom Bett kickt und sich immer tiefer in die Kissen sinken lässt, um das Serien-Highlight zu genießen.

10. Breaking Bad

Obwohl schon der Titel der Serie nicht zum Nachmachen aufruft, ist die Serie so populär und außergewöhnlich wie keine andere. Der Chemielehrer Walter White taucht nach seiner Krebs-Diagnose mit geringen Überlebenschancen in eine Welt ein, die keinem Studenten als Alternative zum Studium zu empfehlen ist. Dennoch ist die raue, illegale Welt von Breaking Bad eine spannende Abwechslung zu dem theoretischen Wissen, das ihr euch für eure Klausuren einverleiben müsst. Und von Walter White können sich Chemie-Studenten vielleicht sogar noch ein wenig nützliches Wissen abstauben – natürlich nicht über das Herstellen von Methamphetamin 🙂

Fazit

Obwohl Prokrastination von den meisten als faules Vor-sich-Herschieben von Verpflichtungen angesehen wird, kann es manchmal einfach so viel Spaß machen. Und wenn ihr die Serien in ihrer Originalsprache (also Englisch) anschaut, könnt ihr sogar noch eure Sprachkenntnisse erweitern! So faul sind Studenten, die Serien schauen, nun also wirklich nicht 🙂

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