Aufgaben priorisieren – Die MoSCoW-Methode

Wir verwenden fast alle To-Do-Listen um unsere täglichen Aufgaben zu verwalten. Ohne das externe Gedächtnis wird es schnell schwierig, nichts zu vergessen. Davon abgesehen hilft das Aufschreiben von Aufgaben dabei, einen klaren Kopf zu behalten.

Irgendwie müssen wir unsere Aufgaben aber natürlich auch priorisieren – nicht alles ist gleich wichtig. Eine Methode, die dabei hilft, ist die sogenannte MoSCoW Methode, die wir jetzt kennenlernen werden.

Die MoSCoW-Methode

Die MoSCoW Methode (manchmal auch MoSCoW-Priorisierung genannt) kommt aus dem Projektmanagement und hilft dir dabei, deine Aufgaben klar und deutlich zu priorisieren.

MoSCoW, wie du dir vielleicht schon gedacht hast, ist ein Akronym: MUST, SHOULD, COULD, WON’T.

Wenn du dieser Methode folgst, versuchst du all deine Aufgaben einer der vier Kategorien zuzuordnen:

1. MUST

In diese Kategorien fallen Aufgaben, die unbedingt erledigt werden müssen. Wenn Aufgaben in dieser Kategorie nicht erfüllt werden, hätte das fundamentale Folgen für dich und deine Projekte. Deine Miete ist zum Beispiel, vermutlich, eine MUST-Aufgabe, da ganz viele andere Aufgaben ohne Wohnung vermutlich schnell relativ unwichtig werden würden.

2. SHOULD

Aufgaben in der SHOULD-Kategorie sind wichtig, können aber hinter wichtigeren anderen Aufgaben zurückgestellt werden. Wenn eine solche Aufgabe nicht innerhalb des festgelegten Zeitraums erledigt wird ist das zwar nicht besonder schön, aber auch kein Weltuntergang. Eine E-Mail an eine Professorin könnte zum Beispiel in dieser Kategorie sein.

3. COULD

COULD-Aufgaben sind nicht essentiell, wären aber definitiv nice to have. Diese Kategorie kommt immer dann ins Spiel, wenn Freiräume entstehen und Zeit übrig ist.

4. WON’T

Diese Kategorie ist besonders spannend. Aufgaben in der WON’T-Kategorie sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht wichtig, könnten aber später interessant werden. Hier landen solche Aufgaben, die man nicht vergessen möchte, die aber auf jeden Fall (momentan) die niedrigste Priorität haben.

Die MoSCoW-Methode ist extrem einfach anzuwenden, kann aber wirklich etwas Ordnung in das alltägliche Chaos bringen. Wichtig ist aber, dass man nicht vergisst, dass sich Prioritäten natürlich auch ändern können. Ebenfalls sollte man nicht vergessen, dass relativ unwichtige, nice to have, Aufgaben manchmal auch einen großen Effekt haben können.

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