AStA, StuPa und Co – Ein kurzer Überblick

Asta, Stupa, Studentische Gremien

Als ich mit dem Studium anfing, fand gleich zu Beginn des Semesters der Initiativenmarkt statt. Hier konnten sich alle studentischen Gremien und Initiativen der Uni vorstellen. An diesem Tag nahm ich mir fest vor, bald mal bei dem einen oder anderen Treffen vorbeizuschauen. Bei diesem guten Vorsatz blieb es jedoch, denn ehe ich mich versah, war mein erstes Semester auch schon vorbei!


StudybeesPlus für WiWis

Während der Semesterferien kam mir mein Vorsatz wieder in den Sinn und ich begann, mich über die verschiedenen studentischen Gremien zu informieren. Von einer studentischen Unternehmensberatung bis hin zu Amnesty International war alles geboten und ich fand auch die studentischen Gremien, wie beispielsweise den AStA, die Fachschaft oder das StuPa, mit denen ich jedoch noch nicht so viel anfangen konnte. Natürlich kannte ich die Namen von diversen Studentenpartys oder den Wahlen, die ab und an stattfinden. Aber was genau dahinter steckte, war mir nicht bewusst. Wenn man bedenkt, dass sie jedoch die Studenten vor den Mitarbeitern, Professoren und anderen Institutionen vertreten und für unsere Interesse stehen, ist es erschreckend, wie wenig die meisten Studenten (mich eingeschlossen) über die studentischen Gremien wissen. Deshalb möchte ich mit diesem Artikel etwas Licht ins Dunkel bringen und die wichtigsten Fakten zusammenfassen.

Der Allgemeine Studierendenausschuss

Der AStA ist, wie bereits erwähnt, nichts Geringeres, als die Vertretung der Studentenschaft! Das bedeutet, dass er sich für deine Probleme einsetzt und versucht sie zu lösen. Dafür gibt es zum Beispiel in Brandenburg einen Zusammenschluss aller Studierendenvertreter, die zusammen mit dem Brandenburgischen Wissenschaftsministerium versuchen, die Studienbedingungen zu verbessern.

Um es kurz zu machen: Wenn ihr ein Problem habt und euch die Fachschaften nicht weiterhelfen können, dann ist der AStA eure nächste Anlaufstellte! Um dies bestmöglich zu erreichen ist der AStA in Referate unterteilt, die jedoch von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich ausgestaltet sein können. Hierzu gehören meistens ein Referat für Marketing, Finanzen, Kultur, Gleichstellung und noch viele weitere. Der Vorsitzende und die Referenten werden vom Studierendenparlament gewählt, welches wiederum von den Studenten selbst gewählt wird.

Wer sich schon mal die Aufteilung des Semesterbeitrags genauer angesehen hat, dem sollte aufgefallen sein, dass der AStA einen kleinen Teil davon erhält. Davon erhalten die Referenten jedoch lediglich eine kleine Aufwandsentschädigung, die aber in keinem Verhältnis zum Arbeitsaufwand steht! Vielmehr fließt dieses Geld in Projekte, die den Studenten zu Gute kommen. Jede Initiative kann beispielsweise beim AStA einen Antrag zur Förderung eines Projektes stellen. Bei uns zählten hierzu beispielsweise die International Fair der Gaststudenten, die die Möglichkeit erhielten, ihr Land vorzustellen. Dafür wird dann die große Halle der Universität geräumt und man kann sich von Stand zu Stand futtern, nebenbei mit den Gaststudenten plaudern und die eine oder andere Tanzeinlage bewundern!

Also, an sich ist der AStA doch echt eine super Sache, oder?

Das Studierendenparlament

Um die Position des Studierendenparlaments im Vergleich zu der Bundesregierung zu sehen, könnte man es als den „Bundestag der Studenten“ bezeichnen. Es ist das höchste beschlussfähige Organ der Studierendenschaft und wird einmal im Jahr gewählt.

Das StuPa stellt einen Haushalt auf und kontrolliert, dass die Gelder den Studenten zu Gute kommen, welche der AStA vergibt. Auch wenn es hier ab und zu etwas chaotisch zugehen sollte, oder so manche Sitzungen auch bis in die Nacht dauern, trifft man tolle Leute und kann das Unileben aktiv mitgestalten! Zusammen sind der Asta und das Studierendenparlament die wichtigsten Organe der studentischen Selbstverwaltung. Den AStA gibt es jedoch nicht überall. An einigen Universitäten gibt es anstatt dessen einen Studentenrat.

Um mehr über die genaue Zusammensetzung und Aufgabenbereiche der studentischen Gremien zu erfahren, schau dich doch mal an deiner Uni um oder besuche die Sitzungen der studentischen Gremien! Es gibt jedoch keine einheitlich geregelte Studentenvertretung. Deshalb können sowohl der Aufbau, als auch die Gremien von Bundesland zu Bundesland und sogar von Uni zu Uni sehr unterscheiden.

Je nach Bundesland gibt es jedoch nicht zwangsläufig eine studentische Selbstverwaltung.  Diese wurde beispielsweise in Bayern und Baden Württemberg von der Regierung in den 1970ern abgeschafft! Eigentlich kaum vorstellbar, oder?

Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften e.V.

Wie der Name schon sagt ist der freie Zusammenschluss von StudentInnenschaften der überparteiliche Dachverband von Studierendenvertretungen in Deutschland. Damit setzt sich der fzs für uns Studenten deutschlandweit ein mit dem Ziel, hochschulrelevante Themen in politische Diskussions- und Entscheidungsprozesse einzubringen. Weitere Informationen findest du direkt auf der Seite des fsz.

Der Fachschaftsrat

Erinnerst du dich noch an deine erste Woche an der Uni? Mir hat meine Mitbewohnerin damals gesagt, dass die Freundschaften, die ich in der ersten Woche schließen werde, bis zum Schluss halten werden. Und sie hatte Recht! Ich bin damals mit auf das Ersti-Wochenende gefahren und mit den drei Mädels, mit denen ich mir das Zimmer geteilt habe, habe ich mein gesamtes Studium durchgestanden. Ersti Fahrten, Einführungswoche und die Semestereröffnungsparty… Das sind Termine, die ein fester Bestandteil des universitären Lebens sind. Aber wer organisiert das eigentlich?

An meiner Uni wird das alles von dem Fachschaftsrat (FSR) organisiert. Also ein weiteres studentisches Gremium, das im Hintergrund eine Menge leistet, damit unser Studium so angenehm wie möglich verläuft! Und wer genau steckt dahinter?

Der Fachschaftsrat wird von den Studenten eines Faches gewählt und umgangssprachlich häufig als Fachschaft bezeichnet. Die Fachschaft an sich sind, wenn man es genau nimmt, jedoch alle Studierenden eines Faches. Die Hauptaufgabe des Fachschaftsrates ist es, das Leben an der Universität mitzugestalten und hierbei insbesondere auf Probleme der eigenen Fachschaft einzugehen. Der Vorteil des Fachschaftsrates ist, dass die Mitglieder das Gleiche studieren wie du und deshalb die Probleme der Studenten meist selbst kennen und durchgestanden haben. Deshalb kann er auch speziell auf deine Interessen eingehen und sie vor den Professoren und der Verwaltung vertreten! Das geht sogar so weit, dass gut organisierte Fachschaftsräte Einfluss auf die Ausgestaltung neuer Prüfungs- oder Studienordnungen nehmen können. Wusstest du außerdem, dass manche Dozenten von den Geldern finanziert werden, die der Fachschaft zur Verfügung gestellt werden?

Wie du siehst, ist der Fachschaftsrat also nicht nur für Partys und ein spannendes Ersti-Wochenende verantwortlich, sondern der erste Ansprechpartner für dich, wenn du ein Problem mit dem Studium hast, das du nicht selbst lösen kannst!

Der Haken an der Sache…

Nun stell dir mal vor wie dein Unileben aussähe, wenn es nicht ein paar engagierte Studenten geben würde, die sich so für dich einsetzen.

Vielleicht würde es keine Ersti-Fahrt mehr geben, niemand würde die Professoren und die Verwaltung auf die Probleme der Studenten aufmerksam machen, um gemeinsam eine Lösung zu finden und die ganzen Partys würden auch nicht mehr stattfinden.

Leider sinkt das Engagement der Studenten immer weiter, und viele studentische Gremien haben Probleme, neue Mitglieder zu finden. Wenn du also Lust hast, mehr aus deinem Studium zu machen und das Unileben aktiv mitzugestalten, dann schau dich doch einfach mal bei den studentischen Gremien und Initiativen um. Vielleicht ist ja auch das Richtige für dich dabei! Unabhängig davon wo du dich engagierst, wirst du eine Menge Spaß haben und viele neue Bekanntschaften knüpfen!

Ich selbst war während meines gesamten Studiums bei meiner lokalen Sektion des International Exchange Erasmus Student Networks (ESN) Mitglied und habe eineinhalb Jahre als Leiterin des Eventressorts jede Menge Ausflüge, Willkommenstage und Partys organisiert und dabei Leute aus der ganzen Welt kennengelernt.

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