Chillzone

Druck im Studium

„Das Studium an sich ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass die Studenten sich untereinander verrückt machen.“ Das waren die ersten Worte, die ich damals bei der Studienberatung gehört habe. Studenten machen sich untereinander verrückt?! Die sind doch alle super chillig?! Das hab’ ich früher immer gedacht. Früher hab’ ich allerdings auch geglaubt, dass die Gummibären auch für mich da sind, wenn ich sie brauch’.


StudybeesPlus für WiWis

Fehlanzeige

Das Thema beschäftigt mich in letzter Zeit sehr. Also nicht, dass die Gummibärenbande mich im Stich gelassen hat, sondern das Thema Druck im Studium. Eine Freundin meinte vor kurzem zu mir, dass sie gar nicht glauben kann, dass ich so ein anstrengendes Fach studiere, weil ich das ja alles so locker sehen würde und ja echt viel Freizeit hätte. Sie kenne jemanden, der auch Jura studiert und bei dem wäre das ganz anders. Der wäre öfter mal dem Nervenzusammenbruch nahe. Sofort schossen mir wieder folgende Gedanken durch den Kopf:

Lerne ich zu wenig? Schaffe ich später das Examen nicht? Muss man 7 Tage die Woche 12 h lernen und nur dann schafft man es?

Man zweifelt ständig an sich selbst. Eigentlich bin ich immer der Meinung, dass ich alles richtig mache, immerhin habe ich bis jetzt (klopfe mal wieder 3 Mal auf Holz) alle Scheine beim ersten Versuch bestanden. Aber kennt ihr das Gefühl? Es ist nie genug. Man macht nie genug. Irgendeiner scheint immer mehr zu lernen, besser zu sein. Man ist ständig verunsichert. Der Druck im Studium ist auf jeden Fall da. Ich hab’ tatsächlich gelesen, dass die Nachfrage an psychologischen Anlaufstellen in letzter Zeit gewachsen ist, weil wir Studis mit dem Druck einfach nicht mehr klar kommen. Da bin ich schon ein bisschen erschrocken. Daher will ich folgendes sagen:

Ihr seid nicht allein. Wir alle zweifeln manchmal. Aber wir schaffen alles, was wir uns vornehmen.

So einfach ist das. Bine ist heute übrigens ernst.

Da die Tipps für die Klausurphase so gut bei euch ankamen, hier mal ein paar Dinge, die mir helfen.

  • Darüber reden

    Ganz wichtig: Lästert mit Freunden über diejenigen, die euch durch dumme Sprüche ein doofes Gefühl geben. Jaja, lästern darf man nicht, voll gemein. DOCH! Die Frau von Ryan Gosling finden wir ja auch total scheiße, was hat die überhaupt für ne Frisur und deren Baby erst, die Glatze – total unvorteilhaft, urgh. Es hilft nun mal manchmal Wunder. Es hilft uns darüber hinwegzukommen, dass Ryan Gosling sich nicht für uns entschieden hat und auch darüber, dass es einfach manchmal Leute gibt, die wahnsinnig viel Stuss reden.

  • Kleine Erfolge würdigen

    Auch wenn ihr noch kein Examen oder den Bachelor in der Tasche habt, jede bestandene Klausur, jeder Test, jede mündliche Prüfung, jede Hausarbeit, jede GoT-Folge, in der keiner gestorben ist, ist super!! Macht euch bewusst, wie viel ihr geschafft habt. Ein Schritt nach dem anderen. Und jeder gemachte Schritt ist Gold wert.

  • Ablenkung – Egal, was euch Spaß macht, macht es!

    Sich den ganzen Tag den Kopf zu zerbrechen, bringt niemanden was! Ich kompensiere das ja gerne mal mit einem Besuch bei Ikea. Wenn ich wieder mal bemerke, dass wir unbedingt ein PJÄTTERYD-Bild von einem Hängebauchschwein über unserem Sofa brauchen, greift mein Freund müde zu dem Autoschlüssel und weiß, jetzt dreht die Alte wieder durch. Aber das Hängebauchschwein hängt friedlich über dem Sofa und mein Freund darf im Gegenzug, weil er das Bild von dem Hängebauchschwein so tapfer angebracht hat, (während er sich anhören muss, dass der Nasenbär über der Couch vielleicht doch besser ausgesehen hätte) zocken, ohne dass ich nerve. Das nenne ich Kompromiss.

  • Auf euch hören

    Wenn ihr mal einen scheiß Tag habt und einfach keine Lust auf nichts, dann zwingt euch nicht zu lernen. Man darf sich auch mal einen Tag Auszeit nehmen. Denjenigen, die dann wieder mit dem „Kannst du dir das überhaupt leisten?“-Gequatsche anfangen, tretet ihr kurz mal vors Schienbein. Wenn das nichts hilft, ruft ihr die Gummibärenbande. Vielleicht habt ihr mehr Glück…

Mehr?  Der Lernalltag eines Studenten