Erfolgreiches Netzwerken

Studenten jeden Studiengangs haben prinzipiell die Perspektive in der freien Wirtschaft einen Job zu finden, nicht nur BWLer. Je weiter weg allerdings die Studieninhalte von Unternehmenstätigkeiten sind, desto wichtiger werden praktische Erfahrungen und persönliche Kontakte. Wie du ein effizientes Netzwerk aufbaust, erfährst du hier.

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Um es kurz zu sagen: Beim Netzwerken geht es um Jobs und persönliche Entwicklung.

Einer Studie der EU-Kommission zufolge finden etwa ein Drittel der Arbeitnehmer zwischen 16 und 29 Jahren ihre Jobs über persönliche Kontakte. Bei Managern wird dies noch deutlicher: Rund 70 Prozent aller Führungspositionen in Deutschland werden über Beziehungen vergeben. Auch eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) konnte nachweisen, dass 40 Prozent aller offenen Stellen über Beziehungen vergeben werden.

Das liegt auch daran, dass Unternehmen im sogenannten „War for Talents“ einem steigenden Druck ausgeliefert sind, sich bei Studenten frühzeitig zu präsentieren, was wiederum mit wachsenden Recruiting-Bemühungen einhergeht. Das bedeutet für uns Studenten ein florierendes Angebot an Veranstaltungen, Programmen und Kontaktmöglichkeiten. Wer dieses nicht nutzt, gerät immer schneller ins Hintertreffen.

Der Unternehmer Jim Rohn hat mal gesagt: „Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.“ Das gilt auch für das Netzwerken. Um berufliche Positionen und Ziele zu erreichen, helfen dir Menschen, welche ähnliche Ziele wie du verfolgen oder diese schon erreicht haben. Mentoren unterstützen dich dabei, dein Handeln zu reflektieren und die richtigen Wege und Personen zu finden. Trau dich, auch zu erfahrenen Personen Kontakt aufzubauen. Mentorenprogramme der Universitäten geben dir einen guten Einstieg.

Deine Zeit und deine Aufmerksamkeit neben dem Studium sind begrenzt. So hat auch die Größe deines Netzwerkes ein natürliches Limit, die Qualität allerdings nicht. Persönlichkeitscoaches und Motivationstrainer raten dazu, konsequent Personen aus deinen Kontakten zu nehmen, die dir nicht gut tun. Dieser Rat gilt freilich am ehesten für professionelle Beziehungen.

Grundsätze des Netzwerkens

Karriere-Beziehungen haben viele grundsätzliche Gemeinsamkeiten mit persönlichen Beziehungen. Vertrauen, Kommunikation und eine Mentalität des „Geben und Nehmens“ sind die Eckpfeiler eines gesunden Netzwerks. Damit sich ein Kontakt Zeit für deine Entwicklung nimmt oder dir Zugang zu Informationen und Personen gibt, ist es sinnvoll, erst einmal in Vorleistung zu gehen. Als Student wird dein Wert vor allem durch dein Interesse und dein Entwicklungspotenzial gemessen. Hilfreich ist es, während des Studiums für dein Ziel relevante Fähigkeiten zu erlernen. Dafür gibt es zahlreiche Angebote: Kurse deiner Universität, studentische Initiativen, Plattformen im Internet oder auch Kurse bei Studybees.

Es braucht Zeit, ein Netzwerk so aufzubauen, dass man daraus einen Nutzen zieht. Deshalb solltest du so früh wie möglich damit anfangen. Ein echter Netzwerker fungiert als Knotenpunkt und als Vermittler, der die richtigen Menschen zusammenbringt. So erfüllst du einfach kleine Gefallen und bleibst positiv in Erinnerung. Versuche dabei stets Möglichkeiten zu suchen, wie du Menschen helfen kannst und nicht wie du dir selbst hilfst. Diese Einstellung wird sich bei anderer Gelegenheit mehrfach zurückzahlen.

Orte des Netzwerkens

Xing und LinkedIn bieten enorm viel Potenzial, um ein professionelles Netzwerk zu führen. Auch als Student mit wenig praktischer Erfahrung solltest du dich unbedingt auf diesen Plattformen anmelden. Sie erfüllen drei Funktionen:

  1. Kontaktaufnahme: Wenn du mit jemanden auf Xing oder LinkedIn vernetzt bist, hast du bereits einen Bezug, durch den es einfacher wird, diesen Kontakt zu aktivieren. Du kannst aber auch durch die Plattform neue Kontakte finden, um zum Beispiel Erfahrungswerte für Praktika zu sammeln.
  2. Kontaktorganisation: Bei Bedarf kannst du dein Netzwerk auf Schlagwörter durchsuchen und die richtigen Personen für dein Anliegen direkt finden, vermutlich effektiver als in Luhmanns Zettelkasten. Zudem ist es ratsam, die gesammelten Kontakte durch regelmäßige Nachrichten warm zu halten.
  3. Deine digitale Visitenkarte: Durch deinen Lebenslauf und deine eingetragenen Fähigkeiten werden Personaler auf dich aufmerksam. Mit einem sorgfältig gepflegten Profil sind Stellenangebote nur eine Frage der Zeit, wenn auch nicht alle passend sind. Xing bietet zudem die Möglichkeit, in Foren seine Expertise zu präsentieren.

Der beste Weg, Kontakte zu knüpfen, ist ganz klassisch das persönliche Gespräch. Unternehmen bieten uns Studenten zurzeit ein riesiges Angebot an Veranstaltungen. Schau dich in den sozialen Netzwerken oder direkt auf den Websites der Firmen danach um. Meist werden in eintägigen Veranstaltungen fachliche Themen aus dem Joballtag vermittelt, welche dann durch ein Kennenlernen der Unternehmensvertreter abgerundet werden. In den meisten Universitätsstädten gibt es Messen, an denen du neue Kontakte knüpfen kannst.

Ganz konkret

Als Student hast du auch die Option, bestehende Netzwerke zu nutzen. Es gibt zahlreiche Initiativen, die seit Jahrzehnten den Zweck haben, Studierenden Wissen, Fähigkeiten und Kontakte zu vermitteln. Einen guten Überblick bekommst du beim Verband Deutscher Studierendeninitiativen (VDSI). In diesen Initiativen gibt es viele Gelegenheiten, Unternehmen kennenzulernen, zum Beispiel durch Workshops, Alumniveranstaltungen, Kongresse oder Messen. Davon sind die meisten exklusiv, weil Unternehmen diese Vereine als Kooperationspartner nutzen. Es lohnt sich also, sich zu engagieren.

Eine weitere Möglichkeit, sein berufliches Netzwerk zu erweitern bietet Studybees durch exklusive Unternehmensevents für die Tutoren. Melde dich also noch heute kostenlos an.