10 Lernfallen, die du auf jeden Fall vermeiden solltest

Vermeide diese 10 Lernfallen

In manchen Semestern hat man das Gefühl, dass das gesamte Studium nur aus Prüfungsvorbereitung besteht. Viele stürzen sich dann ohne Weiteres in die Arbeit. Aber auch das Lernen für Prüfungen kann man falsch angehen. Um dein Lernen zu optimieren haben wir hier für dich 10 Lernfallen, die du auf jeden Fall vermeiden solltest.

1. Du weißt nicht, welcher Lerntyp du bist

Viele Studenten wissen nicht, was für ein Lerntyp sie sind. Generell wird zwischen vier verschiedenen Lerntypen unterschieden. Jeder Lerntyp kann sich mit bestimmten Methoden Dinge besser einprägen und daran erinnern. Der visuelle Lerntyp lernt am besten mithilfe von Texten, Grafiken oder Bildern, die er sich während der Prüfung wieder ins Gedächtnis ruft. Der auditive Lerntyp bevorzugt es den Stoff zu hören und behält dabei die meisten Informationen. Dem motorischen Lerntypen hingegen ist es am liebsten Lerninhalte anzuwenden, er lernt am besten in der praktischen Anwendung. Bist du hingegen ein kommunikativer Lerntyp, lernst du nur sehr schlecht alleine – in der Gruppe dafür umso besser. Zwischen den vier Lerntypen kann es auch Überschneidungen in unterschiedlicher Ausprägung geben. Lies zur genaueren Erläuterung doch gerne unseren Artikel Visuell, auditiv oder kinästhetisch – Welcher Lerntyp bist du? Welche Methode eignet sich für dich?

2. Planlos geht dein Plan los

Viele Studenten fangen irgendwann vor den Klausuren planlos mit dem Lernen an. Dabei schätzen sie oft Umfang sowie Zeitaufwand völlig falsch ein. Sie verzetteln sich mit dem Stoff und kommen während der Prüfungsphase in zeitlichen Stress. Je mehr Klausuren du hast, desto essenzieller ist es, dass du nicht in diese Lernfalle tappst. Verschaffe dir im Voraus einen Überblick über das Ausmaß und arbeite einen Lernplan aus. Dabei solltest du zunächst feststellen wie viel Tage dir noch bleiben. Tage, von denen du weißt, dass du keine Zeit zum Lernen finden wirst, solltest du unbedingt abziehen. Danach solltest du den Lerninhalt in gleich große und inhaltlich passende Päckchen teilen. Jeden Tag bis zur Klausur ist dein Ziel dann beispielsweise zwei Päckchen zu lernen.

3. Du planst zu wenig Zeit ein

Diese Lernfalle hängt eng mit der zweiten zusammen. Nicht nur inhaltlich verzetteln sich Studenten oft. Die meisten scheitern in der Klausurenphase vor allen Dingen am Zeitmanagement. Sie planen zu wenig Zeit ein und müssen die letzten Tage vor der Prüfung sozusagen in der Bib übernachten. Grundsätzlich ist es immer besser, zu viel Zeit einzuplanen als zu wenig. Dann kann man sich immer ein bisschen zwischendurch frei nehmen und ein bisschen Zeit verplempern – ganz ohne schlechtes Gewissen. Zudem ist die Motivation größer, wenn man jeden Tag nur ein begrenzte Zeit für die Prüfungsvorbereitung aufwenden muss.

4. Du lernst auswendig

Stumpfes Auswendiglernen ist besonders bei komplexen Themen und Fachbegriffen beliebt. Auch wenn die Zeit drängt, wird gerne auswendig gelernt. Zusammenhänge zu verstehen und anschließend in eigenen Worten wiedergeben zu können, nimmt mehr Zeit in Anspruch als die meisten von euch vor einer Prüfung haben werden. Der Vorteil liegt darin, dass der Lernstoff dann Wort für Wort wiedergegeben werden kann und das Klausurergebnis besser ausfällt. Problematisch wird das Ganze, sobald in der Prüfung Transferaufgaben gestellt werden. Um das Wissen anwenden zu können, musst du das Gelernte verstanden haben. Da hilft der genaue Wortlaut nicht mehr weiter.

Auswendiglernen ist nicht per se schlecht. Für das Lernen von Fachbegriffen, Formeln oder komplizierten Formulierungen ist es ideal. Du solltest lediglich nicht nur auswendig lernen.

5. Du lernst zu detailliert

Detailwissen ist für Klausuren nie schlecht. Du solltest dich aber auf keinen Fall in Details verlieren. Behalte das große Ganze im Auge. Die Verbindungen zwischen den Themen und der allgemeine Zusammenhang sind meist wichtiger als kleine Details. Am Anfang des Studiums fällt es noch schwer den Überblick zu behalten, aber nach ein, zwei Semestern wird es einfacher. Zusätzlich kannst du auch mal bei Kommilitonen nachfragen, ob jemand den Dozenten schon einmal in einer Prüfung hatte. Diese wissen dann auch, wie sehr Detailwissen abgefragt wird.

6. Du hast keinen Mut zur Lücke

Der Prof wird alle seine Veranstaltungen und sicher jede Grafik für prüfungsrelevant erklären. Meistens ist es jedoch überhaupt nicht möglich alles zu lernen und eigentlich muss man das auch nicht. Du benötigst den Sinn für das Wesentliche. Welche Schwerpunkte hat der Prof in der Veranstaltung gesetzt? Sehr wahrscheinlich wird er dieselben in der Prüfung setzen. Zudem ist eine Klausur für 90 Minuten konzipiert, es kann nicht alles abgefragt werden. Beschränke dich also auf das Wichtigste und verliere dich wie in Punkt fünf schon erwähnt nicht in Detailwissen.

7. Du machst dir Druck

Manche Studenten brauchen einen gewissen Druck, damit sie sich nicht zu sehr gehen lassen. Besonders unter Zeitdruck können viele besser arbeiten. Trotzdem lässt es sich entspannt noch besser lernen. Bei zu viel Druck blockiert das Gehirn. Es braucht längere und intensivere Auseinandersetzungen mit dem Lernstoff, bis wir es aufnehmen. Lieber ist uns aber doch, dass wir wenig Aufwand betreiben müssen und das Lernen so leicht wie möglich ist. Deshalb: Entspanne dich und mache dir positive Gedanken.

Keine Pausen sowie Druck gehören zu den 10 Lernfallen, die du vermeiden solltest

8. Du machst zu wenig Pausen

Wird die Zeit knapp, muss jeder Tag, nahezu jede freie Stunde dafür genutzt werden, sich auf die Prüfung vorzubereiten. Viele verbringen ihre Tage dann ausschließlich mit Lernen und gönnen sich keine Pause. Einzelne sorgen nicht einmal für genug Schlaf. Doch Erholungsphasen für das Gehirn sind notwendig, damit das Wissen sacken kann. Ist dein Gehirn überlastet, wird viel von dem Gelernten gar nicht erst aufgenommen. Was du in deinen Lernpausen machst, bleibt dir überlassen. Frische Luft und Bewegung bieten viel Erholung, aber auch Netflix kann den Kopf entlasten.

9. Du vergisst zu essen

Unter enormem Stress, dem Studenten während einer Prüfungsphase ausgesetzt sind, kann das Gehirn den Appetit oder das Hungergefühl schon mal verdrängen. Voller Konzentration durchforstest du ganze Bücher in nur mehreren Stunden. Dabei ist gerade genug zu essen in einer Lernphase fundamental. Essen ist unser Energielieferant. Es versorgt uns mit lebenswichtigen Nährstoffen und lässt das Gehirn besser arbeiten. Achte darauf zwischendurch immer mal wieder etwas zu essen und wenn es nur eine Banane oder eine Handvoll Nüsse sind.

10. Bestehen reicht dir

„Bestehen ist alles!“ Und eigentlich stimmt das auch. Aber manchmal ist es eben nicht genug nur fürs Bestehen zu lernen. Fiese Fragen und unvorhergesehene Aufgaben können in einer Prüfung immer kommen und was dann? Mit viel Pech hängt es später an genau den zwei Seiten, die du ausgelassen hast. Setze deine Ziele lieber etwas höher, lerne für eine 3. Damit bestehst du dann auf jeden Fall und musst nicht um das Ergebnis bangen.

Fazit

Natürlich ist das alles immer leichter gesagt als getan. Sicher machst du aber schon mindestens 5 dieser 10 Punkte richtig. Von den anderen such dir einfach die heraus, bei denen du dich ertappt gefühlt hast. Setze dir zum Ziel, genau diese Fallen das nächste Mal zu vermeiden.