5 gute Gründe doch in die Vorlesung zu gehen

Viele Studenten kennen diese Situation sicher nur zu gut: Die WG deiner Freunde lädt zur Hausparty, aber es ist erst Mittwoch. Wenn du dorthin gehst, wird es sicher wieder spät werden und du kommst erst am frühen Morgen wieder nachhause. In die Vorlesung am Donnerstag aber kommst du dann jedenfalls nicht, weil die nämlich schon in der 2. Doppelstunde ist und es keine guten Gründe gibt doch in die Vorlesung zu gehen. Wie so oft wirst du also nicht in der Uni auftauchen und stattdessen in deinem warmen Bett liegen und schlafen. Dabei lässt du dir in der Uni ganz schön was entgehen. Warum auch du dich unbedingt mal in der Uni blicken lassen solltest, erfährst du hier. Wir zeigen dir nämlich 5 gute Gründe, doch in die Vorlesung zu gehen!

5 gute Gründe doch in die Vorlesung zu gehen:

1. Du siehst deine Freunde auch mal nüchtern

Es gibt viele gute Gründe doch in die Vorlesung zu gehen. Einer der wichtigsten dabei: Auch hier kannst du deine Freunde sehen. Sogar mal im nüchternen Zustand. Zumindest theoretisch und solange das nicht die gleichen Freunde wie die von der Hausparty sind. Abgesehen von denen sitzen hier oft die Studenten, die ihr Studium sehr ernst nehmen oder einfach nicht so die Partyknaller sind. Gerade diese Leute solltest du in der Uni um dich haben, da sie…

  • dich oftmals am besten motivieren können. Immerhin willst du nicht der Einzige in der Gruppe sein, der mal wieder keine Ahnung hat.
  • meistens selbst nicht viel reden während der Dozent etwas erklärt. Dadurch zwingen sie dich förmlich dazu, zuzuhören und aufzupassen.
  • in 99% der Fälle immer alles mitschreiben, was wichtig ist. Wenn du also mal Mitschriften brauchst, stehen deine Chancen deutlich besser, wenn sie dich auch vorher schon mal in der Vorlesung gesehen haben.

2. Der Weg zur Mensa ist viel kürzer

Klingt erstmal nicht nach einem der typischen “gute Gründe doch in die Vorlesung zu gehen”-Argumente, ist aber eigentlich für viele Studenten essentiell. Mensa-Essen ist oft ziemlich günstig und dafür sogar nicht mal schlecht – meistens zumindest. Gerade der faule Student hat zudem meist eh kein größeres Interesse daran zuhause zu kochen. Was liegt da also näher als der Gang zur Mensa? Richtig- der Gang zur Mensa vom Hörsaal aus! Wenn du sowieso vorhast, mensen zu gehen, dann ist es nicht mal ein extra Aufwand. Im Gegenteil bringt es dir sogar einige Vorteile. Du…

  • musst normalerweise nur einen kurzen Weg zurücklegen, da die meisten Mensen von verschiedenen Campusteilen aus gut zu erreichen sind.
  • hast dadurch den Vorteil, als einer der ersten in der Mittagspause die Mensa zu stürmen. Das heißt für dich kürzere Wartezeiten und ein garantierter Platz.
  • kannst in der Vorlesung in den meisten Fällen immer jemanden auftreiben, der mit dir mitkommt.
  • nutzt die 5 Minuten, in denen die Technik versagt dafür, die Essenspläne der verschiedenen Mensen zu checken. Natürlich mit dem Uni-WLAN.
  • wirst das Essen viel mehr genießen, nachdem du geistige Höchstleistungen vollbracht hast.

3. In der Vorlesung lernst du eher jemanden kennen als zuhause

Wenn man total sozial integriert oder auch einfach nur glücklich in einer Beziehung ist, sieht man wahrscheinlich weniger gute Gründe doch in die Vorlesung zu gehen als wenn man alternativlos allein zuhause in der Wohnung hockt. Dennoch schadet es weder den einen noch den anderen, neue Leute kennenzulernen. Und dafür eignet sich eine Vorlesung optimal. Stellen wir uns einfach mal vor, du..

  • bist single und möchtest jemanden kennenlernen. Dieser eine Kommilitone oder diese eine Kommilitonin ist zwar ganz süß, aber du traust dich nicht, den ersten Schritt zu machen? Versuch es doch ganz subtil in der Vorlesung, indem du nach einem Stift fragst, dem Stoff der letzten Woche oder dem letzten Satz des Profs, den du leider nicht verstanden hast.
  • bist neu in der Stadt und kennst noch niemanden? Geh in den Hörsaal und schau dich um, wer sympathisch aussieht. Wenn du eher der schüchterne Typ bist, halt Ausschau nach Studenten die alleine sitzen. Setz dich dazu und sag nett Hallo, vielleicht kennen sie auch noch niemanden. Falls dir das zu direkt ist, greife auf die unauffälligere Version oben zurück.
  • bist eigentlich rundum zufrieden mit deinem sozialen Umfeld, aber keiner deiner Uni-Freunde ist in der Vorlesung? Dann kannst du dich entweder alleine irgendwo hinsetzen oder die Chance nutzen und dich auch mal zu anderen Studenten setzen. Vielleicht sind die nämlich genauso cool wie die, die du schon kennst.
  • bist aus Versehen in den falschen Hörsaal gegangen und hörst jetzt eine Vorlesung zu politischen Systemen statt Linearer Algebra. Falls das überhaupt nicht dein Ding ist, solltest du natürlich lieber den Hörsaal wechseln. Wenn du deinen Fehler nun aber ausnutzen willst und offen für Neues bist, setz dich zu jemandem dazu und hör dir die Vorlesung an. Am Ende lernst du so vielleicht nicht nur was dazu, sondern knüpfst dabei gleich noch neue Kontakte.

4. Es gibt immer mal wieder was zu holen am Campus

Es ist ein offenes Geheimnis: Viele gute Gründe doch in die Vorlesung zu gehen haben etwas mit anderen Menschen oder Essen zu tun. In diesem Fall ist es Essen. Es bürgert sich in vielen Unis ein, dass es in regelmäßigen Abständen irgendwelche Leckereien oder Gratisproben am Campus zu holen gibt. Die Angebote sind dabei weit gefächert. Je nach Lust und Laune kannst du…

  • Campustüten abstauben, die hin und wieder verteilt werden. Dadrin findest du beispielsweise Proben von Lebensmitteln oder Drogeriewaren (standardmäßig ist fast immer ein Glas Ovomaltine dabei), Kondome und Bier oder Energydrinks.
  • Glühwein auf dem Campus trinken, der vor allem in der Winterzeit oft von den verschiedenen Fachschaften ausgeschenkt wird. Ein Becher kostet dabei im Gegensatz zum Weihnachtsmarkt meist nur zwischen 1-2€.
  • offenen Grillfesten beiwohnen, auf denen du dich zwischen Grillmais und Bratwurst durchschlemmen kannst. Meistens gibts auch hier die Sachen deutlich günstiger als im Supermarkt.

Von all den Sachen bekommt man natürlich nur etwas mit, wenn man auch mal an der Uni ist. Und wenn man dann schon mal da ist, kann man auch gleich in die Vorlesung gehen. Mit ein bisschen Glühwein lässt sich doch jede Vorlesung aushalten.

5. Du tust etwas für deine Leistungen

Die eigenen Leistungen sind natürlich auch einer der guten Gründe doch in die Vorlesung zu gehen. Man studiert ja schließlich, um einen guten Abschluss zu bekommen und irgendwann dann einen super Job zu haben. Das könnte allerdings problematisch werden, wenn deine Noten zukünftige Arbeitgeber so gar nicht dazu animieren können, dich zum Vorstellungsgespräch einzuladen. Aus diesem Grund solltest du dein Studium Ernst nehmen und dafür auch hin und wieder mal die Vorlesungen besuchen. Davon kannst du nämlich spätestens in der Klausur profitieren, wenn…

  • dein Dozent in der Vorlesung sagt, welche Schwerpunkte er setzt und was in der Klausur drankommt.
  • er außerdem wenig im Skript stehen hat und stattdessen viel direkt in der Vorlesung erklärt. Noch besser, wenn er auf Wortlaut achtet.
  • du dir in der Vorlesung ein Bild von ihm machen und absehen kannst, wie gemein seine Fragen wohl sein werden.
  • die Klausur nicht gut läuft, du aber immerhin dein Gewissen beruhigen kannst, weil du in den Vorlesungen anwesend warst.

Fazit:

Natürlich bist du weder der erste noch der letzte Student, der sich auf dem Weg zur Uni mal wieder in einem Café oder dem heimischen Bett verirrt hat. Trotzdem gibt es viele gute Gründe doch in die Vorlesung zu gehen! Mit unserem Quiz kannst du dafür schon mal herausfinden, was für ein Vorlesungstyp du bist. Wie du gesehen hast, hat es nämlich viele Vorteile, den Mittagsschlaf zu verschieben und den Coffee-to-go lieber in der Vorlesung als mit den Mädels in der Stadt zu trinken. Versuche dich vielleicht einfach das ein oder andere Mal öfter in der Vorlesung blicken zu lassen. Du wirst sehen, so langweilig wie du denkst wird es gar nicht. Und deine Noten werden es dir sicher auch danken. In diesem Sinne: Auf Auf in die Vorlesung und viel Spaß bei den kommenden 90 Minuten!

Falls du am Ende dann trotzdem feststellst, dass du zu selten in der Vorlesung warst und den ganzen Stoff bis zur Prüfung nicht mehr in deinen Kopf bekommst, schau einfach mal bei Studybees vorbei. Dort gibt es Crashkurse zu vielen verschiedenen Fächern.

Dieser Artikel gehört zu unserer Reihe „Tipps und Tricks für Vorlesungen“:

Teil 1:  5 gute Gründe, doch in die Vorlesung zu gehen

Teil 2:  7 Tipps, um in der Vorlesung nicht einzuschlafen

Teil 3: 10 Dinge, die man während einer Vorlesung tun kann

Teil 4: 5 Tipps, um sich in der Vorlesung besser konzentrieren zu können

Teil 5: Bessere Mitschriebe und Notizen? Das Cornell-System

Teil 6: Mitschreiben mal anders – Sketchnotes

Teil 7:  So nutzt du die Vorlesung optimal