Motiviert durchs Studium

Motiviert durchs Studium? Für viele ist das ein reiner Traum! Stattdessen befindet man sich während des Studiums öfter mal im Motivationsloch. Für Klausuren lernen, Essays schreiben, Haus- und Seminararbeiten verfassen, den Stoff der Vorlesung nachbereiten – es ist alles zu viel. Man fühlt sich überfordert, will gerne mal alles hinschmeißen. Soweit muss es nicht kommen! Wir haben 5 hilfreiche Tipps für dich, wie du trotz allem erfolgreich und motiviert durchs Studium kommst.

1. Organisation

Grundsätzlich gibt es zwei Organisationsmodelle: Das analoge Studium und das digitale Studium. Analog bedeutet, dass du den gesamten Input mit Stift und Papier abarbeitest. Bei der digitalen Alternative verfasst du jede Notiz digital. Die Praxis zeigt, dass beide Extreme nicht möglich sind. Trotzdem solltest du dich an der digitalen Variante orientieren. Du solltest versuchen deine Uniunterlagen an einem Ort abzuspeichern. So sind deine Lernmaterialien immer verfügbar, nichts geht verloren. Du kannst die Inhalte auf diese Weise leicht verknüpfen, was dir beim Lernen hilft. Versuche daher auch deinen analogen Input immer sofort zu digitalisieren, z.B. mit einem Scanner. Selbst nach Jahren kannst du deine Lernmaterialien noch nutzen.

2. Zeitmanagement

Um deine Ziele effizient zu erreichen, ist eine gute Planung eine wichtige Grundlage. Es gibt verschiedene Möglichkeiten für eine kurzfristige und langfristige Planung.

Kurzfristige Planung

Kennst du schon die ALPEN-Methode? Mit ihr kannst du effizient deinen Tag planen und Ziele setzen. Sie besteht aus 5 Schritten:

  1. Aufgaben, Termine und geplante Aktivitäten notieren
  2. Länge schätzen
  3. Pufferzeiten einplanen (60% der Zeit verplanen, 40% Puffer und Pausen)
  4. Entscheidungen treffen
  5. Nachkontrolle

Wichtig ist, dass du deine Tagesplanung regelmäßig aktualisierst, wenn wichtige Termine dazwischenkommen. Mit jedem erreichten Ziel kannst du dir eine Portion Motivation abholen.

Langfristige Planung

Um während des Semesters gut organisiert zu sein, solltet ihr euch am Anfang des Semesters etwas Zeit nehmen um einen Übersichtsplan zu erstellen. Wenn die Klausuren kommen, gibt es kein böses Erwachen. Du hast alles im Blick.

3. Motivation

Motivation meint „die situationsspezifische, aktuelle Verhaltensbereitschaft“ etwas Bestimmtes zu tun, d.h. eine Arbeit zu verrichten oder sich für etwas zu begeistern.

In diesem Zusammenhang spielt die sogenannte „Motivationsspirale“ eine große Rolle. Wenn wir eine bestimmte Aufgabe gut meistern, steigt unsere Motivation für andere Aufgaben. Unsere Selbstwirksamkeitserwartung (=die eigene Erwartung, etwas schaffen zu können) wächst. Grundsätzlich lässt sich die Motivation steigern, indem man sich klare und machbare Ziele setzt, mit Belohnungen und Bestrafungen arbeitet und sich eine möglichst motivierende Umgebung schafft.

Motiviert durchs Studium mit der Motivationspirale

4. Der Aufgabenplan

Wenn wir davon ausgehen, dass wir, wenn wir eine Aufgabe gut lösen, motivierter sind, die nächste Aufgabe zu meistern, sollten wir versuchen, diesen Erfolg messbar zu machen. Das Erstellen eines Aufgabenplans ist hier die beste Möglichkeit. Du kannst in 3 Schritten vorgehen:

Schritt 1: Stelle tägliche oder wöchentliche Ziele auf, die du erfüllen musst. Versuche dabei inputbasiert vorzugehen („Ich lerne für 10 min Vokabeln“ und nicht „Ich lerne Vokabeln bis ich 10 Stück beherrsche“). Dadurch kannst du den Aufwand besser einschätzen und du erzeugst keinen „Erfolgszwang“.

Schritt 2: Arbeite die Aufgaben schrittweise ab und messe dabei deinen eigenen Erfolg im Plan.

Schritt 3: Kontrolle! Analysiere deinen Plan und justiere eventuell nach! Hast du dir unrealistische Ziele gesetzt? Verbessere deine Vorgehensweise beim nächsten Plan.

5. Vorsicht vor der Prokrastinationsspirale

Motiviert durchs Studium: vermeide die Prokrastinationsfalle

Die Motivationsspirale funktioniert leider auch umgekehrt. Wenn wir unmotiviert sind, neigen wir zur Aufschieberitis, der sogenannten Prokrastination. Hier versuchen wir das schlechte Gefühl („Ich muss eigentlich lernen oder an der Hausarbeit schreiben“) gegen etwas Besseres zu ersetzen, wie z.B. mit Serien gucken, Facebook checken usw. Dadurch erlangen wir zwar ein kurzzeitiges Glücksgefühl, stecken danach jedoch umso tiefer im Motivationsloch! Wollt ihr also langfristig motiviert durchs Studium, solltet ihr das unbedingt vermeiden!

Diese Tipps haben dir geholfen? Wenn du mehr darüber erfahren willst, nimm an unserem Online-Kurs Organisation, Motivation und Lernen teil.

Weitere hilfreiche Methoden findest du in den anderen Artikeln unserer Reihe „Finde deine Motivation“:

Teil 1: Keine Motivation? Teste die Don’t Break the Chain Methode

Teil 2: 5 Tipps, wie du erfolgreich und motiviert durchs Studium kommst

Teil 3: Motivation! – so geht’s