Einen Ersti erkennt man manchmal auf den ersten Blick: Planloses Umherirren, ständige Fragezeichen im Gesicht und einfach noch irgendwie fehl am Platz. Wir zeigen, wie es dir gelingt einfach ein bisschen lockerer zu werden und dich so schnell wie möglich in den studentischen Alltag einzufinden. Vom planlosen Ersti zum Campus-King – Mit diesen Tipps wirft dich keine Herausforderung mehr aus der Bahn. Womöglich bist du gerade erst neu in deine zukünftige Uni-Stadt gezogen, der Campus ist einfach nur riesig und welche Fächer fürs Erste am wichtigsten sind bei all der Fülle, ist dir auch nicht so ganz klar.
An der Uni ist vieles anders als du es von der Schule gewohnt bist. Um einige Dinge musst du dich ab jetzt selbst kümmern, es ist ein wenig Mut und Eigenverantwortung gefragt. Unser Ratgeber hilft dir dabei, die ersten Hürden zu meistern und dich schrittweise zum abgeklärten Spezialisten in allen studentischen Lebenslagen weiterzuentwickeln.

Erste Hilfe für Studenten oder Wo finde ich was?

Auch für jene, die in ihrer Heimatstadt studieren, ist der Campus meist Neuland. Du solltest dir im Vorfeld einen Überblick verschaffen, wo sich die wichtigsten Einrichtungen befinden. Dazu zählen neben den Gebäuden, in denen sich deine Fakultät befindet und die relevanten Veranstaltungen stattfinden, zudem die Bibliothek, die Mensa oder auch wichtige Verkehrsanbindungen. Die zentrale Studentenverwaltung wirst du vermutlich von der Anmeldung bereits kennen, trotzdem ist es sinnvoll, zu wissen, welche weiteren Anlaufstellen es gibt – etwa das BAföG-Büro oder das Prüfungsamt.

Zurechtfinden am Campus leichtgemacht

Die meisten Hochschulen stellen auf ihrer Homepage einen Campusplan zur Verfügung.  Manche davon sind sogar interaktiv aufgebaut, so kannst du direkt sehen, welche Institutionen in einem Gebäude untergebracht sind.

Besonders innovativ und hilfreich ist eine App zur Orientierung, wie sie etwa von der TU-Dresden entwickelt wurde. Damit kannst du vor Ort navigieren und dir Informationen zu den einzelnen Gebäuden anzeigen lassen – inklusive der Etagenpläne oder der Raumbelegung. Leichter kannst du den Weg zu deinem Seminarraum nicht mehr finden.

Besonders große Universitäten verteilen sich oft auf verschiedene Standorte, die in der ganzen Stadt verteilt sein können. Hier ist es auch wichtig, zu recherchieren, wie du am schnellsten von einem Ort an den anderen gelangst. In der Regel sind verschiedene Buslinien eingerichtet, welche die Standorte miteinander verbinden. Manchmal kommst du aber auch einfach mit dem Fahrrad am schnellsten von A nach B.

Wenn du dann zu Beginn etwas trotzdem nicht finden solltest, hilft nur noch nachfragen. Keine falsche Scham – es ist noch kein Student vom Himmel gefallen – schließlich hat jeder einmal als Ersti angefangen und musste sich orientieren.

Uniorganisation für Einsteiger

Das Lernen an der Hochschule läuft etwas anders ab, als du es bislang von der Schule kennst. Vieles musst du dir selbstverantwortlich abseits der Vorlesungen aneignen. Das bedeutet, dass du pro Fach oder besser Veranstaltung in deinem Stundenplan zusätzlichen Aufwand zum Vor- und Nachbereiten einplanen solltest. Dieser ist also meist etwas dünner bepackt, was allerdings nicht bedeutet, dass du deshalb automatisch viel mehr Freizeit hast.

Es ist kein Geheimnis, dass die Uni‑Server zum Anmeldebeginn für die Veranstaltungen regelmäßig überlastet sind. Deshalb solltest du dir vorher bereits Alternativen zu den geplanten Kursen zurechtlegen. Meist musst du Kompromisse eingehen, weil beliebte Kurse zu günstigen Zeiten schnell voll sind.

Wenn du dann noch das Gefühl hast, noch Kapazitäten frei zu haben, kannst du dir überlegen, vielleicht noch einen Sprachkurs zu belegen oder einfach auch in fachfremde Veranstaltungen hineinzuschnuppern. Uni bedeutet immer auch, die Freiheit zu haben, Neues auszuprobieren.

Eine generelle Anwesenheitspflicht gibt es an der Uni übrigens nicht. Dennoch regeln es viele Dozenten in ihren Veranstaltungen so, dass es eine Anwesenheitsliste gibt und du nur eine bestimmte Anzahl von Sitzungen fehlen darfst. Für Krankheitstage kann dir dann ein ärztliches Attest weiterhelfen.

Was ist wirklich wichtig?

1. Die wichtigsten Anlaufstellen: Um grundsätzlich zu kapieren, wie eine Uni überhaupt aufgebaut und strukturiert ist, hilft dir ein Blick auf unsere Übersicht. Dort findest du Informationen dazu, welches Gremium welche Aufgabe hat oder auch welche zusätzlichen Anlaufstellen es gibt, die dir bei den verschiedensten Fragen weiterhelfen können.

2. W-LAN Zugang: Bevor es so richtig ans Eingemachte geht, solltest du dir den Zugang zum Campuseigenen W-LAN sichern. In der Regel bekommst du mit deiner Immatrikulation eine eigene Uni-Mailadresse zugeteilt und oft kannst du bestimmte interne IT-Dienste nutzen, die zuerst freigeschaltet werden müssen. Meist gibt es dafür eine eigene Anlaufstelle oder einen Beauftragten in deiner Fachschaft.

3. Einführungsveranstaltungen: Was erstmal furchtbar langweilig klingt, solltest du dennoch wichtig nehmen. Bei diesen Terminen lernst du nicht nur deine künftigen Kommilitonen und Dozenten kennen, es werden auch essentielle Punkte zum Ablauf des Semesters besprochen. Zudem hast du dabei die Möglichkeit, deine offenen Fragen loszuwerden, etwa zu Studieninhalten, Prüfungsvoraussetzungen oder zum allgemeinen Ablauf.

4. Bibliotheksausweis: Um die hochschuleigene Bibliothek nutzen zu können, benötigst du meist einen eigenen Nutzerausweis. Manchmal kann diese Funktion auch in eine zentrale Studierendenkarte integriert werden. In jedem Fall solltest du dich rechtzeitig darum kümmern. Dann kannst du zu Beginn der Lehrveranstaltungen direkt loslegen.

Kontakte knüpfen

Sei es beim Einschreiben im Studierendensekretariat, bei den Einführungsveranstaltungen oder auch einfach beim Schlendern über den Campus – überall wirst du auf Gleichgesinnte treffen und viele Möglichkeiten haben, bereits erste Kontakte zu knüpfen. Gerade am Anfang fällt es manchen schwer, neue Leute kennenzulernen. Doch dir sollte klar sein, dass ihr im Grunde alle im gleichen Boot sitzt.

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Einfach mal anquatschen: Auch ältere Semester helfen dir gerne mit Tipps weiter. │ Foto: Fotolia, © SolisImages

Als Erstis habt ihr alle noch nicht den richtigen Durchblick und kämpft oft mit denselben Fragen oder Herausforderungen. Genügend Anknüpfungspunkte also für ein erstes Gespräch, sei es über den Mensaspeiseplan, die Fächerwahl oder die Wohnsituation.  Zudem solltet ihr gezielt auch Kontakt zu älteren Semestern suchen. Meist ist der Altersunterschied ohnehin nicht groß und sie helfen in der Regel als alte oder zumindest ältere Hasen gerne mit ein paar Insidertipps weiter. Welcher Prof ist besonders penibel, wann ist in der Bib am wenigsten los oder welche Alternativen gibt es zum alltäglichen Mensaessen – bei diesen Fragen sind sie einfach die kompetentesten Ansprechpartner.

Studieren ist gut – Freizeit ist besser

Auf dem Campus haben wir uns thematisch jetzt lange genug aufgehalten – höchste Zeit, um uns um den zweiten wichtigen Lebensbereich jedes anständigen Studenten zu kümmern: Der notwendigen Muße als Ausgleich zum stressigen Lernalltag. Schließlich sollen auch Entspannung und Party an der Uni nicht zu kurz kommen.

Auch hier gibt es für Erstis jede Menge Dinge zu beachten. Nicht immer ist es einfach, zwischen verlockenden Freizeitangeboten und rauschenden Partynächten auf der einen Seite und den notwendigen Lerngruppen und relevanten Klausurterminen auf der anderen Seite eine gute Balance zu finden. Neustudenten neigen hier häufig dazu, einer der beiden Seiten den Vorzug zu geben, was natürlich zu verschiedenen Nachteilen führen kann. Wir zeigen dir hier, wie du auch abseits des Hörsaals das Ersti-Image abschütteln kannst und dich vorteilhaft durch das studentische Freizeitleben manövrierst.

Den richtigen Ausgleich finden

Wer feiern kann, kann auch studieren – oder nein, umgekehrt: Wer studieren kann, sollte auch feiern! Viele Erstis gehen ihr Studium besonders motiviert an, was auch keinesfalls verwerflich ist. Dennoch solltest du nicht vergessen, dir nebenbei auch regelmäßig Entspannung und Abwechslung zu gönnen.

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Vergesst das Feiern nicht: Neben dem ganzen Unistress solltet ihr euch auch mal eine Auszeit gönnen. │ Foto: Fotolia, © Impact Photography

Ob beim Sport oder einem gemütlichen Videoabend gemeinsam mit deinen neuen Mitkommilitonen – so bekommst du deinen Kopf wieder frei für die nächsten Lernsessions und anstrengenden Vorlesungen. Vergrab dich also nicht ständig nur zwischen deinen Büchern, jetzt ist Party und chillen angesagt.

Studentenlifestyle leicht gemacht

Wir brauchen dir hier sicherlich nicht zu erklären, wie feiern funktioniert. Trotzdem haben wir ein paar Tipps zusammengetragen, die dich dem ultimativen Studentenlifestyle näherbringen:

1. WG-Partys: Sie sind vor allem zu Beginn des Studiums die perfekte Art andere Leute kennenzulernen. In ungezwungener Atmosphäre fühlst du dich in fremden Wohnungen schnell wie unter Freunden. Falls es dir trotzdem mal zu langweilig wird, ist WG-Hopping angesagt: Einfach ab zur nächsten Party. Ein weiteres Plus: Meistens gibt es irgendwas Leckeres zu essen.

2. Fressmeile und Lieferdienst: Neben der Mensa werden diese beiden Institutionen dir immer wieder das Überleben sichern. Ersteres ist die beste Anlaufstelle um auf dem Heimweg (egal ob von Uni oder Club) noch was Essbares aufzutreiben und bei Zweiterem werden dir als baldiger Stammkunde oft noch Sonderwünsche erfüllt.

3. Lotterleben, nein danke: Endlich in der eigenen Studentenbude, in der du tun und lassen kannst, was du willst! Essen vor dem Fernseher, das ganze Wochenende im Schlafanzug verbringen, … – aber halt, du solltest gemütlich Chillen nicht mit Verwahrlosen verwechseln. Nichts ist weniger sexy als tagelang in den selben Klamotten zwischen sich stapelnden Geschirrbergen zu hausen. Ein entspanntes Netflix-Wochenende lässt sich auch mit deutlich mehr Stil verbringen. Dabei musst du keinesfalls auf deine geliebte Jogginghose verzichten. Kombiniert mit angesagten Trendstücken bist du bestens gerüstet, wenn überraschend deine Freunde an der Tür klingeln um mit dir der Seriensucht zu frönen. So bleiben dir nicht nur peinliche Momente erspart, du kannst mit Stilbewusstsein in allen Lebenslagen punkten.

4. Endlich ausschlafen: Clevere Studenten organisieren ihren Stundenplan gezielt mit Blick auf ihr ausschweifendes Partyleben. Nein, Spaß beiseite: Immerhin hast du als Student jetzt endlich die Möglichkeit, deinen Zeitplan besser an deine biologische Uhr anzupassen. Nachtmenschen werden hier zum ersten Mal so richtig aufblühen können. Auch wenn es dein Stundenplan vielleicht nicht jeden Tag zulässt, den einen oder anderen Tag kannst du morgens sicher etwas gemächlicher angehen.

5. Katerfrühstück: Die Nacht war wieder einmal länger als geplant und du kannst die Veranstaltung an der Uni nicht schon wieder ausfallen lassen? Dann kann dich nur noch ein deftiges Katerfrühstück zurück auf die Beine bringen. Dieser ultimative Fitmacher wird deine Energiereserven wieder auffüllen und die negativen Auswirkungen der durchzechten Nacht etwas lindern. Beim nächsten Mal hast du dazugelernt und wirst es sicher langsamer angehen lassen.

Freizeitplanung für Erstis

Neben den nächtlichen Aktivitäten hast du in der Regel auch noch genügend Zeit für andere Freizeitaktivitäten. Auch wenn du einen vollen Stundenplan hast, solltest du dir gezielt Auszeiten einplanen, die du mit Freunden verbringen kannst oder dich sonst einfach mal auf andere Gedanken bringen.

Die Uni bietet neben den Lehrveranstaltungen in der Regel auch ein umfangreiches Sportprogramm an. Abseits von herkömmlichen Vereinsstrukturen kannst du hier mit deinen Kommilitonen Sport treiben oder auch Disziplinen ausprobieren, die dich schon immer interessiert haben. Die Termine sind meist studentenfreundlich und lassen sich gut irgendwo dazwischenschieben. Zudem finden viele Kurse direkt auf dem Campus statt – kurze Wege für dich also. Wenn du das Gefühl hast, du tust in deiner Freizeit zu wenig für die Uni, kannst du dein Programm auch indirekt an deinem Studium ausrichten. Engagiere dich in der Studierendenverwaltung, suche dir einen Nebenjob oder ein Ehrenamt, das zu deinem Fach passt oder probiere dich in der Theater- oder Debattier-AG aus.

Als Student kannst du in den meisten Städten übrigens besonders günstig am kulturellen Leben teilhaben. Lokale Konzerthallen oder Theaterhäuser kooperieren oft mit den Hochschulen und bieten besondere Rabatte oder du kannst Restkarten kurz vor einer Veranstaltung zu einem günstigen Preis bekommen. In jedem Fall kannst du bei sämtlichen Gelegenheiten deinen Studentenausweis zücken und nach einer Ermäßigung fragen.

Uni und Nebenjob unter einen Hut bringen

Auch wenn du von deinen Eltern unterstützt wirst oder BAföG bekommst, kann es sinnvoll sein, dein Budget durch einen Nebenjob aufzubessern. Mit etwas Glück findest du sogar eine Tätigkeit, bei der du bereits etwas Praxiserfahrung passend zu deinem Studium sammeln kannst.

Allerdings ist es nicht immer ganz leicht, nebenher einer Arbeit nachzugehen, ohne dabei dein Studium zu vernachlässigen. Als Ersti solltest du zuerst ein paar Wochen verstreichen lassen, um herauszufinden, wieviel Zeit du für die Uni im Schnitt brauchst und wieviel Zeit du in einen Nebenjob investieren kannst.

Jobs in der Gastronomie sind beliebt, da die Arbeitszeiten oft am Abend liegen. Alternativ kannst du auch am Wochenende Geld verdienen gehen. Viele industrielle Unternehmen bieten sogenannte Wochenendstellen. Diese sind oft sogar überdurchschnittlich gut bezahlt. Der perfekte Nebenjob richtet sich nach den verschiedensten Kriterien – von deinen ganz persönlichen Vorlieben bis zur verfügbaren Zeit. Auch hier kann dir das Studentenwerk oft mit Tipps weiterhelfen.

Tipps für mehr Routine an der Uni

Wenn du dich nach ein paar Wochen etwas eingelebt hast, läuft sicherlich einiges schon etwas routinierter ab. Manchmal fällt es trotzdem noch schwer, sich an das hohe Lernpensum zu gewöhnen und überhaupt ist dieses Selberlernen oft völliges Neuland, mit dem einige nicht so gut zurechtkommen.

Doch keine Sorge, auch hier können wir bestätigen, dass Übung den Meister macht. Mit der richtigen Strategie fällt es dir einfacher, neues Wissen zu erarbeiten, umfangreiche Literaturlisten abzuarbeiten und dich effizient auf Prüfungen vorzubereiten.

Lernen lernen

Wenn es dir grundsätzlich schwerfällt, dich zum Lernen aufzuraffen, könnten Lerngruppen für dich eine gute Sache sein. Gemeinsam mit Kommilitonen macht es nicht nur mehr Spaß, ihr könnt euch auch über verschiedene Vorgehensweisen austauschen.

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Probiere mehrere Lernmethoden aus und finde die für dich passendste Strategie. │ Foto: Fotolia, © bernardbodo

Viele Erstis werden von den endlosen Literaturlisten regelrecht erschlagen. Es ist ein richtiger Kampf, sich durch die oft dicken Wälzer zu arbeiten. Teile dir die Aufgaben in Etappen auf, dann kannst du Zwischenziele erfolgreich abhaken. Dann gibt es auch noch die sogenannte Speed Reading Technik, mit der du deine Lesegeschwindigkeit verbessern kannst. Mit etwas Übung kannst du so schneller zum Ziel kommen und gleichzeitig effizienter die jeweiligen Inhalte erfassen. Nicht jeder lernt auf dieselbe Weise gleich gut. Deshalb solltest du verschiedene Methoden ausprobieren. Vielleicht weißt du bereits, welcher Lerntyp du bist. Dann kannst du dein Lernprogramm gezielt an deinen individuellen Stärken ausrichten. In der Regel hast du nach einiger Zeit herausgefunden, welche Strategien für dich am besten funktionieren.

Prokrastination ade

Die Verschieberitis ist ebenfalls ein großes Problem, mit dem viele Studierende nicht nur in den ersten Semestern zu kämpfen haben. Prokrastination ist ein Phänomen, das weiter verbreitet ist, als du vielleicht denkst. An zahlreichen Unis werden inzwischen regelmäßig sogenannte Schreibnächte abgehalten – oft unter dem Motto „Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“. Hier kannst du mit Leidensgenossen nicht nur deine Versäumnisse aufholen, sondern dich auch über Strategien zur Bekämpfung des inneren Schweinehundes austauschen.

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Auch zur nötigen Selbstmotivation gibt es die unterschiedlichsten Vorgehensweisen. │ Foto: Fotolia, © Gregory Lee

Auch hier gibt es keinen grundsätzlich gültigen Masterplan, für jeden funktioniert etwas anderes am besten, um sich besser motivieren zu können. Wichtig ist es, eine gewisse Routine zu entwickeln und ungeliebte Tätigkeiten mit positiven Erfahrungen in Verbindung zu bringen. Ein angenehmes Lernumfeld, schöne Hintergrundmusik, kleine Belohnungen für einzelne Etappenziele – auch hier kannst du verschiedene Möglichkeiten ausprobieren und deine persönliche Strategie finden.

Entspannt in die Prüfungen

Auch wenn du am Anfang noch nicht so richtig einschätzen kannst, wie eine Prüfung im Detail genau abläuft oder was dich erwartet, wenn du sie vielleicht nicht bestehen solltest, ist die beste Strategie immer noch eine entspannte Herangehensweise. Mit einer guten Vorbereitung hast du zunächst die Voraussetzungen dafür geschaffen, zumindest kein ganz leeres Blatt abgeben zu müssen.

Prüfungsstress und -angst sind die größten Hindernisse dabei, Höchstleistungen erbringen zu können. Deshalb solltest du einzelne Klausuren nicht überbewerten. Im Notfall kannst du sie in der Regel zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal wiederholen. Wenn du mit einem positiven Gefühl in die Prüfung gehst, nimmst du dir den unnötigen Druck von den Schultern.

Lernen bis kurz bevor es ernst wird ist ebenfalls meist kontraproduktiv. Gönne deinem strapazierten Gehirn etwas Entspannung, dann bist du in der Regel leistungsfähiger. Mut zur Lücke heißt hier einmal mehr das Credo. Im nächsten Semester hast du bereits jede Menge Erfahrungen sammeln können, und bist in vielen Dingen sicherlich schon viel routinierter und entspannter. Spätestens dann kannst du dein Studentenleben in vollen Zügen genießen.