Aktiv durch dein Studium: Warum du Sport treiben solltest – und wie

Lange Nächte mit viel Alkohol, Prüfungsstress, Fast Food…diese und viele weitere ungesunde Dinge gehören für die meisten Studierenden zum ganz normalen Alltag. Das kann jedoch Spuren auf der eigenen Gesundheit hinterlassen und die Leistungsfähigkeit einschränken. Dies bedeutet nicht, dass du deine Studienzeit nicht in vollen Zügen genießen kannst und solltest. Aber ein bisschen auf deine Gesundheit zu achten, schadet keinesfalls. Sport ist hierbei ein wichtiges Stichwort und glücklicherweise genießt du als Student diesbezüglich viele Möglichkeiten…


StudybeesPlus für WiWis

Wie (un-) gesund sind Studenten wirklich?

Eigentlich soll das Studium die schönste Zeit des Lebens sein. Doch in den vergangenen Jahren häufen sich die Schlagzeilen, das Studieren würde krank machen. Tatsächlich leiden mehr Studierende unter psychischen Erkrankungen als Gleichaltrige, die zum Beispiel berufstätig sind. Häufig sind die Belastungen wie Stress, Leistungsdruck, Zukunftssorgen & Co hierfür der Auslöser. Aber auch ungesunde Angewohnheiten wie eine schlechte Ernährung oder mangelnde Bewegung könne die psychische sowie physische Gesundheit beeinträchtigen. In der Folge sinken auch die Noten, schlimmstenfalls muss sogar das Studium pausiert oder abgebrochen werden. Doch keine Sorge: Dieses Horrorszenario trifft in den wenigsten Fällen zu. Dennoch ist es für dich wichtig zu wissen, wo die Gefahren für deine Gesundheit im Studium lauern und vor allem, wie du diesen entgegenwirken kannst.

Welche Rolle spielt der Sport dabei?

Vielleicht erkennst du im ersten Moment nicht den Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen und dem Sport. Natürlich ist es auch wichtig, den Stress zu reduzieren, Ängste abzubauen oder im Allgemeinen einigermaßen gesund zu leben. Doch tatsächlich kann sich auch regelmäßiger Sport positiv auf die Gesundheit auswirken, sogar psychisch. Jeder, der schon einmal bis zur Erschöpfungsgrenze Sport getrieben hat, kennt mit Sicherheit das Hochgefühl, welches sich währenddessen oder anschließend einstellt. Kein Wunder, schließlich schüttet der Körper beim Sport allerhand Glückshormone aus. Diese wiederum helfen beim Stressabbau und wirken präventiv gegen psychische Erkrankungen wie eine Depression oder Angststörung. Weiterhin macht der Sport dich selbstbewusster und er verbessert deine Schlafqualität. Die Bewegung trainiert außerdem das Gehirn, sodass du dich besser konzentrieren kannst und die Studieninhalte mit besser vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis wandern. Dadurch sowie durch die gesteigerte Denkfunktion, wirst du außerdem produktiver und damit im Studium erfolgreicher.  Der Sport spielt somit tatsächlich eine wichtige Rolle, wenn es um deinen Studienerfolg und die Prävention von psychischen Erkrankungen geht.

Weitere positive Effekte eines regelmäßigen Workouts

Zusätzlich fördert er deine Gesundheit natürlich auf der körperlichen Ebene. Durch ein regelmäßiges Workout wirst du leistungs- und widerstandsfähiger. Eventueller Stress wird abgebaut und du fühlst dich stärker, was sich wiederum in mehr Selbstbewusstsein widerspiegelt. Auf gut Deutsch: Durch Sport fühlst du dich wohler und somit fällt dir auch das Studium insgesamt leichter – selbst, wenn du eben doch mal zu lange unterwegs warst oder zu tief ins Glas geschaut hast, wie man so schön sagt. Wichtig ist daher, dass du zwar dein Studium in vollen Zügen genießt, schließlich soll es die schönste Zeit deines Lebens sein, aber eben trotzdem grundlegend einen gesunden „Lifestyle“ entwickelst. Zudem bringt Sport noch zwei weitere Vorteile mit sich: Wenn du in einer Gruppe oder Mannschaft trainierst, kannst du neue Freundschaften knüpfen und zuletzt macht Bewegung auch schlichtweg glücklich.

Sport im Studium – deine Möglichkeiten

Es gibt also viele gute Gründe, um dein Studium möglichst „aktiv“ zu gestalten, auch in der Prüfungsphase. Obwohl der Sport also bei vielen Studierenden ganz unten auf der Prioritätenliste steht, sollte er fest in den Studienalltag integriert werden. Das wissen natürlich auch die Universitäten sowie Hochschulen, weshalb viele von ihnen den Studierenden eine Möglichkeit offerieren, um kostengünstig Sport zu treiben. Bezeichnet werden diese Angebote in der Regel als Hochschulsport, Campussport oder so ähnlich. Es kann sich daher durchaus lohnen, dich einmal zu informieren, ob so etwas auch an deiner Hochschule angeboten wird. Am besten mobilisiert du auch gleich noch deine Kommilitonen, sodass ihr gemeinsam sportlich aktiv werden und euch gegenseitig motivieren könnt. Aber es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, um als Student etwas Sport zu treiben. Die Auswahl an Sportarten ist schließlich groß und so ist für jeden Geschmack sowie Geldbeutel eine passende Wahl dabei. Wo also gibt es die Möglichkeit für Studierende, um Sport zu treiben – und in welcher Form?

  • Fitnessstudio: Der Klassiker ist natürlich die Anmeldung im Fitnessstudio. Häufig bieten diese für Studenten vergünstigte Konditionen an, sodass die Mitgliedschaft bezahlbar ist. Der Vorteil am Fitnessstudio liegt darin, dass du nicht an feste Zeiten gebunden bist und zugleich eine große Auswahl an möglichen Sportarten hast. Du kannst Kraftübungen machen, an die Ausdauergeräte gehen, an verschiedenen Kursen teilnehmen oder mit den Matten, Bändern & Co ein eigenes HIT-Training machen.
  • Vereine: Vereine erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit, da bei ihnen in der Regel nur eine geringe Jahresgebühr fällig wird. Zudem ist die Auswahl an Sportarten ebenfalls groß. Vor allem Mannschaftssportarten wie Fußball oder Handball werden gerne in Vereinen gespielt. Aber auch viele andere Kurse von Yoga bis hin zu Aerobic lassen sich in den meisten Städten finden.
  • Outdoor: Vor allem im Sommer gibt es auch schlichtweg die Möglichkeit, in der Freizeit verschiedenen Outdoor-Sportarten nachzugehen. Vom Fahrradfahren über das Joggen und Wandern bis hin zum Klettern oder Paragleiten ist die Auswahl an Aktivitäten groß – zumindest in der heißen Jahreszeit. Einige dieser Optionen sind sogar vollkommen kostenfrei, zum Beispiel das Schwimmen im Badesee oder das Wandern in der Natur. Aber auch im Winter gibt es die eine oder andere Möglichkeit, um draußen aktiv zu werden, sei es beim Schneeschuhwandern, Skifahren oder Langlaufen, um nur drei von vielen Beispielen zu nennen.
  • Schwimmbad: Das Schwimmen ist aber längst nicht nur im Sommer möglich, sondern du kannst natürlich ganzjährig ins Schwimmbad gehen. Es stellt ein schonendes Ganzkörpertraining dar und sorgt zugleich für eine angenehme Abkühlung, wenn du ins Schwitzen kommst. Der Eintritt ins Schwimm- oder Freibad ist zudem normalerweise gering, sodass du dir diesen auch als Student problemlos leisten kannst.
  • Bootcamp: Stattdessen oder zusätzlich kannst du an einem Bootcamp teilnehmen. Dieses eignet sich vor allem, wenn du im Alltag keine Zeit hast, um regelmäßige Sporteinheiten einzulegen. Zusätzlich kann das Bootcamp eine willkommene Wochenendbeschäftigung sein und deine Trainingserfolge intensivieren, wenn du ohnehin einen aktiven Lifestyle pflegst. Es kann also viele gute Gründe geben, um (zusätzlich) hin und wieder ein Bootcamp zu buchen. Am besten nimmst du direkt einige Kommilitonen mit, dann macht das umso mehr Spaß und ihr könnt euch gegenseitig „pushen“.
  • Privatanbieter: Bei vielen Sportarten gibt es außerdem Privatanbieter, sozusagen spezielle Schulen oder Einrichtungen, bei denen du dich anmelden kannst. Dazu gehören Tanzschulen, Kampfsportcenter und vieles mehr. Auch diesbezüglich kann es sich daher lohnen, die Möglichkeiten in deiner Region zu überprüfen und zu überlegen, was dir Spaß machen könnte. Allerdings sind die privaten Anbieter oft deutlich teurer als zum Beispiel Vereine oder der Hochschulsport.
  • Zuhause: Die wohl einfachste und günstigste Option, für die du selbst in der Prüfungsphase keine Ausrede findest, ist der Sport in den eigenen vier Wänden. Sei es mit Hilfsmitteln wie Hanteln oder dem eigenen Körpergewicht, sei es als HIT-Training, Aerobic oder Yoga – zuhause ist ein effektives Training in vielfältigen Variationen möglich, und zwar kostenlos sowie ohne Zeitaufwand für das „Pendeln“. Alles, was du dafür brauchst, ist ein bisschen Knowhow oder eine Internetverbindung, um entsprechende YouTube-Tutorials aufzurufen. Auch spezielle Apps und Plattformen gibt es mittlerweile zahlreiche.

Fazit

Wie du siehst, gibt es für jeden Studierenden eine geeignete Wahl. Gewiss findest auch du dabei eine Sportart, die dir Spaß macht und für welche du dich trotz Prüfungsstress, Schlafmangel & Co motivieren kannst. Am besten probierst du verschiedene Varianten aus oder kombinierst einige der genannten Optionen miteinander. Schnell wirst du dann merken, dass dir die Bewegung guttut, sowohl persönlich als auch hinsichtlich deiner Studienleistungen. Und selbst, wenn du überhaupt keine Zeit oder kein Geld hast, kannst und solltest du einfach dreimal pro Woche für 20 Minuten zuhause trainieren. Das ist garantiert für jeden Studenten möglich!

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